SV Wacker Burghausen erreicht Crowdfunding-Ziel

Geschäftsführer Huber über die Welle der Solidarität: "Das ist überwältigend"

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Burghausen - Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass der SV Wacker Burghausen Kurzarbeit anmelden musste, rief der Regionalligist nun ein Crowdfunding-Projekt ins Leben. Nach einem Tag wurde das Ziel von 7.500 Euro bereits erreicht. Nun meldete sich Geschäftsführer Andreas Huber zu Wort und freut sich über die Welle der Solidarität.

Update, Donnerstag (2. April), 10.27 Uhr: Pressemeldung SV Wacker Burghausen

Eine unglaubliche Welle der Solidarität hat das Crowdfunding-Projekt „Zsammhoitn für den SV Wacker Burghausen“ ausgelöst. Bereits in der ersten Stunde nach Startschuss konnte die gemeinschaftliche Aktion zwischen Verein und Fans die 1.000 Euro-Marke knacken, später am Abend sogar das angegebene Fundingziel von 7.500 Euro übertreffen. Aktuell steht man bei unglaublichen 11.632 Euro (Stand 2. April, 10.15 Uhr).


„Das ist einfach nur überwältigend und zeigt, welche Rolle der Fußball in der Region nach wie vor einnimmt“, so Geschäftsführer Andreas Huber. Man sei im Verein unglaublich stolz und dankbar über diesen Zusammenhalt. Unsere Fans und die Bevölkerung der Stadt Burghausen sowie der Region haben wie so oft gezeigt, dass sie auch in schlechten Phasen hinter Team und Verein stehen. Ein Anfang ist gemacht und die Kosten für die ersten Wochen ohne Spieleinnahmen sind nun leichter darstellbar. Weiterhin zählt aber jeder Cent um bei fortdauernder Sportsperre eine wirtschaftliche Stabilität zu erreichen, da auch ohne Sportbetrieb Minijobs, Energiekosten und Instandhaltung des Sportparks anfallen. Huber weiter: „Wir hoffen auf fortlaufende tolle Unterstützung von allen Seiten. Ich hätte nie gedacht, dass wir so schnell einen solchen Betrag schaffen, sollten wir tatsächlich eine Verdoppelung des Ziels erreichen, wäre das fantastisch. Mit dem jetzigen erreichten Betrag haben wir dieselben Einnahmen wie bei einem Heimspiel in der Wacker-Arena.“

Die Kampagne läuft noch bis zum 30. April. Es sollen in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder neue „Dankeschöns“ auf der Plattform eingestellt werden. „Wir werden uns zusammen mit den Fans noch einiges einfallen lassen; immer wieder online vorbeizuschauen, lohnt sich also“, fügt der Geschäftsführer hinzu.


Pressemitteilung SV Wacker Burghausen

Update, Mittwoch (1. Apri), 16.18 Uhr:

Am Dienstag startete der Regionalligist SV Wacker Burghausen ein Crowdfunding-Projekt. Damit wollte der Verein 7.500 Euro an Spenden einsammeln, um die laufenden Fixkosten abzufangen. Nicht einmal 24 Stunden nach dem Start ist diese Summe bereits zusammengekommen. Insgesamt 164 Unterstützer haben 7.718 Euro (Stand 1. April, 16 Uhr) gespendet

"Vielen Dank für eure unglaubliche Unterstützung", bedankt sich Wacker-Kapitän Philipp Maier via Instagram für den Support. Die Aktion läuft weiter, auf der Crowdfunding-Seite werden neue "Dankeschöns" freigeschalten. So werden im Laufe des Mittwochnachmittags weitere Torwarthandschuhe zur Verfügung gestellt.

Vorbericht

Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin fest im Griff und die Auswirkungen bekommt nun auch der SV Wacker Burghausen zu spüren. Der Regionalligist ist aufgrund der Aussetzung des Spielbetriebs im Jahr 2020 noch ohne Einnahmen. Deshalb entschied die Geschäftsführung am vergangenen Donnerstag Kurzarbeit anzumelden. Nun rief der Verein ein Crowdfunding-Projekt ins Leben. 

Unter dem Motto "Zsammhoitn für den SV Wacker Burghausen" will der Verein 7.500 Euro sammeln. Ziel ist es, mit den Spenden die laufenden Kosten abzufangen. "Während die Fußball GmbH bereits Kurzarbeit beantragt hat, fallen bei fehlenden Einnahmen trotzdem viele Fixkosten an. Diese sollen abgefedert werden um die wirtschaftliche Stabilität zu sichern", teilt der Verein mit. Die Crowdfunding-Aktion wurde zusammen mit Vertreten der Fans entwickelt und läuft vom 30. März bis zum 30. April. Spenden können alle Fans und Mitglieder des SV Wacker, sowie die Bürger in und um Burghausen. "Stellt euch vor die Saison geht weiter und die "Schwarz-Weißen" sind nicht mehr dabei. Keine Heimspiele mehr in der Wacker-Arena, keine Derbys mehr."

Burghausen Geschäftsführer Andreas Huber: Wir haben eine tolle Fangemeinschaft

Das Geld soll dabei ausschließlich die bestehenden und laufenden Fixkosten während der Aussetzung des Spielbetriebs abdecken. "Darunter sind Instandhaltungs- und Reparaturkosten, Versicherungen, Energiekosten sowie Gehälter, bei denen keine Kurzarbeit möglich ist, enthalten", erklärt der Verein. Hinter der dem Crowdfunding-Projekt steht neben der Wacker Burghausen Fußball GmbH auch der Hauptverein sowie alle Sportler, Trainer und Funktionäre.

Bislang haben 81 Personen bereits 3.383 Euro gespendet (Stand 31. März 14 Uhr). "Hier sieht man, was wir für eine tolle Fangemeinschaft haben" freut sich Geschäftsführer Andreas Huber auf Nachfrage von Beinschuss.de. "Wir rücken in dieser Krise alle näher zusammen." Je nach Höhe der Spende hat der Regionalligist zum Dank sich etwas einfallen lasse. Von neuen Fanartikeln, die in Zusammenarbeit zwischen Fans und Verein entworfen wurden, bis hin zu einem eigenen Spiel mit der Mannschaft in der Wacker-Arena haben die Spender dabei die Gelegenheit, jede Menge lässige Sachen als "Dankeschön" für eure Spende zu erhalten. Zudem gibt es auch ein Ticket für ein virtuelles Spiel gegen den Corona-Virus, das für fünf Euro erhältlich ist.

Huber über Kurzarbeits-Antrag: "Die Entscheidung war alternativlos"

In einem offenen Brief kündigte der SV Wacker Burghausen vergangene Donnerstag an, dass der Verein Kurzarbeit angemeldet hat. "Die Entscheidung war alternativlos", teile Geschäftsführer Andreas Huber mit. "Um die wirtschaftliche Situation der Wacker Burghausen Fußball GmbH zu stabilisieren, haben wir uns entschieden, Kurzarbeit anzumelden und somit die staatlichen Zuschüsse für unser Unternehmen in Anspruch zu nehmen." 

Ob diese Maßnahmen auch den Hauptverein betreffen könnten, muss in den nächsten Wochen abgewartet werden. Die Angestellten, Trainer und Spieler haben dieser Maßnahme zugestimmt und verzichten auf ihr Gehalt verzichten. "Wir sind stolz und äußerst dankbar über diese Solidaritätsbekundung. Wir können nur gemeinsam die Krise meistern", so Huber.

ma



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