FC Ingolstadt II - SV Wacker Burghausen 1:4

Wacker gnadenlos effizient!

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Der SV Wacker darf endlich wieder jubeln.
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Ingolstadt - Der SV Wacker kann noch gewinnen! Am 28. Spieltag der Regionalliga Bayern besiegten die Burghauser auswärts den FC Ingolstadt II mit 1:4. Damit bleiben sie weiter ganz oben dran. Und sorgen vor dem Gipfeltreffen mit Jahn Regensburg am kommenden Wochenende für Höchstspannung. 

Der ganz schwache Auftritt zuletzt gegen Aschaffenburg gab den Verantwortlichen in Burghausen zu denken. "Das war das erste Mal nach langer Zeit, dass ich mit der Leistung der Mannschaft nicht zufrieden war und das habe ich auch deutlich angesprochen", lässt Wacker-Trainer Uwe Wolf verlauten: "Wir haben trotzdem immer noch Tuchfühlung nach oben, weil die Konkurrenz auch nicht so stabil ist." Er appellierte an die Grundtugenden des Fußballs: "Aggressivität, Einsatz und Laufbereitschaft müssen wieder passen. Und die Mannschaft muss sich an den Matchplan halten. Ich erwarte eine Reaktion der Mannschaft, besonders von den Leistungsträgern!"

Schanzer mit dem besseren Start

Service:

Zu Beginn des Matchs waren es jedoch die Gastgeber, die sich von der besseren Seite zeigten. Ingolstadt kam gut ins Spiel und war in den ersten Minuten die bestimmende Mannschaft. Wacker hingegen konnte man die Verunsicherung ob der Pleiten-Serie der letzten Wochen deutlich anmerken. Die erste Möglichkeit hatten dann auch die Schanzer. Sammy Amari bediente Kapitän Andreas Buchner, der traf allerdings nur das Außennetz (6.).

Nach 22 Minuten pennte die Zweitvertretung der Ingolstädter allerdings. Vor dem eigenen Strafraum ließen sie den Gästen viel zu viel Platz. Das nutzte Benjamin Kindsvater aus. Der Burghauser fasste sich aus 25 Metern Tordistanz ein Herz und zog ab. Sein toller Schuss schlug im rechten oberen Toreck ein - 0:1.

Die überraschende Führung währte allerdings nur einige Minuten, dann schlugen die Schanzer zurück. Maurice Multhaup konnte sich über rechts durchtanken und den Ball in die Mitte bringen. Amari verpasste das Leder zwar noch, aber Ryoma Watanabe war ja auch noch da. Und der netzte ein (29.). Der verdiente Ausgleich.

Viele Ungenauigkeiten und ein Tor aus dem Nichts

Auch in der Folgezeit fanden die Gäste nicht wirklich in die Partie und zu ihrem Spiel. Viele leichte und vermeidbare Fehler und Ungenauigkeiten auf Seiten der Wacker-Elf. Die Hausherren hingegen blieben spielbestimmend. Amari scheiterte in aussichtsreicher Position an Wacker-Keeper Alexander Eiban.

Als alle sich auf die Halbzeitpause vorbereiten, fiel urplötzlich die Führung für die Burghauser. Das hatte sich nun wirklich nicht angedeutet. Marcel-Pascal Ebeling brachte die Kugel nach innen, fand den goldrichtig stehenden Juvhel Tsoumou und Burghausens Goalgetter machte das Ding (40.). Die Ingolstädter wussten nicht wie ihnen geschehen war - aber es stand 1:2. Pausenführung für den SV Wacker. Der war wirklich gnadenlos effektiv: zwei Chancen, zwei Tore.

Doppelschlag nach der Pause

Dies setzten die Burghauser auch in Hälfte Zwei postwendend fort: Kaum war wieder angepfiffen, markierten sie mit ihrer dritten Chance den dritten Treffer. Diesmal war es Christoph Rech, der nach einem Eckstoß von Ebeling aus kurzer Distanz in die Maschen köpfte (47.).

Während die rund 300 Zuschauer noch fachsimpelten, ob das wohl die Entscheidung war, machte Kindsvater dann den Doppelschlag perfekt und kurzen Prozess mit dem FCI! Und wie: Erst setzte er sich beherzt über halbrechts durch und überlupfte dann den ihm entgegeneilenden Schanzer-Torhüter Florian Schwaiger zum wunderschönen 1:4. So kann es gehen. Und so toll aussehen!

Ingolstadt erholt sich nicht mehr

Von diesem geballten Schock erholte sich die junge Ingolstädter Mannschaft, die noch in der ersten Hälfte das Spiel dominiert hatte, nicht mehr. Spätestens nach einer gespielten Stunde war die Luft dann endgültig raus aus der Partie. Die Schanzer kamen nicht mehr zurück, obwohl sie sich weiter redlich mühten. Aber nach vorne ging nicht mehr viel.

Die Heimelf kam zwar noch zu zwei passablen Torgelegenheiten durch Watanabe und Mario Götzendörfer. Aber wenn der Ball auf das Wacker-Tor kam, dann stand da ja noch Alexander Eiban. Und der fischte alles weg! Dann war Schluss im altehrwürdigen ESV-Stadion. Und der SV Wacker Burghausen hatte endlich wieder ein Spiel gewonnen!

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