Von der Kreisklasse in die Regionalliga

Durch Fleiß zum Erfolg - Rosenheims Korbinian Linner

Immer mit voller Leidenschaft am Ball - 1860 Rosenheims Offensivkraft Korbinian Linner, der sich auch für freiwillige Trainingseinheiten nicht zu schade ist.
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Immer mit voller Leidenschaft am Ball - 1860 Rosenheims Offensivkraft Korbinian Linner, der sich auch für freiwillige Trainingseinheiten nicht zu schade ist.

Rosenheim - In Rosenheim nennen ihn die Fans mittlerweile „Müller“ - und es passt. Denn Korbinian Linner ist einer jener Spieler, die in Zeiten minutiös geplanter Angriffsmuster und Packing Raten so gar nicht ins Schema F passen. Mit dem DJK Griesstätt stieg er einst aus der Kreisliga ab, suchte dann sein neues Glück beim TSV 1860 Rosenheim in der Bayernliga, mittlerweile kickt er in der Regionalliga. Der Grund dafür: harte Arbeit und ein unbändiger Wille!

Für Korbinian Linner gelten die Fußballgesetze der Moderne anscheinend nicht. In der Regionalliga Bayern stellt er dies mittlerweile Woche für Woche unter Beweis. Manchmal nämlich stakst Linner über das Spielfeld, als habe er die Einsatzzeit auf der Tombola des Hauptsponsors gewonnen. Das ein oder andere Mal stoppt er scharfe Zuspiele mit der Eleganz einer Betonmauer. Oftmals könnte man sich vielleicht fragen, was um Himmelswillen diesen langbeinigen Schlacks dazu befähigt, sich in der Regionalliga mit richtigen Profis zu messen.

Unorthodoxe Spielweise erinnert an Thomas Müller

Bis zur nächsten, vielleicht spielentscheidenden Situation. Denn dann drückt er plötzlich sein Hinterteil zwischen sich und den Verteidiger, fallt kurz auf die Knie und sprintet dann ad-hoc in eine nicht erklärbare Richtung weg. Den Ball klammert er sich dabei irgendwie zwischen die Beine. Ehe man sich versieht, hat er sich seines Gegenspielers entledigt und steuert auf das gegnerische Tor zu. Vernascht!

Es sieht in der Tat manchmal komisch aus. „Ich habe nie in einem Nachwuchsleistungszentrum gespielt. Vielleicht schaut meine Technik deshalb etwas anders aus als bei meinen Mitspielern.“, sagt Linner, der trotz zahlreicher Wechselmöglichkeiten im Lauf der Jahre seinem Jugendverein lange treu blieb. Vielleicht ist gerade dieses Unvorhersehbare, leicht Unkontrollierte auch der Schlüssel seines Erfolges? Vielleicht.

Über Ehrgeiz zum Erfolg - ein Leben für den Fußball

Was jedoch definitiv für einen derart kometenhaften Aufstieg im Fußballgeschäft relevant ist, ist sein Ehrgeiz. „Ich will in jedem Training besser werden! Dafür trainiere ich täglich und ordne viele Dinge dem Fußball unter.“, so der Offensivspieler.

Über seinen aktuellen Klub, den TSV 1860 Rosenheim, kommt Linner wöchentlich in den Genuss eines professionellen Athletiktrainings im Therapie- und Trainingszentrum Hans Friedl in Edling. Für Linner jedoch nicht genug: An seinem freien Tag kommt er zusammen mit einigen anderen Teamkollegen nochmals in einen der Athletikstützpunkte in Edling oder Wasserburg. Leo Haas, Coach des an das Trainingszentrum angeschlossenen COROX-Teams und ehemaliger Fußballprofi, macht mit der Kleingruppe Training unter Profibedingungen.

Freiwilliges Spezialtraining unter Profibedingungen

„Das Training ist Wahnsinn! Ich fühle mich derzeit so stark, schnell und spritzig wie noch nie!“, sagt Linner. Für das COROX–Team geht es bei den Spielsportlern vor allem um eines: Schnelligkeit. Sowohl in der Wahrnehmung, als auch in den ersten und damit spielentscheidenden Metern. Was für Fußballer enorm lukrativ ist, egal ob Profis oder Amateure, fasst Haas in seinem typisch lockeren Habitus zusammen: „Wir machen jeden Spieler schneller! Wer schneller und agiler werden will, muss nur kommen.“.

Natürlich wäre es aus Sicht der Coaches vermessen, den Erfolg von Linner und seinen Kollegen einzig und alleine auf ihre besondere Trainingssystematik zurückzuführen. Doch Zufall ist es wohl auch nicht. Das bestätigt auch Linner: „Das Training in Edling hat mich einfach stabiler und schneller gemacht. Im Zweikampf bin ich viel robuster und meist einen Schritt schneller. Außerdem bin ich weniger verletzungsanfällig und kann mit viel weniger Pausen trainieren.“.

"Ich will machen, was mir am meisten Spaß macht - Fußballspielen!"

Und das nutzt der schnelle Rosenheimer fleißig aus: "Ich find das klasse! Und es passt zu mir. Denn mit Leidenschaft und Ehrgeiz kann man viel wettmachen! Aber ich mach das auch einfach gerne, und mir da gar keinen zusätzlichen Stress. Ich will momentan einfach nur das machen, was mir am meisten Spaß macht - Fußballspielen! Und das so gut ich kann!". Und das macht der sympathische Jungspund der Sechziger nach Leibeskräften - und damit manchmal auch in der Vierten Liga den Unterschied.

Pressemitteilung COROX / Pointvogel / cs

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