Der 25-Jährige spricht im Interview über seinen Wechsel

Wacker-Kapitän Maier: "In Schweinfurt kann ich um den Aufstieg mitspielen"

+
Philipp Maier verlässt nach einem Jahr den SV Wacker Burghausen und wechselt zum Ligakonkurrenten 1. FC Schweinfurt.

Burghausen - Nach nur einem Jahr verlässt Philipp Maier, der in Winterpause zum Kapitän ernannt worden ist, den SV Wacker Burghausen Richtung Schweinfurt. Beinschuss.de hat mit dem Mittelfeldspieler über den Wechsel gesprochen.

Philipp Maier wechselte im Alter von zwölf Jahren vom TuS Kienberg in die Jugendabteilung des TSV 1860 Rosenheim. Dort durchlief Maier alle Jugendmannschaften und debütierte anschließend in der 1. Mannschaft in der Regionalliga Bayern. In der Saison 2013/14 wechselte der Mittelfeldspieler für ein halbes Jahr, eher er zu den Sechzgern zurückkehrte. Nach fünf Jahren in Rosenheim verpflichtete der SV Wacker Burghausen im vergangenen Sommer erneut. Nachdem Maier im Winter zum Kapitän ernannt worden ist, wurde Mitte April bekannt, dass der 25-Jährige zur kommenden Saison zum 1. FC Schweinfurt 05 wechseln wird. Beinschuss.de hat mit dem Mittelfeldspieler über die Gründe für den Wechsel und seine Zeit in Burghausen gesprochen.


Hallo Herr Maier, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Sie wechseln zur kommenden Saison nach Schweinfurt. Wie kam es dazu?

Maier: “Mitte Februar hat sich der Verein bei mir telefonisch gemeldet und sein Interesse bekundet. Danach habe ich mit dem Präsidenten Markus Wolf und Trainer Tobias Strobl gesprochen und mir ein bis zwei Wochen Gedanken gemacht. Danach hat sich das ganze finalisiert und ich habe mich zu diesem Schritt entschieden.”


Welche Gründe sprachen für den Wechsel?

Maier: “ Zum einen kenne ich Trainer Tobias Strobl noch sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit beim TSV 1860 Rosenheim und weiß ihn zu schätzen. Zudem beende ich im Sommer mein Studium, deshalb passt für mich der Wechsel sehr gut rein. Dazu kommt noch die sportliche Seite. In Schweinfurt habe ich die Möglichkeit unter Profi-Bedingungen zu trainieren und um den Aufstieg in die 3. Liga mitzuspielen. Ich bin bereit was neues zu machen und weiter weg zu gehen.”

Welche Rolle spielte Trainer Tobias Strobl bei Ihrer Entscheidung?

Maier: “Er hatte einen erheblichen Anteil daran. Ich schätze einerseits wie er Fußball spielen lässt. Das kommt mir sehr entgegen. Außerdem komme ich mit ihm menschlich super aus. Meine Entscheidung ist also auch auf ihn zurückzuführen.”

Sie haben bereits erwähnt, dass auch die sportliche Perspektive eine Rolle gespielt hat. Haben Sie noch den Traum Profi-Fußballer in der 3. Liga zu werden?

Maier: “Für mich war immer klar, dass ich nicht alles stehen und liegen lasse, nur um mich Profi nennen zu könne. Ich habe mir selbst gesagt, falls ich die Chance noch einmal erhalte und das mit meinem zweiten Standbein vereinbar ist, dann will ich das noch einmal probieren. Ob es am Ende für den Aufstieg reicht, wird man sehen.

Welche sportlichen Qualitäten bringen Sie mit nach Schweinfurt?

Maier: “Ich denke, dass ich einen guten Spielaufbau und eine gute Übersicht für das Spiel habe. Außerdem habe ich durch meine Größe Vorteile in der Luft. Das zeichnet mich aus. Dadurch dass ich bereits einige Spiele in der Regionalliga Bayern gesammelt habe, kann ich auch eine gewisse Erfahrung mit einbringen.”

Aufgrund der Corona-Pandemie könnte sich der Wechsel verzögern. Beenden Sie die Saison in Burghausen?

Maier: “Für mich ist klar, sollte die Saison weitergehen, spiele ich diese in Burghausen zu Ende.

Wie gehen Sie mit der aktuellen Situation um?

Maier: “Ich bin froh, dass für mich die Frage, wo es kommende Saison weiter geht, fix ist. Es gibt ja auch Spieler, bei denen der Vertrag am 30. Juni endet und die bislang noch nichts neues haben. Aber natürlich würde ich gerne wieder Fußball spielen. Aktuell ist das aber nicht machbar, es gibt derzeit wichtigere Sachen. Alles andere kann ich nicht beeinflussen.”

Wie nutzen Sie die Zeit aktuell?

Maier: “Ich konzentriere mich auf mein Studium und versuche mich fit zu halten. Das gehört für mich einfach dazu, ohne Sport könnte ich gar nicht. Zum Glück haben wir mit Burghausen zweimal die Woche ein Online-Training, bei denen wir Spieler selber uns Workouts überlegen müssen. Vergangene Woche war ich zusammen mit unserem Keeper Egon Weber an der Reihe. Zum Glück kam das überwiegend positiv an, zumindest aber ich keine negativen Resonanzen bekommen (lacht).”

Sie wechselten erst vergangenes Jahr nach Burghausen. Wie viel verdanken Sie Wacker?

Maier: “Ich bin Burghausen sehr dankbar. Ich war im letzten Sommer mitten in der Saison überraschend vereinslos und hing in der Luft. Kurz vor Ende der Transferperiode hat mich der SV Wacker dann verpflichtet. Ich habe dann meine Spiele gemacht und wurde im Winter zum Kapitän ernannt. Für mich war Burghausen definitiv keine Übergangsstation. Ich hätte mir auch vorstellen können zu bleiben. Aber wenn Schweinfurt nächstes Jahr aufgestiegen wäre, hätte ich mich bestimmt geärgert, die Chance nicht genutzt zu haben.”

Wie würden Sie sich den Abschied aus Burghausen vorstellen?

Maier: “So erfolgreich wie möglich natürlich. Wir haben im Winter mit Leo Haas einen neuen Trainer bekommen und sind mit einem Auswärtssieg in Aschaffenburg erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich Abstand zu den Abstiegsplätzen zu gewinnen. Dazu will ich so viele Minuten wie möglich sammeln und verletzungsfrei bleiben.”

ma



Top-Artikel der Woche: Regionalliga Bayern

Buchbachs Thomas Breu: "So stellt man sich den Abschied nicht vor"
Buchbachs Thomas Breu: "So stellt man sich den Abschied nicht vor"
1860 Rosenheim trainiert wieder: "Jungs sind froh, den Ball wieder am Fuß zu haben"
1860 Rosenheim trainiert wieder: "Jungs sind froh, den Ball wieder am Fuß zu haben"
FC Bayern spendet hohe Summe an jeden bayerischen Regionalligisten
FC Bayern spendet hohe Summe an jeden bayerischen Regionalligisten
In der 97. Minute! Buchbach schafft in einem Herzschlag-Finale den Klassenerhalt
In der 97. Minute! Buchbach schafft in einem Herzschlag-Finale den Klassenerhalt
1. FC Schweinfurt über möglichen Aufstieg: "Natürlich befassen wir uns mit dem Thema"
1. FC Schweinfurt über möglichen Aufstieg: "Natürlich befassen wir uns mit dem Thema"

Kommentare