Last-Minute-Triumph für Wacker

Die Fans in der Wacker-Arena konnten gestern den vierten Heimsieg in Folge feiern. Nach einer verrückten Schlussphase mit zwei Platzverweisen für die Schweinfurter traf Christoph Burkhard in der vierten Minute der Nachspielzeit per Handelfmeter zum entscheidenden 1:0.

Ausgeglichene Halbzeit eins

Die erste Chance im Spiel hatte bereits nach drei gespielten Minuten der wiedergenesene Benjamin Kindsvater. Nach der Balleroberung von Dominic Bauer ging Kindsvater alleine auf das Tor von Pfeiffer zu, seinen Schuss konnte der Keeper aber gerade noch um den Pfosten drehen. Nur kurze Zeit darauf tauchten auch die Gäste zum ersten Mal vor dem Burghauser Tor auf, doch den versuch aus der Distanz konnte Eiban ohne Probleme festhalten. Die größte Chance für den 1. FC Schweinfurt in der ersten Hälfte hatte in der 18. Minute Marino Müller, als er unbedrängt im Burghauser Strafraum zum Schuss kam. Doch seinen Schlenzer konnte Eiban entschärfen. Insgesamt war die erste Hälfte aber eher arm an Höhepunkten. Viele Situationen spielten sich im Mittelfeld ab und auf beiden Seiten gelangen nicht alle Offensivaktionen. Einzig Tobias Schröck hatte noch eine gefährliche Situation in Halbzeit eins als er mit einer schönen Aktion seinem Gegenspieler an der Eckfahne einen Beinschuss verpasste und aus spitzem Winkel nur knapp am kurzen Pfosten vorbeizielte.

Irre Schlussphase in der Wacker-Arena

Die Gäste erwischten den besseren Start in die zweite Halbzeit. In der 49. Minute War Jäckel nach einem schönen Zuspiel von rechts in der Mitte frei, doch sein Abschluss ging am Burghauser Kasten vorbei. Nur zwei Minuten später versuchte es Lunz aus der Distanz, doch auch sein Verusch verfehlte das Tor knapp. Auf die erste Burghauser Chance in der zweiten Halbzeit mussten die Zuschauer bis zur 67. Minute warten. Kindsvater wurde von Jais in Szene gesetzt, doch sein Versuch aus der zweiten Reihe war nicht von Erfolg gekrönt. Im direkten Gegenzug hatten die Gäste die nächste Gelegenheit. Nach einer Ecke konnte die Burghauser Hintermannschaft nach einem Schuss aus dem Getümmel nur mit Mühe zum nächsten Eckball klären. Dann ging es in die Schlussphase und die hatte es in sich. Die Salzachstädter versuchten es immer wieder über den pfeilschnellen Benjamin Kindsvater, den die Unterfranken einfach nicht in den Griff bekamen und sich nur noch mit teilweise heftigen Fouls zu helfen wussten. Deshalb gab es immer wieder Freistoßgelegenheiten für Das Team von Mario Demmelbauer und fast wäre Neuzugang Ebeling sein erster Treffer im ersten Spiel gelungen, doch sein Freistoß aus knapp 20 Metern ging haarscharf am Torwarteck vorbei. Die einzige Chance in für die Schweinfurter in der Schlussphase hatte Marino Müller, doch bei seinem Drehschuss aus kurzer Distanz war Eiban zur Stelle. Doch zum Großteil gehörte die Schlussviertelstunde unseren Jungs die nur noch durch Fouls zu stoppen waren. So kam es, dass bis zur 90. Minute acht Spieler der Gäste eine gelbe Karte gesehen hatten. In der Nachspielzeit wurde es dann hitzig. Zunächst senste Bechmann Tobias Schröck kurz vor der Strafraumgrenze um und sah für sein brutales Foul die rote Karte. Den fälligen Freistoß wollte Christoph Burkhard auf das Tor von Pfeiffer bringen, doch die Hand von Lunz war dazwischen. Schiedsrichter Brütting zeigte auf den Punkt und schickte Lunz mit der Ampelkarte vorzeitig zum Duschen. Beim anschließenden Handelfmeter behielt Kapitän Burkhard einen kühlen Kopf, und schoss mit der quasi letzten Aktion zum viel umjubelten 1:0 ein.

Coach Mario Demmelbauer freute sich über die nächsten drei Punkte vor heimischem Publikum: „Wir sind glücklich über den Sieg. Schweinfurt ist es immer wieder gelungen, Lücken in unserem Verbund zu finden. Nachdem wir aber im System umgestellt haben, waren wir ab der 70. Spielminute die bessere Mannschaft und haben letztlich durch den berechtigten Handelfmeter etwas glücklich aber verdient gewonnen." Nächste Woche trifft man auf den neuen Tabellenführer 1860 München zwei. Gespielt wird am Samstag um 14:00 Uhr im Grünwalder Stadion.

Pressemitteilung SV Wacker

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