TSV 1860 Rosenheim - TSV Buchbach 2:3

Derby-Wahnsinn: Keeper-Tor bringt Buchbach den Klassenerhalt!

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Keeper Alex Strobl köpft in der 97. Minute den Siegtreffer der Buchbacher in Rosenheim!

Rosenheim - Mit einem Finish, das seines Gleichen sucht, rettete sich der TSV Buchbach in einer ellenlangen Nachspielzeit vor der drohenden Abstiegs-Relegation und gewann das Derby beim TSV 1860 Rosenheim. Ausgerechnet ihr Torhüter Alexander Strobl, der einen dicken Fehler ausbügelte, sicherte den Buchbachern den Klassenerhalt - in einem dramatischen Endspurt.

In diesem mit Spannung erwarteten Regionalduell vor 600 Zuschauern, von denen auch zahlreiche aus Buchbach und Umgebung angereist waren, ging es nur noch für eine von beiden Mannschaften um alles. Und zwar für den TSV Buchbach - die Kicker des TSV 1860 Rosenheim konnten ihr letztes Heimspiel in aller Ruhe und eher unter dem Motto "gelungener Saisonabschluss" angehen.


Mehr als unterschiedliche Ausgangslagen

Sie hatten ihre Aufgaben bereits zuvor vollumfänglich und erfolgreich erledigt, eine gemessen an den Voraussetzungen Mega-Saison hingelegt - und waren aller Sorgen ledig. Buchbach hingegen musste unbedingt dreifach punkten um der Abstiegs-Relegation inklusive der drohenden Bayernliga zu entgehen - denn damit, dass ausgerechnet Schlusslicht Bayern Hof dem direkten Konkurrenten SV Schalding-Heining ein Bein stellen würde, war wirklich nicht zu rechnen.

Somit war auch die Ausgangslage klar: Die Rosenheimer agierten frei, waren zu Beginn auch noch recht ordentlich im Spiel, dies schwächte sich allerdings immer mehr ab, je länger die erste Halbzeit andauerte - phasenweise war es doch sehr zerfahren. Buchbach war ob der eigene Ausgangslage deutlich nervöser - aber eben auch mit einer Portion mehr Biss, gewann mehr zweite Bälle. Das Ganze hielt sich in etwa die Waage - große Vorteile hatte keine der beiden Mannschaften in diesem ausgeglichenen ersten Durchgang.


Drofa köpft Buchbach in Front

Den ersten Punch setzten die abstiegsbedrohten Gäste: Eine Flanke von der linken Seite erreichte in der Mitte den sträflich freistehenden Buchbacher Stürmer Patrick Drofa. Der brachte zwar den Ball aufs Tor - aber eigentlich gar keine Geschwindigkeit mehr hinter das Leder. Doch 1860-Keeper Dominik Süßmaier kam, obwohl in der Ecke, nicht mehr heran - und das Leder senkte sich hinter ihm ins Netz (27.)! 0:1 - Buchbach war auf Kurs.

Service:

Doch die Führung beruhigte das Gemüt der Gäste nur scheinbar. Jetzt, wo sie etwas zu verlieren hatten, begannen die Buchbacher vielleicht etwas früh auf die Uhr zu schauen, wollten den errungenen Zwischenstand erst einmal verteidigen - und wurden darüber ein wenig zu passiv. Dies führte schließlich dazu, dass die Rosenheimer - obwohl eigentlich nicht wirklich im Spiel - zehn Minuten darauf, auf noch kuriosere Weise zum Ausgleich kamen.

Linner-Ausgleich per Hinterkopf!

Einem langen Ball der Rosenheimer in den Sechzehner der Buchbacher folgte eine Slapstick-Einlage von Gästetorhüter Strobl, der nicht ans Leder kam. Der zweite Ball kam postwendend als Bogenlampe über ihn hinweg zurück - und zu Korbinian Linner. Der Instinktfußballer setzte mit seiner ureigenen Art mit dem Hinterkopf zu einem Kopfballheber an - und beförderte das Spielgerät über Freund und Feind hinweg in das verlassene Tor (37.)!

1860 Rosenheim - TSV Buchbach

TSV 1860 Rosenheim - TSV Buchbach
TSV 1860 Rosenheim - TSV Buchbach © Michael Buchbach
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Da weitere Halbchancen, vielversprechende Angriffe und Distanzschüsse auf beiden Seiten nicht zu Treffern geführt hatten, ging es schließlich mit diesem 1:1 in die Kabinen. Es war ein leistungsgerechtes Unentschieden. Doch Buchbach musste sich dringend etwas einfallen lassen, um den Platz als Sieger zu verlassen - und die unliebsamen Abstiegs-Relegationsspiele zu vermeiden.

Heiß mit Köpfchen und Wucht - 2:1 für die Sechziger

Nach der Pause kamen beide Teams unverändert auf das Feld zurück. Und auch das Spielgeschehen änderte sich nicht großartig. Es blieb ein eher zähes Fußballspiel - aber ein enges Aufeinandertreffen, welches von der Spannung lebte.

