Vier Minuten Tiefschlaf - Sportbund gibt Punkte aus der Hand

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Diese Niederlage hätte nicht sein müssen. Der Sportbund Rosenheim hat sein Nachholspiel gegen den BCF Wolfratshausen verloren, nach der zweiten Niederlage in Serie wird es für die Grün-Weißen im Tabellenkeller immer bedrohlicher.

Aus dem Josef-März-Stadion berichtet Tobias Ruf

Hängende Köpfe, ratlose Gesichter, viele offene Fragen. Wie konnte der Sportbund Rosenheim dieses Spiel verlieren? 44 Minuten lang hatten die Mannen von Günter Güttler alles unter Kontrolle, der Gast aus Wolfratshausen fand kein Zugriff auf das Spiel.

Von Beginn an waren die Grün-Weißen spielbestimmend, erarbeiteten sich gute Torgelegenheiten und hätten bereits anch einer knappen Viertelstunde durch einen Sololauf von Mario Staudigl in Führung gehen müssen. Der Torjäger scheiterte am Gäste-Keeper Kevin Pradl, sein Teamkollege Markus Achatz machte es in der 27. Minute besser.

Der Außenverteidiger stand nach einer Staudigl-Flanke von der rechten Seite am zweiten Pfosten goldrichtig und musste nur noch den Kopf hinhalten, um den Ball aus wenigen Metern über die Linie zu drücken.

Vier Minuten entscheiden Begegnung

Die Hausherren gaben weiter den Ton an, Torhüter Dominik Zmugg verbrachte bis kurz vor der Pause einen ruhigen Abend. Dann aber nahm das Spiel eine abrupte Wende, die Rätsel aufgibt.

Mit einem herrlichen 16-Meter-Schuss in den Winkel glich Christopher Korkor eine Minute vor der Halbzeit aus, der Sportbund war von diesem überraschenden Gegentreffer sichtlich angeknockt.

Denn nur wenige Augenblicke nach Wiederanpfiff stellte Dominik Putzke auf 2:1, ehe sein Teamkollege Sebastian Pummer nur zwei Minuten später nachlegte.

Keine klare Linie erkennbar

Halbzeitübergreifend hatte der Sportbund das Spiel in nur vier Minuten komplett aus der Hand gegeben, von diesem Schock sollten sich die Rosenheimer nicht mehr erholen.

Das Team agierte weiter engagiert, fand aber nur noch selten den Weg vor das Wolfratshausener Tor. Der Gastgeber leistete sich zu viele Abspielfehler, es fehlte eine klare spielerische Linie und der BCF-Abweherverband stand gut gestaffelt.

Die Partie wurde immer ruppiger, Schiedsrichter Wolfgang Wallesch war nicht immer Herr der Lage und sorgte durch seine inkonsequente Art für zusätzliche Hektik auf dem ohnehin schon aufgehitzten Spielfeld.

Abstiegskrimi im Stadtderby

An Aggressivität udn Einsatzbereitschaft hat es beim Sportbund sicher nicht gemangelt, wieder einmal machte die nötige Konzentration einen Strich durch die Drei-Punkte-Rechnung.

Diese hätte der SB sehr gut gebrauchen können. Nach zwei Niederlagen in Serie steckt die Güttler Elf weiter auf einem Relegationsplatz fest und hat die Chance verpasst, sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen.

Am Sonntag kommt es gegen den TSV 1860 nicht nur zum Rosenheimer Stadtderby, es ist für beide Seiten ein ganz wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt.

 

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