Vorschau: TSV 1860 Rosenheim - SV Wacker Burghausen

Derbyzeit: Rosenheim im Knallerspiel gegen Burghausen!

"Auf sie mit Gebrüll!" - so lautet das Motto des Davids 1860 Rosenheim in diesem Südost-Derby.
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"Auf sie mit Gebrüll!" - so lautet das Motto des Davids 1860 Rosenheim in diesem Südost-Derby - der Goliath Wacker Burghausen und sein Trainer Uwe Wolf werden etwas dagegen haben.

Rosenheim/Burghausen - Ein Regionalliga-Highlight: Inn gegen Salzach. Rosenheim gegen Burghausen. Am Sonntag treffen im Jahnstadion die beiden derzeit besten Fußballmannschaften Südostbayerns im direkten Duell aufeinander! Der TSV 1860 Rosenheim empfängt um 14:00 Uhr den Ex-Zweitligisten SV Wacker Burghausen zu einem prestigeträchtigen Derby!

Das von Ex-Bundesliga Profi Uwe Wolf betreute Team von Wacker Burghausen belegt aktuell mit siebzehn Zählern einen für die ambitionierten Ziele der Burghauser enttäuschenden 13. Tabellenplatz. In der vergangenen Regionalliga-Saison befanden sich die Burghausener lange Zeit im Kampf um den Meistertitel - jedoch stand Jahn Regensburg in der Endabrechnung einen Zähler besser da. In der neuen Saison wollte man wieder voll angreifen, aber der Motor des SV Wacker kommt einfach nicht so recht ins Laufen.

Wacker-Motor stottert noch - Tsoumou wieder dabei

Die Leistung der Mannschaft ist nach dem miserablen Saisonstart wieder größtenteils in Ordnung, aber die Ergebnisse sind noch nicht zufriedenstellend: Einem 3:1 Sieg in Bayreuth folgte letzte Woche eine unglückliche 0:1 Heimniederlage gegen 1860 München II. Im Spiel das besser "SV Wacker Burghausen gegen 1860-II-Keeper Vitus Eicher" hätte heißen müssen, konnten die Wolf-Schützlinge trotz Überlegenheit und der deutlichen besseren Chancen kein Erfolgserlebnis erzielen.

Bei Wacker wird Torjäger Juvhel Tsoumou nach abgesessener Gelb-Sperre wieder mitmischen und das Angriffsspiel beleben. Kapitän Christoph Burkhard hat dagegen einen kleinen Rückschlag bei seinen Comeback-Plänen erlitten: Das lädierte Knie reagierte auf die erhöhte Trainingsbelastung - und so wird es wohl leider noch einige Wochen dauern, bis Burkhard wieder zur Verfügung steht.

Service:

Ansonsten hat Wolf nicht allzu viel Grund, an der Startelf etwas zu ändern, außer es hat sich in den letzten Trainingseinheiten noch ein Spieler in den Vordergrund gedrängt, wie zum Beispiel vergangene Woche Philipp Offenthaler - der dann gegen die kleinen Löwen seine Chance von Beginn an bekam. „Philipp hat in den letzten Wochen super trainiert, sich so seinen Einsatz verdient!“, findet Wolf nur lobende Worte für den Youngster: „Starke Trainingsleistungen werden bei mir immer belohnt!“.

Burghausen muss endlich raus aus dem Tabellenkeller!

Um der Abstiegszone endlich entkommen zu können - die gefährdeten Ränge liegen nur je zwei Zähler und Plätze hinter den Salzachstädtern - sind die Burghauser daher auf einen wichtigen Dreier in Rosenheim aus. Für die hochveranlagte Truppe von Trainer Uwe Wolf zählt also auch am Sonntag eigentlich nichts anderes als ein Sieg beim Aufsteiger aus der Innstadt.

Die Sechziger haben derzeit nämlich tatsächlich einen Punkt mehr auf dem Konto als die Schwarz-Weißen. Vor allem zu Hause präsentierte sich Rosenheim zuletzt oft bärenstark: Drei der letzten vier Heimspiele wurden gewonnen, der FC Augsburg II dabei deutlich mit 3:0 abserviert, der 1.FC Schweinfurt 05 mit 4:2 besiegt. „Rosenheim spielt eine wirklich gute Vorrunde! Sie haben Spieler mit hoher individueller Klasse im Kader - darauf müssen und werden wir gut vorbereitet sein!“, so Wolf. Ein besonderes Augenmerk gelte dabei den beiden Offensivspielern Sascha Marinkovic und Danijel Majdancevic, die zusammen zehn der bisher insgesamt sechzehn Rosenheimer Treffer erzielen konnten.

