Stürmer-Urgestein wollte den Club im Sommer verlassen

Buchbachs Thomas Breu: "So stellt man sich den Abschied nicht vor"

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Thommy Breu in einer Szene zum Saisonauftakt im Juli letzten Jahres gegen den FC Augsburg II.

Buchbach - Nach zehn Jahren beim TSV Buchbach sollte für Thomas Breu im Sommer Schluss sein. Der Angreifer wollte im Sommer zu einem neuen Verein wechseln. Doch wegen der Corona-Pandemie sind noch viele Fragen zum Thema Vereinswechel offen. „In dieser Situation steht man zwischen allen Stühlen“, sagt Breu.

Der Ball ruht in Bayerns Amateurfußball noch mindestens bis Anfang September, eine ebenso schwierige wie nervige Situation für alle Kicker. Noch komplizierter ist es freilich für alle Spieler, die zum Saisonende den aktuellen Verein verlassen wollen, um sich dann im Juli einem neuen Verein anzuschließen. Einer davon ist der Buchbacher Thomas Breu. „In dieser Situation steht man zwischen allen Stühlen“, so der 31-Jährige.


Gibt es im Sommer ein Transferfenster und welche Modalitäten gelten dann bei einem Wechsel – unter vielen ungeklärten Fragen wird das Thema Vereinswechsel besonders heiß diskutiert?

Breu: „Man hängt ganz schön in der Luft, noch weiß man ja gar nicht, ob die Saison wirklich fertig gespielt werden kann. Am wichtigsten ist, dass wir alle überhaupt wieder kicken können. Je eher man wüsste, wann es definitiv weitergeht, umso besser. Da spreche ich ganz klar auch für alle Spieler, die bei ihren Vereinen bleiben. In der blödesten Situation sind natürlich die Spieler, deren Vertrag ausläuft und noch keinen neuen Verein haben oder Spieler, die wechseln wollen, weil sie mit ihren Vereinen im Clinch liegen.“


Buchbach Stürmer Breu: "Eine perfekte Lösung gibt es in dieser Situation nicht"

Kommt kein Wechselfenster, ginge es wohl im Herbst in Buchbach weiter?

Breu: „Das wäre für mich ja kein Weltuntergang, ich habe immer gerne in Buchbach gespielt, das ist mein Verein, zu dem ich immer wieder zurückkehren werde. Ich wechsle ja nur, weil ich den Aufwand für die Regionalliga nicht mehr betreiben kann und weil ich wieder mehr Einsatzzeiten haben will. Es wäre also keine Qual, wenn es für mich in Buchbach weiterginge, auf der anderen Seite freue ich mich auch neue Erfahrungen. Da kann ich getrost auch für Stefan Denk sprechen, der ja aus gleichen Gründen Buchbach verlassen wird, auch für ihn wäre es sicherlich kein Problem die Saison in Buchbach fertig zu spielen.“

Derzeit scheint eine Lösung mit einem Wechselfenster wie im Winter, also mit Zustimmung des abgebenden Vereins am wahrscheinlichsten. Wäre das ideal?

Breu: „Wie gesagt, am wichtigsten ist, dass es überhaupt in diesem Jahr noch weitergeht. Eine perfekte Lösung gibt es in dieser Situation sicher nicht. Die Zustimmung von Buchbach hätte ich ja in diesem Fall. Aber dann wäre mein letztes Spiel nach zehn Jahren in Buchbach die Partie gegen Eichstätt gewesen, als ich im März 90 Minuten auf der Bank gesessen bin. So stellt man sich den Abschied auch nicht unbedingt vor, das täte schon weh. Unterm Strich könnte ich bei Wiederbeginn aber mit beiden Lösungen leben, also sowohl mit dem einstweiligen Verbleib in Buchbach, als auch mit einem Wechsel.“

MB



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