Präsident Kivran soll bereits mit Abbruch gedroht haben

Türkgücü-Projekt vor dem Aus? Verein stellt den Aufstieg in Frage

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München - Türkgücü München steht kurz vor dem Aufstieg in die 3. Liga. Doch nun sind beim ambitionierten Regionalligisten wohl Zweifel aufgekommen. Das geht aus einer Aussage von Geschäftsführer Max Kothny hervor.

Türkgücü München stand kurz vor dem Ziel. Der Aufstieg in den Profi-Fußball war nur noch Formsache, der Münchner Verein führt die Regionalliga-Tabelle in Bayern mit neun Punkten Vorsprung an. Doch dann kam die Corona-Pandemie und sorgte dafür, dass der Spielbetrieb auf Eis gestellt wurde. Der Bayerische Fußball-Verband hat deshalb die Meldungen für die 3. Liga angepasst, sodass der aktuell Erstplatzierte in die 3. Liga aufsteigt. Nun überraschte jedoch Geschäftsführer Max Kothny mit einer Aussage gegenüber der Süddeutschen Zeitung: "Da muss noch viel zusammenkommen, damit das mit dem Aufstieg passt.“


Etatplanung für die kommende Saison fraglich

Was er damit meint: Die Corona-Pandemie wirkt sich sowohl sportlich als auch wirtschaftlich auf Türkgücü aus. Denn sollte die 3. Liga mit Geisterspielen in die kommende Saison starten, wäre die Etatplanung des ambitionierten Clubs für die kommende Saison fraglich. Neben fehlenden Zuschauereinnahmen sei zudem offen, welche Sponsoren für solch eine Spielzeit zu gewinnen seien. Zudem ist weiterhin die Stadionfrage nicht geklärt, da der DFB bereits mitgeteilt hat, dass keine drei Vereine aus der selben Liga im Grünwalder Stadion spielen dürfen. "Wir haben die Lizenz für die dritte Liga unter Auflagen erhalten", sagt Kothny, der auf das klärende Gespräch mit der Stadt München wartet. 

Präsident Kivran soll dem Team bereits mit Abbruch gedroht haben

Türkgücüs Präsident Hasan Kivran, der den Verein zur dritten Macht in München machen wollte, soll nach Informationen der SZ bereits in der Winterpause gedroht haben, das Projekt Türkgücü abzubrechen. Grund dafür sollen die Komplikationen bei der Lizenzierung für die 3. Liga gewesen sein. Die weitere Entwicklung des Vereins bleibt offen, Geschäftsführer Kothny betonte, dass der Club den DFB-Bundestag am 25. Mai abwarten wird.

ma



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