Vorschau: SV Wacker Burghausen - SV Seligenporten

Burghausens motivierte "Momentsammler"

Sein Einsatz ist wegen einer Entzündung im Fußgelenk noch unsicher: Benjamin Kindsvater.
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Sein Einsatz ist wegen einer Entzündung im Fußgelenk noch unsicher: Benjamin Kindsvater.

Burghausen - Rein sportlich lebt es sich gerade gut in der Komfortzone der Regionalliga Bayern: Ein Sieg noch und die nächste Saison in Liga Vier ist für den SV Wacker Burghausen bereits zehn Runden vor Schluss gesichert - doch der Blick der Burghauser geht logischerweise nach oben. Der Tabellenfünfte erwartet am Samstag um 14:00 Uhr Kellerkind SV Seligenporten und möchte mit einem Sieg die aktuelle Erfolgssträhne verlängern.

„Gegen Schweinfurt und Nürnberg ist unser Konzept aufgegangen - aber Seligenporten wird ein ganz anderes Spiel“, prophezeit Interimscoach Stanley König, der weiß: „Fußball ist Tagesgeschäft, da kann alles ganz schnell auch mal in die andere Richtung gehen. Aber es liegt ganz allein an uns die Momente zu genießen und zu verlängern!“.

Wacker bisher noch ohne Sieg gegen Seligenporten

Dass Burghausen in den bisherigen drei Vergleichen mit Seligenporten stets leer ausgegangen ist, hat für den Wacker-Coach keine Bedeutung: „Diese Spiele standen unter ganz anderen Voraussetzungen. Das ist nicht vergleichbar. Wir haben ein Heimspiel. Unser Ziel ist es, immer einen Schritt mehr als der Gegner zu tun. Wir haben wesentlich mehr Trainingseinheiten als Seligenporten - insofern müssen wir dazu in der Lage sein. Individuell sind wir ebenfalls stärker als der Gegner - und das wollen wir auch genau so auf den Platz bringen.“.

An der Trainingsintensität hat sich ja auch seit der Freistellung von Uwe Wolf nichts geändert - die Inhalte variieren freilich. König: „Egal, was wir machen, erwarte ich, dass die Mannschaft bei jeder Aufgabe, die ich vorgebe, hochkonzentriert arbeitet. Bislang hat das gut geklappt.“. Eine spezielle Vorbereitung auf das Spiel mit veränderter taktischer Ausrichtung hat es nicht gegeben.

"Es gibt wenig Grund etwas zu ändern!"

Für König ist es aktuell wichtig, dass die Mannschaft das schnelle Spiel in die Spitze immer weiter verinnerlicht: „Pressing, Gegenpressing und 1:1-Situationen, das machen wir in jeder Einheit. Mal länger, mal kürzer - aber in jeder Einheit, damit das in Fleisch und Blut übergeht. Grundsätzlich muss sich der Gegner auf uns einstellen. Nicht umgekehrt! Momentan gibt es wenig Grund etwas zu ändern!“.

Das gilt auch in personeller Hinsicht. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Benjamin Kindsvater, dem eine Entzündung im Fußgelenk zu schaffen macht, alle andere Spieler sind fit. Diejenigen, die derzeit hinten anstehen, bieten sich im Training an, drängen in die Mannschaft - aber solange das Team gewinnt, ist es natürlich für die Bankspieler schwer ins Team zu rutschen.

Bankspieler müssen sich erst einmal gedulden

Hinten anstellen muss sich derzeit auch Routinier Muhamed Subasic (28), der die Endphase der Vorbereitung aus familiären Gründen verpasst hat. „Ich habe am Mittwoch mit ihm ein ausführliches Gespräch gehabt. Das war sehr freundlich und konstruktiv“, so König, der den Ex-Dresdener lobt: „Er bietet sich im Training an und führt die jungen Spieler auch. Mit seiner Erfahrung ist er immer eine Alternative - und wenn er mal wieder in der Mannschaft drin ist, wird es schwer für alle anderen ihn zu verdrängen.“.

Mit einem weiteren Sieg könnte Burghausen an diesem Wochenende bis auf Rang Drei vorstoßen - die Platzierung interessiert König allerdings erst einmal nicht so sehr, da denkt der Coach eher perspektivisch: „Alles was positiv ist, stärkt uns!“ In Zeiten des Umbruchs sicher ein nicht zu vernachlässigender Faktor.

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Michael Buchholz

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