Trotz Mobbings und Dauerbeschallung - Das ist ein sympathischer Haufen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
v. Links: Deniz Sari, Moustapha Salifou, Vincenzo Potenza, Jan Penic

Beinschuss.de hat 1860 Rosenheim im Mannschafstsbus nach Schweinfurt begleitet und dabei allerlei erlebt. Hier geht's zum Inside-Report mit vielen tollen Fotos.

Aus dem TSV-Bus berichtet Tobias Ruf

Als ich gegen halb 3 auf die Nacht von Deniz Sari, der im Übrigen fast die komplette Hinfahrt ein „kleines Nickerchen“ machte, dafür kritisiert wurde, dass ich mich doch nach über 14 Stunden mal ein wenig zur Ruhe gelegt hatte, war ich mir nicht ganz sicher, ob Arbeitstitel und Inhalt der folgenden Reportage wirklich angemessen sind.

Doch der positive Gesamteindruck meines Ausflugs mit dem TSV 1860 Rosenheim nach Schweinfurt überwiegt, da kann auch das türkische Plappermaul nichts dran ändern.

Denn es ist keinesfalls selbstverständlich, dass ein Journalist ein Regionalligateam im Mannschaftsbus begleiten und sich fototechnisch nach Herzenslust austoben darf.

Den Karren aus dem Dreck ziehen

Es ist auch nicht selbstverständlich, dass sich eine Mannschaft trotz unzähliger Rückschläge bis zum letzten Tag gegen den Abstieg stemmt und trotz eines sportlichen Debakels, an dessen Ende der Gang in die Bayernliga stand, mit positiver Energie und Optimismus nach Rosenheim zurückkehrt.

Nicht wenige Spieler gaben noch im Bus ein Treuebekenntnis zum TSV 1860 Rosenheim ab und waren sich im O-Ton einig, dass man den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen wolle.

Das spricht für die Moral einer jungen Mannschaft, die sich auch abseits des Platzes als charakterstark präsentierte.

Pünktlichkeit ist (k)eine Tugend

Pünktlich um 10 Uhr ging es am Treffpunkt Jahnstadion los, die halbe Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt an Bord, der Rest wurde in München aufgegabelt. Natürlich war zum angedachten Zeitpunkt keiner der Nachzügler an vereinbartem Treffpunkt. Namen sollen an dieser Stelle nicht genannt werden.

Als Markus Einsiedler, Michael Pointvogel, Moustapah Salifou und Co. dann endlich an Bord waren, machten wir uns auf in Richtung Zwischenziel Nürnberg.

Ja, und wer sich die Bildergalerie richtig anschaut, darf erkennen, dass sich die Jungs die über sechsstündige Fahrt mit verschiedensten Aktivitäten vertrieben.

Togolesischer Gastdozent versagt auf ganzer Linie

Während von Sari ab München kein Wort mehr zu hören war, packten Pointvogel und Einsiedler ihre Uni-Unterlagen aus. Klingt auf den ersten Blick vernünftig, war aber trotz fachkundiger Unterstützung von Levent Novy, Thomas Masberg, Mateusz Trochanowksi, Charly Kunze und Co. eher wenig produktiv.

Dem konnte auch der togolesische Gastdozent Salifou nicht entgegensteuern, der zwar in bester Dauerbeschallungsmanier einiges beizutragen hatte, das Thema jedoch allzu oft verfehlte.

Angekommen am Vereinsgelände des 1. FC Nürnberg wurde der gesamte Reisetross von der liebenswerten FCN-Wirtin Moni mit reichlich Spaghetti Bolognese versorgt. Besonders dem Youngster Christoph Wallner schien es besonders gut zu schmecken und auch der Italiener Vincenzo Potenza machte ein zufriedenes Gesicht.

Sari und Bier prägen die Rückfahrt

Noch ein paar improviserte Warm-Übungen mit dem omnipräsenten American Football und zurück in den Bus, den Schalter umlegen. Es begann die unmittelbare Konzentrationsphase auf das Spiel. Die Mannschaft war motiviert und fokussiert und kam mit breiter Zuversicht im Willy-Sachs-Stadion an.

Aus dem erhofften Klassenerhalt wurde bekanntlich nichts und so ist die Rückfahrt schnell erzählt.

Nach zwei eher nachdenklichen und tristen Stunden übernahm Sari das Wortkommando und unterhielt mit einigen hier nicht genannten Spielern, die mindestens so viel Bier intus hatten wie Trochanowski an diesem Tag Gegentore, den gesamten Bus.

Beinschuss-Reporter wird reich beschenkt

Schließlich schloss ich kurz vor Rosenheim dann auch mit Deniz meinen Frieden. Einem 25-Prozentigen-Rabatt-Gutschein für den Adidas-Outlet in Herzogenaurach setzte er noch einen 50-Cent-Coupon für alle öffentlichen Tank-und Raststätten im gesamten Bundesgebiet und Insidertipps für das Verhalten auf türkischen Basaren drauf.

Da bleibt mir nur zu sagen: Danke Deniz für diese wertvollen Geschenke, danke TSV 1860 Rosenheim für eine spannende Reise.

Dieser Verein hat Charakter, ein großes Herz und wird schon bald wieder die sportlichen Akzente setzen, die ihm zustehen!

Zurück zur Übersicht: Magazin

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare