Vorschau Kreisliga 2

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Mario Reichenberger vom FC Töging

28 Zu- und nur sechs Abgänge haben die 14 Vereine der Fußball-Kreisliga 2 während der Winterpause gemeldet. Das könnte zwar bedeuten, dass die höchste Spielklasse des Kreises Inn/Salzach in puncto Qualität zugelegt hat, muss es aber nicht. Denn: Nicht alle Neuen sind „Granaten“, einige werden zum Auftakt auf der Bank sitzen oder gar nicht zum Kader der „Ersten“ gehören. Dieser Fall trifft beispielsweise beim FC Perach zu, der am morgigen Sonntag die Runde mit der Heimvorstellung gegen den SV Oberteisendorf eröffnet (Nachholspiel).

Noch kürzer wie die Liste der Abgänge – zehn Vereine blieben ohne Abwanderer – ist die der neuen Trainer. Kein einziger der 14 Clubs tauschte im Winter den Mann an der Seitenlinie aus. Den einzigen Trainerwechsel der laufenden Saison gab’s bereits Anfang September, als Mario Reichenberger beim FC Töging II Udo Sigrüner (beziehungsweise Interimscoach Helmut Bichlmaier) ablöste.

Von der Landes- in die Kreisliga Coachingzone

Kurios: Reichenberger hatte kurz davor noch die „Erste“ der Töginger in der Landesliga Südost trainiert, war dort jedoch in der Begegnung beim VfB Hallbergmoos-Goldach in der Halbzeitpause beim Stand von 0:4 (zugleich Endstand) zurückgetreten. Eines steht jedoch fest: Mit ihm ging’s bei der „Zweiten“ wieder steil bergauf, nach anfänglichen Problemen kletterte das Team auf Rang vier. Obendrein ist der FC II mit einer Bilanz von zehn Zu- und null Abgängen auch noch Winter-Transferkönig.

Der eine oder andere Trainer hat übrigens schon für die Saison 2016/17 verlängert – etwa Tom Dengel beim SV Kay (der dann jedoch mit Ex-Erlbach-Kicker Andreas Huber einen neuen Partner bekommt) oder der frührere Burghausen-Spieler Willi Aigner beim TSV Siegsdorf. „Wir sind mit ihm gewaltig zufrieden“, betont Abteilungsleiter Adolf Krause, „wir hatten in der Wintervorbereitung inklusive Spieler der ,Zweiten‘ bis zu 31 Mann im Training.“

Neumarkt: Unzufriedenheit mit der Vorstandschaft

Nicht zufrieden mit seiner Vorstandschaft ist dagegen der Coach des Rangdritten TSV Neumarkt-St. Veit, Christoph Deißenböck. „Deshalb höre ich auch zum Saisonende hier auf“, sagt er klipp und klar. Wohin er wechselt, stehe noch nicht fest, erklärte er.

Ganz problemlos läuft’s auch beim SV Saaldorf nicht: Der Aufsteiger, der sensationell das Klassement anführt und mit Michael Hauser (13 „Buden“) auch den Führenden in der Torschützenliste stellt, hat zwar im Gegensatz zu Neumarkt-St. Veit keinerlei „Knatsch“ in der Führung, doch vier Spieler stehen der Truppe des Trainerduos Franz-Xaver Butzhammer/Mathias Rehrl vorerst nicht zur Verfügung: Rupert Auer und Harald Moosleitner (Auslandssemester) sowie die beiden verletzten Stefan Schreyer (heuer nicht mehr einsatzfähig) und Michael Schreyer (zwei bis drei Monate Pause).

Brustmuskelriss im Krafttraining

Das könnte die große Chance des aktuellen Tabellenzweiten TSV Teisendorf werden, doch auch dort muss Trainer Sepp Aschauer – wie Reichenberger mit Landesliga-Erfahrung ausgestattet – einen Leistungsträger längerfristig ersetzen. Raimund Gasser hat sich nämlich beim Krafttraining einen Brustmuskelriss zugezogen und fällt mit höchster Wahrscheinlichkeit für die restliche Saison aus. Dass die Teisendorfer vielleicht sogar eine Klasse höher bestehen könnten, haben sie am Mittwochabend mit dem 2:2-Remis bei Bezirksliga-Tabellenführer ESV Freilassing schon mal ein wenig angedeutet.

Im Abstiegskampf dürfte es die Landesliga-Reserve des SB Chiemgau Traunstein am schwersten haben. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das Konzept der U23 aus der Großen Kreisstadt wieder umgestellt wurde (im Gegensatz zur Herbstrunde gibt’s wieder Mannschaftstraining) und Trainer Bernd Ober zudem vier höherklassig erprobte Spieler reaktivieren konnte. Positiv für alle Abstiegskandidaten: Heuer gibt es nur einen Direktabsteiger, zwei Teams müssen – beziehungsweise dürfen – in die Relegation.

(Quelle: Trostberger Tagblatt)

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