Vorschau: SV Wacker Burghausen - 1.FC Nürnberg II

Nürnberg mit Trainer-Youngster zu Gast in Burghausen

Könnte gegen den Club wieder in die Startelf rutschen: Burghausens Stürmer Marius Duhnke.
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Könnte gegen den Club wieder in die Startelf rutschen: Burghausens Stürmer Marius Duhnke.

Burghausen - Nach der vergangenen Spielzeit punktgleich - und vor dem Spiel am Samstag um 14:00 Uhr in der Wackerarena schon wieder: Gastgeber Burghausen liegt vor dem 23. Spieltag der Regionalliga Bayern nur aufgrund der minimal schlechteren Tordifferenz hinter dem 1. FC Nürnberg II, der mit Fabian Adelmann als neuem Chefcoach der U21 anreist. Ob die Burghauser oben dran bleiben und den Club bezwingen können, ist die eine Frage - wie die Wacker-Fans im ersten Heimspiel nach der "Ära Wolf" auf das Theater rund um ihren Verein reagieren, die andere.

Für Burghausens Trainer Stanley König ist das Duell gegen den Nürnberger Talentschuppen nach dem 2:1 in Schweinfurt immerhin schon Spiel Nummer zwei, während der erst 25-jährige Adelmann nach der Personalrochade beim Club - U21-Coach Michael Köllner rückte nach der Entlassung von Alois Schwartz zu den Profis auf - heute seine Feuertaufe erlebt.

Der bisherige „Co“ der U21, der als Trainer zwei Spielzeiten im Nachwuchs von Jahn Regensburg gearbeitet hat, muss freilich das Rad nicht neu erfinden: Vor allem auswärts war der kleine Club im laufenden Wettbewerb bärenstark - holte acht Siege bei nur zwei Niederlagen und einem Remis. Eine leichte Aufgabe für den SV Wacker sieht also anders aus.

Keine Veränderung an Wolfs überragender Defensive

Auch König wird - wie schon in Schweinfurt - auf bewährter Basis weiterarbeiten: „Uwe Wolf hat die Mannschaft in der Defensive überragend geschult! Warum sollte ich daran etwas ändern? Aber ich habe aber schon in Schweinfurt gesagt, dass ich mit der Torausbeute nicht zufrieden war - dass wir den Sack eher hätten zumachen müssen! Deswegen haben Ronald Schmidt und ich der Mannschaft einige Gedanken zur Offensive an die Hand gegeben, die im Training schon ganz gut umgesetzt wurden.“. Inwiefern der Gegner dies auch im Spiel zulässt - steht auf dem Prüfstand und einem anderen Blatt.

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der 23. Spieltag

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„Wir werden Nürnberg mit Vorsicht genießen. Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide Fußball spielen wollen - deswegen erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe. Unsere Sinne sind jedenfalls bestens geschärft!“, sagt König. Sollten sie auch, denn in der vergangenen Saison hatte Burghausen gegen den Club beide Male mit 1:2 das Nachsehen. In der Vorrunde der aktuellen Spielzeit konnte sich Wacker aber seinerseits mit 2:1 im Frankenland durchsetzen, wobei Christoph Rech und Daniel Hofstetter nach Standards die Treffer erzielten.

Zwei ähnliche Teams sprechen für knappes Ergebnis

König dazu: „Wenn zwei Mannschaften so ähnlich veranlagt sind, kommen so knappe Resultate heraus. Und oft werden solche Spiele eben dann auch bei Standards entschieden. Das haben wir schon im Hinterkopf.“. Um überhaupt gefährliche Standardsituationen zu bekommen, gilt es wie in Schweinfurt wieder „aktiv mit dem Ball und aktiv gegen den Ball“ zu arbeiten. König: „Das ist etwas anderes als taktische Disziplin, bei der man prinzipiell nichts tut - sondern nur wartet und verschiebt.“

In personeller Hinsicht hat das Burghauser Trainerteam praktisch freie Auswahl: Christoph Bann konnte schon am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren. „Er konnte sich völlig schmerzfrei bewegen, ob er nach der Trainingspause aber direkt wieder anfängt, müssen wir uns noch überlegen. Mit Marius Duhnke, Christoph Popp und Marco Fritscher haben wir auch Alternativen, die auf einen Einsatz brennen“, lässt sich der 44-jährige A-Lizenzinhaber nur bedingt in die Karten schauen: „Wir werden die Mannschaft maximal auf zwei Positionen verändern.“ Entgegen ursprünglicher Meldungen ist auch Philipp Knochner nicht gesperrt, da sich Stefan Wächter in Schweinfurt die einzige „Gelbe“ für Burghausen abgeholt hat.

Wie geht es weiter im Wacker-Theater?

Was König heute sonst erwartet? „Es gibt keinen Trainer der Welt, der sich nicht freut, wenn die Fans die Mannschaft unterstützen. Für uns ist es schön, wenn sie uns anfeuern und uns nach vorne singen. Wir wollen dem Gegner alles abverlangen! Wenn uns das so gelingt, dass am Ende ein Heimsieg herausspringt, wäre es natürlich optimal.“

Wer die Wackerfans in der Westkurve kennt, weiß dass sie dies höchstwahrscheinlich tun werden. Schließlich betonen sie ja gerade in dieser Situation immer wieder die Einheit mit der Mannschaft. Darüber hinaus wird natürlich nach den offensiven Verlautbarungen von der Fanbasis in der Vorwoche - und dem Aufruf zu den Geschehnissen rund um die Liebigstraße seine Meinung kund zu tun - der ein oder andere Kommentar von Seiten der treuesten Anhänger dazu zu erwarten sein, dass derzeit beim SV Wacker lange nicht alles rund läuft.

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Michael Buchholz / cs

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