TSV 1860 Rosenheim - SV Wacker Burghausen 1:2

Starke erste Hälfte reicht Wacker zum Derbysieg in Rosenheim!

Gerade in der ersten Halbzeit hatten die Rosenheimer (rot) gegen den SV Wacker (weiß) zu oft das Nachsehen - und mussten, so wie hier Philipp Maier, ihren Burghauser Kontrahenten hinterherlaufen.
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Gerade in der ersten Halbzeit hatten die Rosenheimer (rot) gegen den SV Wacker (weiß) zu oft das Nachsehen - und mussten, so wie hier Philipp Maier, ihren Burghauser Kontrahenten hinterherlaufen.

Rosenheim - Eine wirklich gute und druckvolle erste halbe Stunde reichte dem SV Wacker Burghausen um gegen Rosenheimer, welche die erste Halbzeit komplett verschliefen, auch ganz am Ende zu triumphieren. Die Sechziger wachten im zweiten Durchgang zwar auf und warfen noch einmal alles in die Waagschale - konnten gegen clevere Burghauser die Derby-Niederlage allerdings nicht mehr abwenden.

aus dem Jahnstadion berichtet Christian Schulz

Zur Vorfreude und guten Laune der Sechziger wie Burghauser vor ihrem Aufeinandertreffen dürfte nicht unerheblich beigetragen haben, dass die Konkurrenz im Tabellenkeller aus Sicht beider hervorragende Ergebnisse geliefert hatte: Seligenporten verlor in Garching, Bayern Hof und Ingolstadt II teilten die Punkte, Schalding-Heining verlor hoch in Augsburg und Buchbach verließ bei den kleinen Löwen als Verlierer den Platz. Perfekte Vorlagen also - in den letzten Wochen lief es oft umgekehrt. Beide Teams können also ordentlich Boden gut machen - und hatten zumindest weniger zu verlieren (außer der Chance sich abzusetzen) als man vor den Samstagsspielen ahnen konnte. Beste Voraussetzungen also - bei ebenso gutem Fußballwetter.

Beste äußere Bedingungen - einseitige erste Halbzeit

Alle hatten sich auf einen vielversprechenden, spannenden Südost-Gipfel eingerichtet. Nicht zuletzt die 850 Zuschauer dieser Begegnung zwischen den beiden derzeit stärksten Fußballmannschaften in Südostbayern. Doch es wurde überraschender Weise eine mehr als eindeutige Angelegenheit in der ersten Halbzeit. Der SV Wacker war drückend überlegen, dominierte seinen Rosenheimer Gegenüber von der ersten Minute an völlig.

Auch wenn es die Sechziger waren, welche die erste Torgelegenheit der Partie hatten: Nach fünf gespielten Minuten brachte Ludwig Räuber von links eine Ecke herein – und am langen Eck kam 1860-Kapitän Matthias Heiß zum Kopfball, setzte das Leder allerdings nur auf das Dach des wie immer von Alexander Eiban gehüteten Gästegehäuses.

Service:

Danach regierte nur noch Schwarz-Weiß im Jahnstadion. Die Burghauser standen kompakt im Mittelfeld, kontrollierten jederzeit das Zentrum – und damit das komplette Spiel. Und sie ließen schnell und kombinationssicher den Ball laufen – zu schnell für die Rosenheimer, die alle Hände voll zu tun hatten, die zahlreichen sich auftuenden Lücken notdürftig zu stopfen und dabei oftmals hinterherliefen. Dem Geschehen und den Gegnern. Die Hausherren schafften es im gesamten ersten Durchgang überhaupt nicht in die Zweikämpfe zu kommen, den Gästen Druck zu machen und so irgendwie Zugriff auf die Partie zu bekommen.

