Ad hoc-Wechsel von Kirchanschöring nach Burghausen

Mölzl: "Das ist eine sehr reizvolle Aufgabe für mich!"

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Patrick Mölzl, bisher Cheftrainer des SV Kirchanschöring, verlässt die Rupertiwinkler überraschend während der Saison - und heuert beim SV Wacker Burghausen an!

Burghausen/Kirchanschöring - Die Katze ist aus dem Sack: Patrick Mölzl wird neuer Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Wacker Burghausen. Der 36-Jährige steht am Samstag in der Bayernliga-Partie gegen den TSV Landsberg letztmalig bei seinem aktuellen Verein SV Kirchanschöring in der Verantwortung und steigt ab nächster Woche als hauptamtlicher Trainer in Burghausen ein.

UPDATE, 20.20 Uhr:

Stanley König, der am Samstag beim Auswärtsspiel in Hof noch mal auf dem Burghauser Cheftrainersessel Platz nimmt, rückt dann wieder ins zweite Glied und wird zusammen mit Ronald Schmidt weiter als Co-Trainer fungieren. Beim SV Kirchanschöring übernimmt auf jeden Fall bis zum Saisonende der bisherige Co-Trainer Dominik Hausner (37) die Verantwortung. 

„Ich habe das am Donnerstagmorgen mit Rudi Gaugler besprochen, um das sauber abzuwickeln“, so Mözl. Dass sich die „Begeisterung“ beim Sportlichen Leiter der Gelb-Schwarzen in Grenzen gehalten hat, war Mölzl klar: „Ist ja nachvollziehbar, aber es war von Anfang an so vereinbart, dass ich bei einem entsprechenden Angebot gehen kann. Auch wenn jetzt der eine oder andere auf mich sauer sein sollte, stehe ich zu der Entscheidung.“ Sein Debüt als Burghauser Chefcoach gibt Mölzl dann bereits am Freitag in einer Woche beim Derby in Buchbach: „Bis dahin wird sich nicht viel ändern, der Trainingsplan bleibt so wie er für nächste Woche vereinbart wurde.“ 

Sowohl Burghausen als auch Mölzl sehen darin nur Vorteile, dass die Trainerfrage so frühzeitig geklärt werden konnte. „Der neue Coach hat jetzt die Gelegenheit die Spieler näher kennenzulernen, mit der Mannschaft zu arbeiten. Und die Spieler wissen jetzt, wer nächste Saison das Sagen hat und können dementsprechend planen“, erklärt Burghausens Pressesprecher Robert Hettich. Mölzl sieht’s ähnlich: „Angesichts des Umbruchs in Burghausen ist es für alle Beteiligten gut, dass die Baustelle rechtzeitig geschlossen wurde. Beide Seiten gehen somit nicht blitzeblank in die neue Saison, sondern können sich kennenlernen. Natürlich habe ich die Mannschaft schon einige Male gesehen, aber es ist schon ein Unterschied, ob man die Spieler nur auf dem Platz sieht oder ob man mit ihnen im Training arbeitet.“ 

Der ehemalige Profi, der für Greuther Fürth, Augsburg und Ingolstadt in der 2. Bundesliga am Ball war, hat den SV Kirchanschöring eineinhalb Jahre nach Übernahme des Trainerpostens in die Bayernliga geführt und bekleidet mit den Gelb-Schwarzen in der zweiten Bayernliga-Saison aktuell Rang zehn. Die Prüfung zur A-Lizenz hat der 36-Jährige im vergangenen Herbst als Lehrgangsbester absolviert. „Das ist eine sehr reizvolle Aufgabe für mich. Ich freue mich darauf mit den vielen jungen Spielern eine Mannschaft aufzubauen. Auch angesichts der Tabellensituation kann man in den nächsten Wochen ohne Stress die neue Saison vorbereiten und den einen oder anderen jungen Spieler mal ins Rennen werfen.“ 

Als Trainer sieht sich Mölzl auch aufgrund seines Alters als Kumpeltyp: „Es muss schon klar sein, wer der der Chef ist, aber ich will auf keinen Fall den Oberlehrer geben. Bei aller Ernsthaftigkeit muss Fußball auch Spaß machen. Ich verlange viel, aber ich halte nichts davon, Fußball nur zu arbeiten, das ist aus meiner Erfahrung nicht leistungsfördernd. Da werde ich den Puls eng an der Mannschaft haben.“ Dass er sich mit 36 Jahren als Trainer selbst auch noch entwickeln wird, steht für Mölzl außer Frage: „Ich werde noch dazulernen und ich werde auch mal Fehler machen, aber ich werde immer für meine Entscheidungen gerade stehen. Dafür sind meine Schultern breit genug. Mit Stan und Ronald bekomme ich zwei Co-Trainer, die einen super Job machen, da kann ich nur profitieren.

Die Erstmeldung:

"Patrick Mölzl passt perfekt in unser Anforderungsprofil! Er ist jung, hungrig und ehrgeizig. In den Gesprächen mit ihm konnten wir uns von seiner Fußballphilosophie und seiner Teamfähigkeit überzeugen. Wir sind sicher, dass er unsere Mannschaft weiterentwickeln wird!“, zeigen sich die Vereinsverantwortlichen begeistert über den Ex-Profi, der die A-Lizenz als Lehrgangsbester absolvierte.

Patrick Mölzl selbst sagt: „Ich habe mich für Burghausen entschieden, weil ich mit den Vereinsverantwortlichen tolle Gespräche geführt habe und den eingeschlagenen Weg sehr reizvoll finde. Ich freue mich auf die Herausforderung bei Wacker Burghausen. Mit mir als Trainer wird immer eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die mit Vollgas und Spaß Fußball spielt!“

Mölzl spielte nach Stationen in der Jugend bei 1860 München und Bayern München zunächst vier Jahren bei den Bayern Amateuren in der Regionalliga Süd. Als Profi trug er das Trikot des FC Augsburg, FC Ingolstadt, FC St. Pauli und Greuther Fürth. Seine erfolgreiche Karriere ließ er vor drei Jahren als Spielertrainer beim SV Kirchanschöring ausklingen.

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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen

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