Crowdfunding des Regionalligisten ein voller Erfolg

Wacker-Geschäftsführer Huber: "Im Namen des ganzen Vereins möchte ich danke sagen"

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Burghausen - Die Crowdfunding-Aktion des Regionalligisten SV Wacker Burghausen war ein voller Erfolg. Insgesamt sammelte der Club 29.547 Euro ein. Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber ist erfreut über die Unterstützung.

Nach vier Wochen ist die Crowdfunding-Aktion des SV Wacker Burghausen beendet. Zunächst gab der Regionalligist das Ziel aus, 5.000 Euro durch die Spenden einzunehmen. Doch dieses Ziel wurde bereits nach nicht einmal 24 Stunden erreicht. „Das ist einfach nur überwältigend und zeigt, welche Rolle der Fußball in der Region nach wie vor einnimmt“, sagte Geschäftsführer Andreas Huber Anfang April. Am Ende sind sogar 29.547 Euro zusammengekommen. "Im Namen des ganzen Vereins möchte ich allen Unterstützern danke sagen", so Huber auf Nachfrage von beinschuss.de. "Man sieht, dass eine Fan-Gemeinde immer noch vorhanden ist und wir auf dem richtigen Weg sind." Insgesamt hat das Projekt 339 Unterstützer gefunden. Huber: "Ganz besonders hat uns gefreut, dass auch ehemalige Jugendspieler und die Stadt Burghausen mit Oberbürgermeister Hans Steindl sich an der Aktion beteiligt haben."


Das Geld soll die laufenden Fixkosten abdecken

Aufgrund der Corona-Pandemie ruht seit Anfang März der Spielbetrieb in ganz Bayern. Der SV Wacker rechnet mit einem Gewinn von bis 6.000 Euro pro Heimspiel, doch durch die Einstellung des Spielbetriebs entstand hier eine Finanzlücke. Das gesammelte Geld entspricht in etwa den noch sechs ausstehenden Spielen im heimischen Sportpark. Daher konnte die Lücke geschlossen werden. "Die Summe soll die bestehenden und laufenden Fixkosten während des Sportverbots abdecken. Darunter sind Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Versicherungen, Energiekosten sowie Gehälter, bei denen keine Kurzarbeit möglich ist (beispielsweise Minijobs), enthalten", so Huber weiter.


Besonders die Fanschals und Biergläser waren beliebt

Als Ansporn für eine Spende hat der Regionalligist Dankeschöns zur Verfügung gestellt, die sich nach Höhe der Spende richten. Huber: "Besonders beliebt waren die Fanschals, die wir zusammen mit unseren Fans designed haben. Außerdem die Sporthose mit dem Retro-Logo, die Stadionsitze mit Lehne und die Biergläser." Der SV will in den kommenden Tagen alle Unterstützer in einem persönlichen Brief anschreiben und sich bedanken. Außerdem soll geklärt werden, ob die Dankeschöns verschickt oder abgeholt werden. "Wir hoffen, dass wir Mitte oder Ende Mai einen großen Abholtag veranstalten können", so der Wacker-Geschäftsführer weiter. "Ob dies allerdings möglich ist, werden wir sehen. Wir sind dabei an die staatlichen Vorgaben gebunden." Ansonsten können alle Unterstützer die Produkte beim ersten Heimspiel nach der Corona-Pause abholen. 

Geschäftsführer Huber: "Eine Fortführung der Saison würde für uns wirtschaftlich schwierig werden"

Wie es allerdings mit der Saison in der Regionalliga Bayern weitergeht, ist noch völlig offen. Die Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbandes, die Saison 2019/20 bis zum 31. August auszusetzen und anschließend fortzusetzen, gilt bislang nur von der Bayernliga abwärts. "Eine Fortführung der Saison würde für uns wirtschaftlich schwierig werden", sagt Wacker-Geschäftsführer Huber. Die Regionalliga gilt als Schnittstelle zum Profifußball, weshalb die Verantwortlichen von einer Entscheidung aus der 3. Liga abhängig sind. Hier hat eine Umfrage unter den Vereinen ergeben, das zehn Clubs für eine Fortsetzung der Spielzeit mit Geisterspielen sind. Acht Vereine votierten dagegen, zwei enthielten sich. Es bleibt also spannend, wie es mit der Regionalliga-Saison weitergeht.

ma



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