Magerer Punkt für Memmingen

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Nach dem 3:3 (1:0) Unentschieden zwischen der Viktoria Aschaffenburg und dem FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga Bayern stellte sich für beide Seiten die Vergleichsfrage: Ist mit der Punkteteilung nun das Glas halbvoll oder halbleer? Zumindest können die Memminger nach einem dramatischen Spiel damit besser leben als die Gastgeber, für die langsam die Viertliga-Lichter ausgehen.

Beide Teams hatten zuletzt dreimal hintereinander verloren und konnten zumindest die Negativserie stoppen. Der FCM begann überlegen, hatte eine ganze Reihe guter Möglichkeiten, die aber liegen gelassen wurden. Das sollte sich kurz vor und nach der Pause rächen, als Aschaffenburg lediglich „aus zwei Halbchancen heraus“, wie es Viktoria-Trainer Slobodan Komljenovic fairerweise bemerkte, zu zwei Treffern kam. Doch der vom im Winter verpflichteten Torjäger Salvatore Bari (43.) und Mert Sinan Pekesen (52.) herausgeschossene Vorsprung sollte nicht reichen. Das Memminger Trainergespann reagierte mit einem Doppel-Wechsel, der mit einem Doppelschlag die Wende bringen sollte. Mit seinem ersten Ballkontakt wuchtete Steffen Friedrich einen Freistoß zum 1:2 Anschlusstreffer ins Tor (64.). Dann verwertete auch Sebastian Bonfert eine seiner guten Möglichkeiten zum 2:2 Ausgleich (70.), ehe der hoch aufgeschossene Sebastian Schmeiser mit seinem Kopfballtreffer (81) auch den Spielstand auf den Kopf stellte. Doch Aschaffenburg meldete sich noch einmal zurück und Denis Talijan nickte zum 3:3 Endstand ein (85.). Glück und das Geschick seines Torhüters Martin Gruber rettete dem FCM schließlich den Punkt, weil der Keeper einen erneuten Kopfball von Talijan in der Schlussminute noch über die Querlatte lenkte.

So war das Glas aus Sicht von FCM-Trainer Thomas Reinhardt denn am Ende auch eher halbvoll: „Für uns ist das Unentschieden sicher mehr wert, als für die Viktoria“. Komljenovic fehlten etwas die Worte, denn unterm Strich war es für seine Farben zu wenig, weil die Abstiegskonkurrenten zum Großteil voll gepunktet haben. Der Abstand auf die Relegationsplätze ist auf sechs und auf einen Nicht-Abstiegsrang auf neun Punkte angewachsen. Um beim Wasser-Vergleich zu bleiben: In Aschaffenburg gibt’s künftig Selters statt Sekt. Der Abstieg in die Oberliga rückt näher, während die Memminger am nächsten Freitag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Eintracht Bamberg letzte Unklarheiten in Sachen Klassenerhalt vorzeitig beseitigen können.

Pressemitteilung FC Memmingen

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