SV Schalding-Heining - TSV 1860 Rosenheim

K.O. in der Schlussphase: 1860 Rosenheim kassiert bittere Ligapokal-Niederlage

Thomas Kasparetti im Portrait
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Thomas Kasparetti war trotz der bitteren Niederlage zufrieden mit seinem Team.

Passau - Im ersten Ligapokal-Spiel muss der TSV 1860 Rosenheim eine bittere Niederlage hinnehmen. Trotz Unterzahl lag man beim SV Schalding-Heining lange in Führung, verlor das Spiel aber dennoch in letzter Sekunde.

Von Anfang an gaben beide Teams Vollgas und schenkten sich keinen Zentimeter, in den ersten zehn Minuten musste Schiedsrichter Andreas Hartl gleich dreimal den gelben Karton zücken. Die erste Chance der Partie hatten dann die Gastgeber, Stefan Rockinger verfehlte das Tor aus zentraler Position aber knapp (9.).

Die erste Torgelegenheit für die Rosenheimer hatte Neuzugang Christoph Fenninger, der nach einem Eckball goldrichtig stand, den Kopfball aber knapp neben das Tor setzte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde hatten die Sechziger ganz viel Glück: Torwart Alin Goia war von einem Kopfball zurück zu ihm so überrascht, dass der Pfosten retten musste. Die anschließende Ecke setzten die Niederbayern dann an den Querbalken (34.).

Zimmerschmied fliegt vom Platz - Schalding gleicht aus

Die beiden Aluminiumtreffer schockten die Rosenheimer aber keineswegs. Nur Minuten später wurde Markus Sattelberger im Strafraum sträflich freigelassen, sodass er nur noch zur Führung einköpfen musste (36.). Danach dezimierten sich die Gäste selbst: Der bereits verwarnte Louis Zimmerschmied sah erneut die gelbe Karte, weswegen er die Partie noch in der ersten Halbzeit mit Gelb-Rot verlassen musste (38.).

In Überzahl machten die Gastgeber weiter Druck und kamen kurz vor dem Seitenwechsel noch zum Ausgleich. Markus Gallmeiers Schuss wurde noch abgefälscht, doch Tobias Stockinger reagierte blitzschnell und netzte eiskalt zum 1:1 ein (44.).

Eine knappe Viertelstunde nach der Pause durften die Rot-Weißen aber auch in Unterzahl jubeln. Wie so oft in der Partie tankte sich Christoph Fenninger stark durch und legte auf Achitpol Keereerom zurück, welcher aus fünf Metern zur erneuten Führung einköpfen konnte (57.).

Doppelschlag in der Schlussphase

Von jetzt an hieß es für die Sechziger, die knappe Führung mit einem Mann weniger zu verteidigen. Das funktionierte bis kurz vor Schluss, dann bekamen die Gastgeber aber einen Strafstoß zugesprochen. Fabian Schnabel nahm sich der Aufgabe an, verlud Alin Goia und verwandelte souverän (87.). Die Niederbayern sollten daraufhin unbedingt den Siegtreffer und kämpften bis zum Schluss. In der vierten Minute der Nachspielzeit durften sie dann tatsächlich jubeln, als Alexander Mankowski aus dem Gewühl heraus den Siegtreffer erzielte.

Trotz der bitteren Niederlage war Thomas Kasparetti zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wie erwartet war es ein schweres Spiel. Nicht nur die Zuschauer, sondern auch meine Spieler waren Feuer und Flamme bis zum Schluss. Wir sind verdient in Führung gegangen. Natürlich hat der Platzverweis das Spiel gedreht. Riesenkompliment an meine Mannschaft, die Moral erwiesen und bis zum Schluss nicht aufgegeben hat. Leider fahren wir jetzt ohne Punkte nach Hause. Doch die Moral meiner Mannschaft war grandios, obwohl wir unglücklich verloren haben.“

dg

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