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Nach Beendigung des Profi-Betriebs

„Der Kurswechsel ist alternativlos“: So soll es beim 1. FC Schweinfurt weiter gehen

Bilder vom Spiel TSV Buchbach gegen 1. FC Schweinfurt
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Der 1. FC Schweinfurt wird ab der kommenden Saison nicht mehr im Profi-Betrieb arbeiten.

In der vergangenen Woche kam es in der Regionalliga Bayern zu einem echten Paukenschlag. Der Traditionsverein aus Schweinfurt gab bekannt, dass er ab Sommer diesen Jahres den Profi-Betrieb einstellen und wieder in den „Feierabend-Fußball“ zurückkehren werde. Nun hat sich der sportliche Leiter Robert Hettich ausführlich über die Zukunft der Schnüdel geäußert.

Schweinfurt - Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Der 1. FC Schweinfurt stellt ab Sommer diesen Jahres seinen Profi-Betrieb ein und möchte sich ab dann wieder auf Amateurfußballer aus der Region konzentrieren. Der Aufstieg in die 3. Liga war lange das große Ziel des Vereins, doch dieser sollte einfach nicht gelingen.

Präsident Wolf verkündete in einem offenen Brief das Ende des Profi-Betriebs

In der Corona-Saison 2019/21 waren die Schnüdel so nah dran wie nie zuvor, scheiterten aber in der Relegation denkbar knapp am TSV Havelse. In der laufenden Spielzeit hinkt man den eigenen Ansprüchen deutlich hinterher und befindet sich trotz großer Neu-Investitionen mitten im Abstiegskampf.

Deswegen wandte sich Geschäftsführer Markus Wolf in einem Neujahrsbrief an die Partner, Sponsoren und Fans des ehemaligen Zweitligisten und verkündete das Aus des Profitums zum Ende der aktuellen Saison. „In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden wir unsere sportliche Ausrichtung ab der Saison 2023/24 entsprechend unseren finanziellen Rahmenbedingungen anpassen müssen.“

Sportlicher Leiter Hettich: „Der Kurswechsel ist alternativlos“

Dieser geplante Kurswechsel zieht dementsprechend einige Konsequenzen mit sich. Nun äußerte sich erstmals der sportliche Leiter der 05er, Robert Hettich, über die Umstellung von Profi- auf Amateurfußball und beantwortete die wichtigsten Fragen. Zudem spricht der ehemalige Burghauser über seine persönliche Zukunft.

Hettich selbst sieht den Schritt als „alternativlos“ an. „Wolf hat in den vergangenen Jahren unverhältnismäßig viel für den Verein geleistet, in leitender Funktion und als Hauptsponsor. Die Last muss künftig auf mehrere Säulen verteilt werden, damit das Fundament stabiler wird. Dann kann man wieder über Investitionen nachdenken“, so der sportliche Leiter gegenüber fupa.de.

Stimmung innerhalb der Mannschaft sei trotz der Verkündung „sehr gut“

Dass das funktionieren kann, zeigt beispielsweise der SV Wacker Burghausen. Im Sommer 2017 stellten die Salzachstädter ebenfalls den Profi-Betrieb ein, zeigten jedoch weiterhin erfolgreichen und guten Fußball und konnten zudem einige Talente wie Robin Ungerath oder Andre Leipold hervorbringen.

Beim 1. FC Schweinfurt wurden die Spieler und das gesamte Trainerteam bereits vor Veröffentlichung des Briefes persönlich informiert, wobei alle „großes Verständnis“ zeigten. Auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft hatte die Verkündigung auf jeden Fall keine Auswirkung, denn diese sei „sehr gut“, wie Hettich betonte.

„Es ist unser Ziel, möglichst viele Spieler aus dem aktuellen Kader zu halten“

Doch allen ist klar, dass es bei den Schweinfurtern so wie bisher nicht weitergehen kann. Vor allem in Sachen Transfers müssen die Verantwortlichen nun eine 180-Grad-Drehung hinlegen. Denn die finanziellen Gegebenheiten werden sich mit der Umstellung auf Amateurfußball definitiv ändern.

Trotzdem laufen die Gespräche bereits auf Hochtouren. „Wir versuchen in den nächsten Wochen und Monaten, individuelle Lösungen zu kreieren. Das Ziel ist natürlich, möglichst viele Spieler aus dem aktuellen Kader von der neuen Ausrichtung zu überzeugen. Der 1. FC Schweinfurt ist nach wie vor für viele Spieler ein attraktiver Verein“, so Hettich.

Hettich lässt seine persönliche Zukunft bei den Unterfranken noch offen

Wichtig sein nun aber auch, den „regionalen Bezug verstärkt in die Überlegungen mit einspielen zu lassen.“ In dem offenen Brief forderte Präsident Wolf nämlich Spieler, die den „FC im Herzen tragen und sich mit dem Verein identifizieren können“.

Wie es für Hettich selbst weitergeht, ließ der ehemalige sportliche Leiter des SV Wacker noch offen. Aktuell gebe es nämlich weitaus wichtigere Themenfelder. „Die Gespräche mit unseren Spielern stehen jetzt im Fokus. Und natürlich haben die Gespräche mit externen Spielern ebenso bereits begonnen. Ein großes Puzzle.“

Wie wirkt sich die Umstellung auf den Verein aus?

Man darf gespannt sein, wie sich die Umstellung von Profi- auf Amateurfußball beim 1. FC Schweinfurt auswirkt.

gz

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