Wolf weiß um die 1860-Qualitäten - will aber Konzentration auf eigene Stärken

Die Qualitäten des Gegners im Blick, aber den Fokus auf die eigenen Stärken richten. So gelang dem SV Wacker zuletzt ein überzeugender 3:1-Sieg in Bayreuth - und bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen 1860 II bescheinigten alle Augenzeugen dem SV Wacker eine starke Vorstellung. Nur die Punkte blieben nicht an der Salzach.

Entsprechend ist die Mannschaft jetzt am Sonntag gefordert, die zuhause verlorenen Zähler auswärts wieder hereinzuholen. Damit könnte 1860 Rosenheim in der Tabelle überholt und der Abstand nach unten vergrößert werden. „Wir haben noch sechs Spiele bis zur Winterpause. Wir werden alle Kräfte mobilisieren, um so viele Punkte wie möglich zu holen“, fordert Wolf von seinen Spielern höchste Konzentration im Jahres-Endspurt.

Rosenheimer immer für eine Überraschung gut - starke Zwischenbilanz

Da haben die Gastgeber allerdings auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und zwar ein Gewichtiges: Die Mannen von Trainer Klaus Seidel legen bis dato eine Saison hin, die man der auf diesem Niveau unerfahrenen Mannschaft so nicht zugetraut hätte! Dass man sogar einen Rang und einen Punkt über dem Favoriten aus Burghausen liegt, kommt nicht von ungefähr. Nach anfänglichen Problemen sich an die neuen Gegebenheiten in Deutschlands höchster Amateurliga zu gewöhnen, sind die Jungs um Kapitän Mathias Heiß mittlerweile für jeden Gegner eine durchaus hart zu knackende Nuss!

Welch tolle Moral in der Sechziger-Truppe steckt, zeigte sich wieder mal in der Begegnung vor acht Tagen beim Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt SV Seligenporten. Trotz Rückstandes und eines annullierten Treffers gaben sich die Seidel-Schützlinge auf gegnerischem Platz nicht auf und erzwangen kurz vor Ende der Partie noch den verdienten Ausgleich durch den neuen deutschen Futsal-Nationalspieler Danijel Majdancevic.

Mit Sechziger-Moral, Klugheit und konsequenter Chancenverwertung zum Favoritensturz

„Im Spiel gegen Wacker Burghausen sehen wir unseren Gegner - der ungeachtet des Tabellenplatzes eines der besten Teams der Liga stellt - selbstverständlich als großen Favoriten. Wir müssen uns über komplette 90 Minuten plus Nachspielzeit taktisch sehr klug verhalten - und vor allem in der Abwehr hochdiszipliniert auftreten. Sollte uns dies gelingen und wir unsere Chancen, die wir sicherlich - wie gegen jeden Gegner - auch gegen Burghausen erhalten werden, konsequent und zielstrebig nutzen - ist durchaus auch gegen einen solchen Hochkaräter eine Überraschung drin!“, so der sportliche Leiter der Sechziger Hansjörg Kroneck.

Zur Vorfreude und guten Laune der Sechziger wie Burghauser dürfte nicht unerheblich beitragen, das die Konkurrenz im Tabellenkeller aus Sicht der beiden hervorragende Ergebnisse geliefert hat: Seligenporten verlor in Garching, Bayern Hof und Ingolstadt II teilten die Punkte, Schalding-Heining verlor hoch in Augsburg und Buchbach verließ bei den kleinen Löwen als Verlierer den Platz. Perfekte Vorlagen also - in den letzten Wochen lief es oft umgekehrt. Beide Teams können also ordentlich Boden gut machen - und haben zumindest weniger zu verlieren (außer der Chance sich abzusetzen) als man vor den Samstagsspielen ahnen konnte. Beste Voraussetzungen also für ein tolles Derby! Man darf sich auf den Sonntag freuen!

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Pressemitteilungen TSV 1860 Rosenheim & SV Wacker Burghausen / cs

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