„Wir stehen aktuell vor einer großen Herausforderung“

Problemen mit dem Hygienekonzept: Berlin setzt den Spielbetrieb aus

Ein Fußball der einen Mundschutz umgebunden hat.
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Amateurfußball in der Corona-Krise

Berlin - Die Bezirksregierungen in Berlin haben ein Hygienekonzept ausgearbeitet. Da dies den Berliner Fußball-Verband vor großen Problemen stellt, fällt der für das kommende Wochenende geplante Spieltag im Berliner Amateurfußball weitgehend aus.

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) setzt den Spielbetrieb, mit Ausnahme des laufenden Wettbewerbes der Herren-Berlin-Liga, bis einschließlich 4. September aus. Diese Entscheidung begründet der Berliner Fußball-Verband mit dem kurzfristig erhaltenen Rahmen-Hygienekonzept für ungedeckte Sportanlagen der Berliner Stadtbezirke. Dieses Konzept bringt riesige organisatorische Herausforderungen für die Berliner Fußballvereine mit sich, die innerhalb weniger Tage zwischen dem BFV und den Behörden nicht gelöst werden konnten.

Nicht betroffen sind die Oberliga Nord und Regionalliga Nordost

Der Spielbetrieb im Erwachsenenbereich (mit Ausnahme der Berlin-Liga der Herren) sollte laut Planung am kommenden Wochenende 29./30. August beginnen. Nunmehr ist der Saisonstart für das Wochenende 5./6. September geplant, an dem dann auch der Jugendbereich regulär den Spielbetrieb aufnimmt. Der ausgesetzte erste Spieltag sowie die angesetzten Pokalspiele im Frauen- und Jugendbereich werden nachgeholt. Nicht betroffen von dieser Präsidiums-Entscheidung sind die Berlin-Liga der Herren sowie die Spiele der Oberliga Nord und Regionalliga Nordost (beide NOFV-Bereich), da diese Spielklassen sich bereits im laufenden Ligabetrieb befinden.

Dem Berliner Fußball-Verband wurde in einem kurzfristig anberaumten Gespräch mit einigen Vertretern der Bezirksämter am 21. August erstmals ein Rahmenhygienekonzept vorgelegt, aus dem die Problematik zu der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5-Metern bei der Nutzung der Kabinenräume auf den Sportanlagen benannt wurde. Diese gesundheitlichen Bedenken teilt der Berliner Fußball-Verband ausdrücklich. Dennoch gehen die Behörden aktuell davon aus, dass am Wochenende (Samstag/Sonntag) nur zwei Spiele pro Spielfeld möglich sind (10 Uhr, 14 Uhr). Damit wäre ein geregelter Amateur-Spielbetrieb in Berlin nicht möglich.

Spielausfällen und ein mögliches Chaos auf den Berliner Sportplätzen soll verhindert werden

Nach interner Prüfung des Rahmenhygienekonzeptes sowie weiteren intensiven Gesprächen, insbesondere mit den Spieltechnikern des BFV und der Politik, ist das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes zur Entscheidung gekommen, den ersten Spieltag der neuen Saison präventiv auszusetzen, um die Kabinenproblematik final mit den Sportämtern zu klären. Das Risiko von Spielausfällen und ein mögliches Chaos auf den Berliner Sportplätzen gilt es aus Sicht der Personen des BFV-Spielbetriebes zu verhindern.

Der Berliner Fußball-Verband verfolgt das Ziel, die Saison in der kommenden Woche fortzusetzen und den Spielbetrieb mit größtmöglicher Flexibilität zu organisieren. Stand heute ist eine ordnungsgemäße Durchführung der Saison gefährdet, weshalb der BFV sich zunächst für eine Aussetzung entschieden hat.

„Wir stehen aktuell vor einer großen Herausforderung“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Wir stehen aktuell vor einer großen Herausforderung, was die Durchführung eines ordnungsgemäßen Spielbetriebs während einer Pandemie betrifft. Daher tut es mir für alle Aktiven unheimlich leid, dass der Saisonstart um eine Woche verschoben werden muss. Es bedarf in einer solchen Situation einer kurzfristigen Entscheidung, die wir mit dem Aussetzen des ersten Spieltages getroffen haben. Politik und Sport müssen diese Herausforderung nun Hand in Hand bewältigen, mit dem Grundsatz, Sport zu ermöglichen und die Gesundheit aller nicht zu gefährden.“

Joachim Gaertner, stellvertretend für den Spielbetrieb des Berliner Fußball-Verbandes, ergänzt: „Die Pandemie und ihre dynamische Entwicklung werden weiterhin einen Einfluss auf den Sport haben und uns allerhöchste Flexibilität in der Organisation unseres Spielbetriebs abfordern. Daher gilt es schnellstmöglich und partnerschaftlich mit den Berliner Bezirken eine Lösung zu finden, um für die Amateursaison 2020/2021 einen fairen und chancengleichen, sportlichen Wettbewerb zu ermöglichen.“

Pressemitteilung Berliner Fußball-Verband



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