Wacker: Das Personal-Karussell dreht sich

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Marcel Ebeling (li.) und Christoph Burkhrad (beide in weiß) bleiben beim SVW

Zwei Neuzugänge, zahlreiche Abgänge

Zwei Neuzugänge, zahlreiche Abgänge und einige Vertragsverlängerungen - vor dem letzten Saisonspiel des SV Wacker Burghausen am heutigen Samstag in Fürth dreht sich das Personal-Karussell: Mit Matthias Rahn (25) von den Sportfreunden Lotte und Dominik Weiß (20) vom FC Ingolstadt stehen die ersten Verstärkungen fest, mit Tobi Schröck (SG Sonnenhof Großaspach), Uli Taffertshofer (Ziel unbekannt) und Thomas Leberfinger (TSV Buchbach) verlassen aber auch drei Leistungsträger der vergangenen Jahre den Verein.

Abedin Krasniqi, erst im Februar von Alemania Aachen gekommen, hat als einziger der sieben Winterneuzugänge die Erwartungen von Trainer Uwe Wolf nicht erfüllt. Der verletzte Angreifer bekommt deswegen keinen neuen Vertrag, hat aber derzeit auch noch keinen neuen Verein. Wie Leberfinger haben Danilo Duvnjak, Lucas Altenstrasser und Dominic Bauer im Frühjahr unter Wolf keine Rolle mehr gespielt.

Drei Spieler kurz vor der Unterschrift

Ihre Verträge verlängert haben hingegen Philipp Knochner und Moritz Moser, die U19-Spieler Bence Pilisi und Torhüter Matthias Loibl werden übernommen, Stefan Wächter und Christoph Schulz, die ja bereits in der Frühjahrsrunde zum Einsatz gekommen sind, haben gültige Verträge. „Benjamin Kindsvater, Marcel Ebeling und Christoph Rech stehen kurz vor der Vertragsunterschrift“, hofft Mario Demmelbauer, dass weitere wichtige Säulen im Gerüst um Christoph Burkard, Daniel Hofstetter, Benjamin Kauffmann, Knochner und Moser erhalten bleiben.

Während der ausgeliehene Rech nach dem Abstieg von Jahn Regensburg vertraglos war, müssen die Burghauser im Fall Marius Duhnke noch abwarten. Der Angreifer ist ja von der SpVgg Unterhaching ausgeliehen und müsste im Falle eines Klassenerhalts der Hachinger eventuell zurück. „Das haben wir nicht in der Hand, da wissen wir erst am Samstag etwas mehr“, so der Sportliche Leiter. Sollte Unterhaching aus der 3. Liga absteigen, wäre auch Duhnke vertragslos und könnte in Burghausen bleiben.

Schröck wohl nicht zu halten

Rahn, der ursprünglich aus dem Stall von Rot-Weiß Erfurt stammt und bereits unter Wolf bei Hessen Kassel gespielt hat, absolvierte in dieser Saison 21 Spiele für Lotte in der Regionalliga West. „Mit Rahn haben wir einen kopfballstarken Spieler fürs Zentrum gefunden, der die Lücke schließen soll, die Schröck hinterlässt. Mit 25 Jahren ist er außerdem in einem Alter, in dem er schon etwas gesehen hat und genug Erfahrung mitbringt“, sagt Demmelbauer über den 1,93 Meter großen Defensivspezialisten, der als Innenverteidiger oder Sechser eingesetzt werden kann.

Flügelspieler Weiß genoss seine Ausbildung beim TSV 1860 München und beim FC Bayern München, wechselte noch im Junioren-Alter nach Ingolstadt und kam in dieser Saison 23 Mal bei der U23 in der Regionalliga zum Einsatz. „Für ganz nach oben hat es bei ihm in Ingolstadt nicht gereicht, jetzt will er sich bei uns weiter entwickeln“, erklärt Demmelbauer, der jedoch auch weiß: „Der Knipser, den wir auf jeden Fall brauchen, ist er nicht. Da sind wir noch mit entsprechenden Kandidaten schwer in Verhandlungen.“ Weiß konnte in 38 Regionalligaspielen für Ingolstadt gerade mal vier Treffer erzielen.

Den Wechsel von Schröck in die 3. Liga nach Großaspach wollte Demmelbauer nicht kommentieren: „Wir waren froh, dass er diese Saison für uns noch gespielt hat und es war eigentlich immer klar, dass er höherklassige Ambitionen hat.“ Dass auch Taffertshofer in die 3. Liga möchte, war ebenfalls schon länger bekannt, wohin es den Defensivspezialisten verschlägt, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Michael Buchholz 

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