Beinschuss.de spricht mit Spielern über die aktuelle Situation

Burghausens Kapitän Philipp Maier: "Es wird Gewinner und Verlierer geben"

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Philipp Maier vom Regionalligisten SV Wacker Burghausen nutzt die freie Zeit, um Schafkopfen zu lernen und seine Bachelorarbeit zu schreiben.

Burghausen - Der Spiel- und Trainingsbetrieb im Amateurfußball ruht wegen der Corona-Pandemie in ganz Bayern. Beinschuss.de hat bei Philipp Maier vom SV Wacker Burghausen nachgefragt, wie er sich die Zeit vertreibt und wie er sich fit hält.

Die Corona-Krise legt den Amateurfußball lahm. Bis mindestens 19. April finden vorerst keine Spiele statt, diese Maßnahme könnte allerdings von Seiten des Bayerischen Fußball-Verbandes verlängert werden.

Beinschuss.de spricht mit den Spielern aus der Region, wie sie mit der derzeitige Situation umgehen, wie sie sich fit halten und was sie am meisten vermissen. Philipp Maier, Kapitän des Regionalligisten SV Wacker Burghausen, stellte sich nun den Fragen.

Hallo Philipp Maier, die wichtigste Frage vorne weg: Wie geht es Ihnen?

Philipp Maier: "Gesundheitlich geht es mir und meiner Familie, sowie meinen Freunden, zum Glück noch gut. Ich denke aber oft an diejenigen, die diese Situation gerade sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich trifft. Wir stecken in einer Krise. So etwas geht nicht spurlos an einem vorbei."

Wie gehen Sie mit der aktuellen Lage um?

Maier: "Die momentane Situation ist natürlich nicht einfach. Ich versuche, so gut es geht, mich der aktuellen Situation anzupassen. Meine sozialen Kontakte habe ich auf meine Familie beschränkt und auch sonst halte ich mich an die von der Regierung vorgegebenen Anweisungen. Ich denke, es ist jetzt einfach wichtig als Gesellschaft zusammenzustehen und den Corona-Virus schnellstmöglich einzudämmen."

Wie vertreiben Sie sich die Zeit?

Maier: "Ich habe vor zwei Wochen mit meiner Bachelorarbeit begonnen. Das nimmt momentan die meiste Zeit in Anspruch. Die verbleibende Zeit nutze ich dafür, um mich fit zu halten oder einfach mal Zeit mit meiner Familie oder Freundin zu verbringen. Netflix bietet natürlich auch eine willkommene Abwechslung und mein Bruder versucht mir gerade Schafkopfen beizubringen."

Fanden Sie die Entscheidung richtig, dass der Spielbetrieb bis zum 19 April eingestellt wurde?

Maier: "Ja definitiv. Wir alle haben im Moment eine wichtige Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Es war äußerst notwendig, den Spielbetrieb einzuschränken. Es geht im Moment nicht um uns, sondern die schwächeren der Gesellschaft. Auch wenn Fußball in meinem Leben einen sehr hohen Stellenwert hat, über allem steht die Gesundheit. Ich bin mir sicher, dass wir alles umso mehr schätzen werden, wenn es wieder los geht."

Auch der Trainingsbetrieb ruht. Wie halten Sie sich derzeit fit?

Maier: "Der Coach hat uns einen Trainingsplan gegeben. Der Plan beinhaltet sowohl Ausdauereinheiten, als auch Stabilisationsübungen. Mit der Mannschaft zu trainieren ist natürlich momentan nicht möglich. Da mir der Ball am Fuß aber schon sehr fehlt, habe ich mir schon das ein oder andere Mal im Garten mit meinem Bruder ein Duell beim Fußballtennis geliefert."

Wie geht der Verein mit der Situation um?

Maier: "Der Verein hält sich verständlicherweise strikt an die Vorgaben. Sobald es wieder möglich ist zu trainieren, werden wir das auch tun."

Nach Ostern soll es nach aktuellem Stand wieder weitergehen. Wie geht es Ihrer Meinung nach mit der Punktspielrunde weiter?

Maier: "Das ist schwierig zu sagen. Sollte es nach Ostern wieder weitergehen, wäre es natürlich eine Möglichkeit die abgesagten Spiele in englischen Wochen aufzuholen, um die Saison regulär zu beenden. Sollte es nach Ostern nicht möglich sein wieder zu spielen, denke ich, ist es egal welchen Modus man wählt, es wird dann Gewinner und Verlierer geben. Ich hoffe jedoch, dass es irgendwie noch möglich ist, die Saison regulär zu beenden."

Zum Abschluss: Was vermissen Sie in dieser Zeit am meisten? Und auf was freuen Sie sich, wenn die Krise überstanden ist?

Maier: "Mir persönlich geht natürlich das Miteinander in der Kabine und auf dem Platz mit meinen Teamkollegen besonders ab. Auch die sozialen Kontakte oder sich einfach mal ins Kaffee zu setzen, fehlen mir schon etwas. Am meisten freue ich mich, wenn ich einfach wieder den Ball am Fuß habe, mit meinen Teamkollegen auf dem Platz stehe kann und es um Zählbares geht."

ma



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