Ligapokal, "Best of 5-Modus" und wohl keine Saison 20/21

Regionalliga Bayern wird fortgesetzt: So lauten die Planungen des BFV

Bayern - Die Regionalliga Bayern wird fortgesetzt. Doch was passiert mit der Saison 2020/21. Wie nun spekuliert wird, könnte diese Spielzeit komplett ausfallen, stattdessen soll offenbar ein Ligapokal ausgetragen werden. Dadurch wird es wohl keine Aufsteiger aus der Bayernliga geben.

Nun ist also die Entscheidung in der Regionalliga Bayern gefallen. Wie der BFV-Vorstand am Donnerstagabend beschlossen hat, wird die Saison 2019/20 am 1. September fortgesetzt. Eine Mehrheit der Regionalliga-Klubs sprach sich für die Lösung aus, so auch der TSV Buchbach und der TSV 1860 Rosenheim

Die noch ausstehenden elf Spieltage sollen zunächst zu Ende gespielt werden. Wahrscheinlich wird die Spielzeit ohne Spitzenreiter Türkgücü München beendet, der ab September bereits in der 3. Liga starten könnte. Die gegen Türkgücü erzielten Punkte müssten dann aus der Wertung genommen werden. Zudem wird aller Voraussicht nach Türkgücü am DFB-Pokal 2020/21 teilnehmen.

Ligapokal statt Saison 2021/22?

Wie Bayreuths Geschäftsführer Wolfgang Gruber auf seine Facebook-Seite schreibt, soll der DFB-Pokal Platz für die Saison 2021/22 in einem Ligapokal ausgespielt werden. Dieser Wettbewerb sieht vor, dass zuerst in Kleingruppen gespielt und anschließend ab Viertelfinale bis Finale der Sieger ermittelt wird. Der Gewinner des Liga-Pokals zieht dann in die DFB-Pokal Hauptrunde ein. Der Verlierer des Finals und die beiden anderen Halbfinalteilnehmer sollen dann am Totopokal teilnehmen und steigen ab dem Viertelfinale ein. 

Auch ein Aufsteiger in die 3. Liga im Sommer 2021 soll es geben. Die Mannschaften, die nach den noch elf zu absolvierenden Spielen aus der Saison 2019/20 unter den ersten vier stehen und einen Lizenzantrag für die Dritte Liga gestellt haben, nehmen an einem Playoff-Spielmodus teil. Dabei soll im Best-of-Five Modus ein Team ermittelt werden, dass im Sommer 2021 an der Relegation zur 3. Liga teilnimmt.

All diese Planungen deuten daraufhin, dass die Saison 2020/21 komplett ausfallen könnte. Zudem wird es wohl keine Aufsteiger aus der Bayernliga geben, genauso wie es keine Absteiger aus der Regionalliga geben könnte. Der BFV hat dazu noch keine weiteren Details veröffentlicht. "Damit werden etwa 24 Pflichtspiele ab 1. September festgelegt, von denen viele einen Finalcharakter haben und alle sportlich wichtigen ZIele erreicht werden können", schreibt Gruber weiter. Dies sei auch aus der Sicht der Sponsoren wichtig gewesen, um einen sportlich interessanten Wettbewerb anbieten zu können.

Bayreuth zeigt sich nach dem Ärger zufrieden mit der Lösung

Der Streit zwischen der SpVgg Bayreuth und dem BFV schien Anfang der Woche zu eskalieren. Doch nun zeigt sich der Geschäftsführer der SpVgg zufrieden mit der Lösung. "Eine Niederlage für die Altstadt? Nein, nur auf den ersten Blick. Zwar stimmten wir aus sportlichem Prinzip weiter für einen Abbruch, aber wir können mit der gefundenen Lösung sehr gut leben", schreibt Gruber. "Aus unserer Sicht hat unsere Standfestigkeit der letzten Tage ganz erheblich zu diesen Lösungen beigetragen. Wir für uns glauben, dass die Lösung Saisonfortsetzung vor wenigen Tagen noch anders ausgesehen hätte."

In einem Punkt allerdings sind sich beide Parteien nicht einig geworden. "Gegen die willkürliche Zuteilung eines DFB-Pokalplatzes 2020/21 haben wir Klage eingereicht. Dieser Meinungskonflikt soll unter Billigung des BFV juristisch ausgetragen werden. Für uns wäre nur vorstellbar, diese “Nominierung” zu akzeptieren, wenn der finanzielle Antrittsvorteil in der Regionalliga Bayern aufgeteilt wird", so Gruber.

ma

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)



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