Zukunft des Drittligisten ungewiss

„Nachricht kam überraschend“: Türkgücü bestätigt das Aus des Investors Kivran

Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny: „Es gehört jetzt zu meinen Aufgaben, den Verein so gut es geht zu retten“
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Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny: „Es gehört jetzt zu meinen Aufgaben, den Verein so gut es geht zu retten“

München - Ein Paukenschlag kurz vor Weihnachten: Türkgücüs Präsident und Investor Hasan Kivran zieht sich schon zum Jahresende beim Drittligisten zurück. Die genauen Hintergründe sind weiter nicht bekannt. „Es ist eine schwierige Zeit und wird eine große Herausforderung“, betont Geschäftsführer Max Kothny.

Diese Nachricht sorgte kurz vor Weihnachten für Furore: Türkgücü Münchens Präsident und Investor Hasan Kivran will sich zurückziehen und seine Anteile verkaufen. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Dieser Schritt des Vereins-Bosses war nicht zu erwarten. Das trübte die Weihnachtsstimmung beim Drittliga-Aufsteiger, der bislang eine gute Saison als Neuling im Profifußball spielt. Zudem steht dadurch das Projekt Türkgücü auf der Kippe.

Türkgücü Geschäftsführer Kothny: „Die Nachricht kam überraschend“

Bislang äußerten sich die Verantwortlichen der Münchner nicht genau über die Hintergründe und wollen dies wohl auch in Zukunft nicht tun. „Die Nachricht kam überraschend. Ich habe die letzten Tage gebraucht, um mir erst mal einen Überblick zu verschaffen“, sagte Geschäftsführer Max Kothny gegenüber dem Münchner Merkur.

Laut Kothny gebe es „mehrere Gründe“, weshalb sich Kivran zurückziehen will. Darunter dürfte mich Sicherheit auch die aktuell schweren wirtschaftlichen Bedingungen sein, da keine Zuschauer zu den Spielen zugelassen sind und die staatliche Unterstützung fehle, was Kothny bereits vor einigen Woche kritisierte.

Hasan Kivran will seine Anteile verkaufen - „aktuell ist aber noch alles offen“

Am 1. Januar 2016 stieg Hasan Kivran bei Türkgücü München ein und führte dank großer finanzieller Unterstützung den Klub ab 2017 von der Landesliga bis in die 3. Liga. Der nächste Schritt sollte mittelfristig der Zweitligaaufstieg sein, um die zweite Macht in München hinter dem FC Bayern zu werden.

Kivran, der eine Vermögensverwaltung betreibt, hält 89 Prozent an der Türkgücü Fußball GmbH, die er jetzt verkaufen will. „Es gab schon Gespräche mit neuen Interessenten und es laufen auch weiterhin Gespräche. Aktuell ist aber noch alles offen“, so Kothny weiter.

Es dürfte spannend bleiben, ob ein neuer Investor oder ein Konsortium gefunden werden kann. Ansonsten steht das Projekt Türkgücü wohl vor dem Aus. „Es ist eine schwierige Zeit und wird eine große Herausforderung“, sagt Kothny. „Es gehört jetzt zu meinen Aufgaben, den Verein so gut es geht zu retten.“ Damit stehen dem Drittligisten turbulente und ungewisse Wochen bevor.

ma

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