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3:2-Sieg nach 0:2-Pausenrückstand

Wacker klaut Memmingen Butter samt Brot

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Musste früh mit einer Bänderverletzung raus: Matthias Stingl.

Oft genug hat sich der SV Wacker Burghausen in dieser Saison schon in der Schlussphase noch die Butter vom Brot klauen lassen, am Freitag drehte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schellenberg den Spieß um und nahm aus Memmingen nicht nur die Butter mit, sondern klaute der Elf von Stephan Baierl nach einem 0:2-Rückstand zur Pause gleich das ganze Brot. Stefan Wächter, Julien Richter und Marius Duhnke sorgten mit ihren Treffern im zweiten Abschnitt noch für einen umjubelten 3:2-Erfolg.

Wacker damit nach dem 28. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern mit 41 Punkten so gut wie im sicheren Hafen. „In der Rückrunde haben wir bisher so wenig Punkte geholt, dass uns jetzt ein großer Stein vom Herzen gefallen ist. Es war ein Spiel mit zwei verschiedenen Halbzeiten. In der ersten Hälfte war Memmingen drückend überlegen und wir waren mit dem 0:2 noch gut bedient“, erklärte Trainer Wolfgang Schellenberg und Karl-Heinz Fenk fügte an: „In der Pause hätte keiner einen Schuss Pulver für uns mehr gegeben.“ Dass sich die Wacker-Elf nach dem Seitenwechsel aber dann so am Riemen gerissen hat, nötigte Fenk Respekt ab: „Hut ab vor der Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit alles reingeworfen hat, was sie hatte.“

So zufrieden die Burghauser waren, so verärgert war natürlich FCM-Trainer Baierl: „Das Ergebnis tut richtig weh. Das war ein Paradebeispiel dafür, wie man einen sicher geglaubten Sieg doch noch herschenken kann. So kopflos, wie wir uns in der zweiten Halbzeit präsentiert haben, geht das einfach nicht. Ich hoffe, dass so ein Spiel lehrreich für meine Spieler ist.“ Die hatten die Partie von Beginn an im Griff und gingen in der achten Minute in Front, als der auffällige Ex-Burghauser Fatjon Celani Furkan Kircicek bediente, der noch zwei Burghauser stehen ließ und mit einem Schuss ins lange Eck seinen zehnte Saisontreffer markierte. Doch damit nicht genug an Rückschlägen, denn Matthias Stingl musste nach einem Zusammenprall mit Dennis Hoffmann früh vom Platz und droht nun mit Verdacht auf Bänderriss länger auszufallen.

Memmingen in der Folge mit weiteren Möglichkeiten und in der 41. Minute mit Treffer Nummer zwei, wiederum durch Kircicek, der den Ball aus 18 Metern in den Winkel hämmerte. „Wenn wir zur Pause mit drei Toren im Rückstand gelegen wären, hätten wir uns auch nicht beschweren dürfen“, so Fenk, der Ohrenzeuge einer „sehr ruhigen und sachlichen Halbzeit-Analyse durch das Trainerteam“ wurde und im zweiten Abschnitt seinen Augen fast nicht traute: Erst markierte Wächter mit einem Schuss aus zwölf Metern ins lange Eck den Anschlusstreffer (51.), ehe Memmingens Keeper Martin Gruber mit einer sensationellen Parade gegen Muhamed Sabasic den Ausgleich verhinderte (54.). Auf der anderen Seite hatte es Wacker aber Franco Flückiger zu verdanken, dass Memmingen in der 56. Minute nicht davonzog. Nach einem Konter bediente Nippon-Pfeil Natsuhiko Watanabe Celani, dessen Schuss aus sechs Metern der Wacker-Keeper reaktionsschnell entschärfte.

Der Ausgleich in der 84. Minute war dem eben erst eingewechselten Richter vorbehalten, der nach seiner schnell kurierten Bänderverletzung gleich durch enorme Effizienz bestach: Nach toller Vorarbeit von Christoph Maier, der den Ball perfekt mit der Brust in den Lauf legte, erzielte Richter mit einem Flachschuss aus 14 Metern seinen sechsten Saisontreffer. Das 3:2 in der 87. Minute war freilich etwas glücklich, denn Zerberus Gruber entglitt eine Flanke, Marus Duhnke fiel der Ball vor die Flinte, er umkurvte noch zwei Memminger und traf aus spitzem Winkel – für ihn wie für Wächter und Richter auch Saisontreffer Nummer sechs. „In der Pause habe ich auf ein, zwei Positionen umgestellt, was sich auf unser Offensivspiel positiv ausgewirkt hat. Uns kam auch entgegen, dass wir schnell den Anschlusstreffer erzielt haben“, so Schellenberg, der weiter erklärte: „Nach der verpassten Großchance der Memminger sind wir dann noch im Spiel geblieben und haben durch einen individuellen Fehler des Memminger Torwarts den Siegtreffer zu einem glücklichen Erfolg erzielt.“

mb

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