Burghausen kontrolliert Derby ohne Aufreger

Leider fehlte dem Regionalduell so jegliche Dramatik. Dafür war das hier ganz einfach zu eindeutig, die Gäste eigentlich immer einen Schritt schneller als die Gastgeber – und damit den entscheidenden Schritt voraus. Viel zu wenig Leidenschaft auf Seiten der Sechziger. Die Tore für den SV Wacker waren eher eine Frage der Zeit, bei dem Offensivschwung und dem aggressiven Pressing, welches die Gäste hier an den Tag legten. Auch wenn es für die Burghauser Führung einen Standard und jede Menge Glück brauchte – und einen groben Schnitzer der Rosenheimer:

Direkter Freistoß für Wacker aus etwa 25 Metern halblinker Position. Die Mauer der Gastgeber war unerklärlicher Weise zu weit außen positioniert, so dass Burghausens Muhamed Subasic die Gelegenheit wahrnahm und das Leder mit Wucht innen an der Mauer vorbei in Richtung Torwarteck schoss. Rosenheims Keeper Dominik Süßmaier war allerdings auf dem Weg in die andere Ecke und so schlug der Ball im langen Eck im Netz der Hausherren ein (20.)! 0:1 – die Führung für den SV Wacker!

Nach Führung durch Freistoß legt Wacker nach!

Und die Gäste blieben dran – und legten nur kurz darauf nach: Ein langer Ball der Burghauser von hinten heraus ins rechte Halbfeld fand Benjamin Kindsvater, dessen Gegenspieler Georg Lenz rutschte unglücklich aus und Kindsvater nutzte dies ging auf und davon und drang von rechts außen in den Rosenheimer Strafraum ein. Der Wacker-Stürmer fackelte nicht lange, zog wenige Meter innerhalb des Sechzehners aus spitzem Winkel ab – und traf dennoch mit seinem strammen Schuss ins lange Kreuzeck (28.)! Eigentlich unmöglich, dass der Ball dort landen konnte. Nichts desto trotz, es stand 0:2 – und das war verdient.

1860 Rosenheim - Wacker Burghausen

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Was man allerdings sagen muss, ist, dass die Salzachstädter zwar riesige Überlegenheit in Sachen Ballbesitz und damit absolut das Geschehen in der Hand hatten und so gut wie nie in Gefahr gerieten – andererseits aber auch äußerst selten zu konkreten gefährlichen Torabschlüssen kamen. Recht viel mehr als einige wenige bestenfalls Halbchancen war da nicht. Auch wenn sich die Burghauser alternativ verstärkt mit langen Bällen probierten. Doch das reichte ihnen. Angesichts der totalen Dominanz im Zentrum und der Tatsache, dass es die Rosenheimer – wenn überhaupt – aussichtsloser Weise immer wieder durch die Mitte versuchten, anstatt ihr Heil in schnellen Gegenstößen über die Flügel zu suchen.

Kein "Lucky Punch" für die Rosenheimer

Ihre zweite und damit einzig weitere Chance bekamen die Rosenheimer demzufolge wieder durch eine Standardsituation: Kurz vor der Halbzeit war es wieder Räuber, der die Torgefahr herbeiführte. Wieder von links, diesmal per Freistoß von der Außenlinie 30 Meter vor dem Kasten der Burghauser. Räuber brachte das Leder mit feinem Schnitt weit nach innen in Richtung langes Eck – und am zweiten Pfosten grätschte Sechzigs Philipp Maier in den Ball, verpasste allerdings aus kurzer Distanz die rechte untere Ecke um einen guten Meter (42.)!

Da den Gastgebern also auch kein „Lucky Punch“ gelang um irgendwie in die Partie zurückzukehren und zumindest wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen, ging es mit einer hochverdienten Zwei-Tore-Führung für die Burghauser in die Pause. Angesichts der eklatanten Dominanz des SV Wacker, waren die Rosenheimer unter dem Strich sogar noch relativ gut damit bedient, dass das Ergebnis nicht bereits jetzt deutlicher ausfiel.

Hochverdiente Halbzeitführung für Wacker - Eiban muss ins Krankenhaus

Zu Beginn der zweiten Halbzeit mussten die Burghauser ihren Stammtorhüter Alexander Eiban austauschen, der sich im Verlauf des ersten Durchgangs bei einem Zusammenprall mit Rosenheims Maximilian Mayerl eine schmerzhafte Verletzung zugezogen hatte und nicht mehr weitermachen konnte. Eiban wurde mit Verdacht auf Rippenbruch ins Krankenhaus gebracht. Für ihn kam Ersatzkeper Miha Tetickovic.

Das Spielgeschehen gestaltete sich nach dem Seitenwechsel nicht mehr ganz so eindeutig. Dies lag vor allem daran, dass die Rosenheimer jetzt etwas wacher agierten und die Wacker-Akteure ihrerseits sichtbar einen Gang heraus nahmen und offensichtlich das Spiel hier in aller Ruhe nachhause spielen wollen.

