Der Sportlicher Leiter erklärt die Hintergründe des Umbruchs

Buchbachs Hanslmaier: "Müssen den Gürtel in Zukunft enger schnallen"

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Georg Hanslmaier betont im Interview, dass sich der TSV Buchbach in einem Übergangsjahr befindet.

Buchbach - Im Sommer hat sich einiges getan beim TSV Buchbach. Der Regionalligist hat seinen Kader verändert und setzt nun auf junge entwicklungsfähige Spieler. Georg Hanslmaier, Sportlicher Leiter beim TSV Buchbach, erklärt im Beinschuss-Interview den Umbruch.

Beim TSV Buchbach hat sich im Sommer einiges getan. Der Regionalligist hat einen Umbruch im Kader vollzogen und setzt in Zukunft auf junge Spieler. Deshalb wurden die auslaufenden Verträge von zum Teil langjährigen Spielern nicht verlängert. Im Gegensatz dazu wurden junge und entwicklungsfähige Talente verpflichtet.

Dazu gehören Felix Breuer, Manuel Mattera, Andreas Steer, Christoph Steinleitner und Lukas Sehorz. beinschuss.de hat mit Georg Hanslmaier, Sportlicher Leiter beim TSV Buchbach, über den Umbruch und dessen Hintergründe gesprochen und gefragt, was nun auf die Mannschaft zukommt.

Herr Hanslmaier, bekannte Gesichter haben den TSV verlassen, junge Spieler sind dazugekommen. Warum hat sich der Verein gerade jetzt für den Neuaufbau entschlossen?

Georg Hanslmaier: Mittelfristig gesehen hätten wir in den nächsten Jahren sowieso einen Umbruch vollziehen müssen, da die Altersstruktur im Kader irgendwann zu hoch gewesen wäre. Aber in diesem Sommer war der Schritt noch nicht geplant. Doch aufgrund der Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen hat sich dies nun beschleunigt.

Wo Sie gerade die wirtschaftliche Seite ansprechen: Wie steht es finanziell um den TSV?

Hanslmaier: Wir stehen stabil da und alles ist soweit in Ordnung. Aber natürlich spüren wir die finanziellen Auswirkungen, wenn eine halbe Saison ausfällt und wir keine Einnahmen durch Zuschauer und Catering am Spieltag generieren können. Dies ist, neben den Sponsoren, eine wichtige Säule für uns. Zudem laufen gewisse Kosten weiter. Klar ist, dass wir in Zukunft den Gürtel enger schnallen müssen. Unser Ziel ist es weiterhin unseren Fans Regionalliga-Fußball bieten zu können.

Hanslmaier: "Wir haben niemanden weg geschickt"

Die Mannschaft steht vor dem Re-Start auf dem achten Tabellenplatz und wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Hat diese Situation auch Einfluss auf die Entscheidung für den Umbruch gehabt?

Hanslmaier: Natürlich hat dies eine Rolle gespielt. Wir haben noch elf Spiele bis Mai 2021 und es ist absehbar, dass wir die Liga halten. Die jungen Spieler können sowohl in der Liga als auch im neu geschaffenen Ligapokal Spielpraxis sammeln und sich präsentieren. Wir wissen aber auch, dass wir ihnen Zeit geben müssen und die werden sie bekommen. Wir befinden uns jetzt in einem Übergangsjahr.

Spieler, die jetzt nicht mehr da sind, waren zum Teil über zehn Jahre im Verein. Wie verlief die Trennung?

Hanslmaier: Wir haben niemanden weg geschickt oder ihn trotz Vertrages entlassen, sondern auslaufende Verträge konnten Corona geschuldet nicht verlängert werden. So geht es aber nicht nur uns, sondern auch zahlreichen anderen Regionalligisten.

Hanslmaier: "Die Mischung aus Erfahrung und Jugend im Team stimmt"

Werden Sie nochmal aktiv auf dem Transfermarkt oder steht der Kader für den Re- Start?

Hanslmaier: Der Kader ist zu 95 Prozent komplett. Eventuell werden noch ein oder zwei Spieler dazukommen. Wir sind aber davon überzeugt, dass die Mischung aus Erfahrung und Jugend im Team stimmt und wir eine gute Struktur haben. Mir ist nicht Angst und Bange, sondern ich bin davon überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft aufs Feld schicken werden.

Sie haben die Mischung aus Erfahrung und Jugend bereits angesprochen. Welche Aufgaben kommen nun auf die “alten Hasen” zu?

Hanslmaier: Wir haben sieben bis acht erfahrene Spieler. Mit Daniel Maus im Tor, Thomas Leberfinger in der Abwehr, Patrick Walleth, Chistian Brucia, Aleksandro Petrovic im Mittelfeld, und Karl-Heinz Lappe vorne im Sturm haben wir weiterhin eine Achse, die allesamt große Erfahrung in der Regionalliga hat. Der eine oder andere wird in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen müssen. Klar ist, dass sich eine neue Hierarchie innerhalb der Mannschaft bilden wird.

Die Mannschaft startete bereits mit der Vorbereitung. Wie kamen die Spieler aus der Zwangspause zurück?

Hanslmaier: Jeder einzelne war hoch motiviert im Training. Ich blicke optimistisch in die Zukunft und hoffe, dass bald wieder Freundschaftsspiele möglich sind. Denn nur dann können wir ab dem 4. September mit dem Spielbetrieb loslegen. Uns muss aber allen bewusst sein, dass wir uns weiterhin in einer kritischen Zeit befinden.

Danke für das Interview.

ma



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