Diesmal allerdings waren es die Rothemden aus Rosenheim welche in Führung gingen. Nach einem groben Schnitzer der Buchbacher im Abwehrverhalten bei einer Standardsituation: Maximilian Mayerl brachte eine Freistoßflanke von der rechten Seite aus 35 Metern herrlich herein - und die Gäste ließen in der Mitte ausgerechnet den enorm kopfballstarken Kapitän der Sechziger Matthias Heiß vollkommen frei zum Kopfball kommen. Heiß nahm das Geschenk dankend an - und wuchtete die Kugel platziert und unhaltbar ins rechte Eck (51.)!

Jetzt waren die Rosenheimer endgültig im Vorteil - und der TSV Buchbach richtig unter Druck. Doch da die Sechziger dies nicht für sich nutzen konnten und sich auch spielerisch nicht steigerten, blieb das Spiel weiterhin ausgeglichen. Buchbach machte nicht den Fehler, Kopf und Geduld zu verlieren - und zu glauben, jetzt liefe die Zeit davon.

Plötzlich ist Thee da - alles wieder ausgeglichen

Eine Viertelstunde später wurde das an sich glauben und weiterarbeiten mit dem Ausgleich belohnt: Ein schöner Steckpass, der allerdings gegen schlecht stehende Rosenheimer viel zu einfach gespielt werden konnte, setzte auf halbrechts Buchbachs Stephan Thee in Szene. Der blieb ganz frei auch ganz cool - und schob den Ball von der Strafraumgrenze am weit herausgeeilten Süßmaier vorbei zum 2:2 ins Netz (64.)!

Jetzt war hier endgültig Feuer drin - eine äußerst spannende und nervenaufreibende Schlussphase stand an. Es ging rauf und runter, hin und her. Buchbach musste immer mehr unbedingt - und Rosenheim wollte das natürlich zu Kontern nutzen. Auf beiden Seiten wurden hochkarätige Torchancen vergeben. Und obwohl weitere Treffer nur eine Frage der Zeit zu sein schienen, änderte sich am Spielstand zunächst nichts.

Irre Nachspielminuten - Buchbachs Saison auf der Kippe

So ging es in die wahnsinnigen letzten Spielminuten inklusive Nachspielzeit. Es war verrückt, was sich hier im Jahnstadion noch abspielen sollte: Es wurde weiter um jeden Zentimeter Rasen gekämpft. Die Buchbacher bekamen eigentlich genügend Abschlusschancen - ließen sie aber teilweise sträflich aus. Die Sechziger verballerten auf der anderen Seite ihre Kontergelegenheiten - oder spielten sie nicht klug zu Ende.

Doch das Spiel hatte sich die ganz besondere Derby- und Saisonpointe bis ganz zum Schluss aufgehoben: Nach einer langen Verletzungspause gab es über fünf Minuten Nachspielzeit. Buchbachs Torhüter Strobl eilte schon immer wieder bei den Angriffen der Dorfkicker mit nach vorne.

Nach einem abgefangenen Vorstoß der Buchbacher hätten die Sechziger entweder nur das Leder irgendwie ins leere Gehäuse auf der anderen Spielfeldseite befördern müssen - oder aber vielleicht auch einfach nur wegschlagen. Mag sein, dass der Schiedsrichter dann abgepfiffen hätte - es ließ schon die 96. Spielminute. Doch die Rosenheimer verloren beim Versuch die Situation auszuspielen das Leder, der Schiri ließ die Partie laufen - und es gab beim allerletzten Gegenstoß diesen einen letzten Freistoß der Gäste.

Der Keeper macht's! Strobl trifft zum Klassenerhalt!

Patrick Walleth brachte den Ball in letzter Verzweiflung fast von der Mittellinie hoch und weit in den Sechzehner. Obwohl das Leder lange in der Luft war, kam Süßmaier, der den Ball am langen Eck hätte herunterfischen müssen, am langen Pfosten nicht hin - und ausgerechnet sein Gegenüber, der selber gepatzt hatte, wurde zum umjubelten Helden des Tages. Irgendwie schaffte es Buchbachs Keeper Strobl den Ball im hineinrumpeln ins Tor zu bugsieren (97.)! Der pure Wahnsinn! Derbysieg und Klassenerhalt Buchbach in der letzten, wirklich allerletzten Sekunde der Saison!

Der Rest war ein einziger minutenlanger Jubelsturm der Gäste und ihrer Anhänger - die ihren Schlussmann mit dem goldenen Köpfchen immer wieder hochleben ließen. Die Rosenheimer hatten ein schlechtes Spiel - in dem sie allerdings alle Chancen hatten zu gewinnen - abgegeben. Und die Buchbacher waren im letzten Moment der Abstiegs-Relegation entgangen - und durften überschwänglich den Klassenerhalt feiern!

Unbeschreiblicher Jubel bei Buchbach nach dem Auswärtssieg im Derby - der den Klassenerhalt bringt.


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