Burghausen muss den dritten Treffer machen - danach wacht Sechzig auf und kämpft!

Trotzdem hätten die Burghauser nach einer knappen Stunde eigentlich das 0:3 erzielen müssen: Ein weiterer langer Ball – jetzt das bevorzugte Mittel der Burghauser auf dem schwer zu bespielenden Rosenheimer Rasen – erreichte Juvhel Tsoumou in der Spitze. 1860-Keeper Süßmaier, der aus seinem Tor heraus und dem Stürmer entgegen geeilt war, drehte sich bei Tsoumous Schussversuch weg, wodurch der Ball zwar zunächst abgewehrt wurde allerdings ohne jede Kontrolle direkt vor die Füße von Wackers Christoph Bann sprang. Der hatte aus 25 Metern alle Zeit der Welt und den dritten Burghauser Treffer auf dem Fuß – setzte seinen Heber über die zurücklaufende Rosenheimer Verteidigung allerdings links neben das leere Tor (59.)! Wahnsinn!

In der Folge sollte es sich allerdings rächen, dass die Burghauser es so ruhig angehen ließen – und dadurch zunehmend zu behäbig spielten. Dadurch brachten sie die Hausherren überflüssigerweise wieder ins Spiel zurück. Die Rosenheimer nahmen dies natürlich dankend an – und fanden über den Kampf jetzt auch zu ihrem Spiel. Präsenter in den Zweikämpfen, jetzt öfter auch einmal über die Außen – es war ein anderes Match. Und die Sechziger waren jetzt endlich auch gewohnt leidenschaftlich.

Zusammenspiel der Aktivposten - Sechziger verkürzen auf 1:2

Dazu trug ebenfalls bei, dass 1860-Coach Klaus Seidel reagiert und ausgewechselt hatte. Sascha Marinkovic kam für Josip Tomic (55.), Korbinian Linner ersetzte Linor Shabani (63.). Alles auf eine Karte also! Dies und die daraus resultierende taktische Umstellung sollte sich bezahlt machen:

Wieder einmal waren zwei absolute Aktivposten im Team der Sechziger beteiligt. Nach einer Seitenverlagerung von rechts nach links im Aufbauspiel der Rosenheimer Innenverteidiger, nahm Heiß das Leder auf, ging mit seiner unnachahmlichen Dynamik noch einige Meter, ließ einen Gegenspieler stehen, machte Dampf – und chipte den Ball von Höhe der Mittellinie wunderschön und maßgenau in den Lauf von Marinkovic, der genau im richtigen Moment gestartet war. Der Torjäger der Sechziger ließ sich diese Steilvorlage nicht entgehen und schob im Strafraum überlegt und eiskalt am herausstürzenden Tetickovic vorbei zum 1:2 Anschlusstreffer ein (68.)! Das Spiel war wieder offen.

Rosenheim ist dran - schafft gegen clevere Burghauser aber kein Comeback 

Jetzt waren die Sechziger plötzlich wieder dran – Wacker hatte sich ohne große Not noch einmal in Gefahr gebracht, die Rosenheimer sich zurückgekämpft. Und die Gastgeber agierten nun nicht nur auf Augenhöhe, sie hatten jetzt sogar teilweise mehr vom Spiel. Wirklich hochkarätige Möglichkeiten ergaben sich allerdings dadurch nicht für sie.

Da weder die Rosenheimer einen weiteren Treffer erzwingen konnten, noch die Burghauser eine ihrer sich in der Schlussphase zahlreich ergebenden Kontermöglichkeiten entscheidend ausspielen und verwerten konnten – Süßmaier rettete nach einem Ballverlust von Heiß im Aufbau mit einer glänzenden Fußabwehr gegen den allein auf ihn zulaufenden Marius Duhnke - blieb es auch nach 90 Minuten plus Nachspielzeit beim 1:2.

Aufgrund der klaren Dominanz der Mannen von der Salzach in Hälfte Eins sicherlich alles andere als unverdient. Hätten die Rosenheimer das Spiel hier allerdings so begonnen, wie sie in der zweiten Halbzeit auftraten, wäre hier viel mehr möglich – und vielleicht sogar ein Zähler zu holen gewesen.

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