PM: FC Bayern München II - TSV 1860 Rosenheim: Vorschau

1860 Rosenheim reist mit Personalproblemen zum FC Bayern

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Wie schon im Hinspiel wollen die Rosenheimer Sechziger die Überraschung schaffen und beim FC Bayern München II punkten.

München - Am 29. Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Montag, den 15. April um 20.15 Uhr beim FC Bayern München II antreten.

Letztes Wochenende gegen den Tabellenersten aus Eichstätt, nun geht es gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München, die das Nachholspiel unter der Woche in Aschaffenburg mit 3:2 gewinnen konnte und somit wieder den Platz an der Sonne übernahm. Nach dem Spiel gegen den Tabellenführer ist somit vor dem Spiel gegen den Tabellenführer, wahrlich kein einfaches Programm für den derzeitigen Tabellenvorletzten der Regionalliga aus Rosenheim.

Das Heimspiel gegen den VfB Eichstätt hätten die Sechzger nicht unbedingt verlieren müssen. Beim 3:4 machten es die Kasparetti-Schützlinge dem Kontrahenten ziemlich leicht Tore zu erzielen. Man selbst hingegen konnte erstmalig im Laufe der Saison drei eigene Treffer erzielen, dies sogar gegen eine Spitzenmannschaft und trotzdem stand man am Ende mit leeren Händen da. Aber genau aus der neu erworbenen Offensivstärke kann und wird die Kasparetti-Elf Mut und Selbstvertrauen ziehen. Die Abwehr stand in den letzten Wochen durchaus sicher, der leichtsinnige und oftmals unkonzentrierte Auftritt vom letzten Wochenende in der Verteidigung wird sich sehr wahrscheinlich nicht mehr wiederholen. Und im Angriff – alle drei Stürmer haben eingebombt – ist man auf seinem sehr guten Weg.

1860 will ein gutes Spiel abliefern

Zudem taten sich die Innstädter zuletzt auf des Gegners Plätzen vermeintlich leichter, jedenfalls waren sowohl das Spiel als auch die Punktausbeute jeweils besser. Dem 2:2 zum Auftakt in Memmingen folgte zwar eine 0:1 Niederlage in Schweinfurt, allerdings war man in Unterfranken mindestens gleichwertig. Vor 14 Tagen fuhr man sogar beim 2:1 Auswärtssieg in Burghausen den ersten Dreier im Jahr 2019 ein. Natürlich sollte bzw. darf man nun eigentlich in der Landeshauptstadt nicht zu viel erwarten, allerdings ganz chancenlos ist das Team um Kapitän Matze Heiß beim heißen Aufstiegsaspiranten mit Sicherheit nicht. Und in der aktuellen Tabellenkonstellation muss man egal wo und gegen wen immer ans Punkten denken.

„Wir fahren nach München, um dort auf alle Fälle ein gutes Spiel abzuliefern. Was am Ende dann für uns drin ist, wird sich zeigen. Bayern München II ist natürlich der große Favorit und es ist für uns immer etwas Außergewöhnliches im Grünwalder Stadion auflaufen zu dürfen, aber auch dort ist für uns ein gutes Ergebnis möglich. Wir werden uns auf alle Fälle taktisch etwas Besonderes einfallen lassen und damit vielleicht für eine Überraschung sorgen können“, so der durchaus zuversichtlich Gäste-Trainer Thomas Kasparetti.

Zirkzee und Welzmüller fehlen gesperrt

Ob allerdings nochmal so ein Husarenstück wie in der Vorrunde beim 3:2 Heimsieg gegen den Meisterschaftsfavoriten – damals konnte der TSV 1860 als erstes Team die Mannschaft von Trainer Holger Seitz bezwingen – möglich ist, ist fraglich aber nicht gänzlich unmöglich. Mit Stürmer Kwasi Okyere Wriedt haben die Münchener den mit Abstand besten Torjäger der Liga (20 Treffer) in ihren Reihen, der derzeit alles in Grund und Boden schießt. Daneben ist vor allem Kapitän und Abwehrchef Nicolas Feldhahn eine der wichtigsten Stützen im Team der Heimelf. Als Mittelfeldstratege tritt zudem noch Routinier Maximilian Welzmüller in Erscheinung, der jedoch am Montagabend gelbgesperrt fehlen wird. Ebenso nicht mit von der Partie wird der verletzte Torhüter Christian Früchtl sein, der vermutlich durch Ron-Thorben Hoffmann ersetzt wird. Daneben fehlt rotgesperrt (Platzverweis in Aschaffenburg) der holländische U19-Torjäger Joshua Zirkzee, der in den letzten Wochen konstant bei den Bayern-Amateuren auflief.

Auch in den Reihen der Gäste fehlt ein Akteur gesperrt, Philipp Maier hat es mit Gelb-Rot kurz vor Ende der Begegnung gegen Eichstätt erwischt. Ansonsten sind aktuell einige Spieler im Kader des TSV 1860 Rosenheim angeschlagen, die Einsätze von Linor Shabani und Pius Krätschmer sind äußerst fraglich. Auch bei Matze Heiß (Platzwunde am Kopf) und Sturmtank Markus Einsiedler wird es sehr eng werden (Erkältung). Von den Langzeitverletzten konnte sich nur Leopold Krüger wieder heranarbeiten. Ob es jedoch schon wieder für einen Kaderplatz reicht wird sich zeigen. Vom Personal her also nicht die besten Voraussetzungen.

Rosenheim benötigt dringend Punkte

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Rosenheimer stark ersatzgeschwächt im Grünwalder Stadion auflaufen müssen. Vor allem im zentralen Mittelfeld können die Alternativen ausgehen. Allerdings haben Teams mit dem vermeintlich fast letzten Aufgebot oft schon für Überraschungen sorgen können. Warum sollte dies dem Tabellenvorletzten nicht auch in der Landeshauptstadt gelingen können. Dann darf die Kasparetti-Elf die Münchner allerdings nicht wieder so zum Toreschiessen einladen wie zuletzt das Eichstätter Team. Die Null muss einfach stehen, das wäre dann auf alle Fälle schon mal eine gute Basis. Im Spiel nach vorne konnte die Kasparetti-Elf zuletzt stark zulegen. Hoffentlich können also Majdanevic, Mushkolaj sowie auch Einsiedler - sollte er auflaufen können – ihre Treffsicherheit auch am Montag unter Beweis stellen.

Weitere Zähler im harten Abstiegskampf wären derzeit wirklich Gold wert für den TSV 1860 Rosenheim, egal wie und gegen wen sie zustande kommen.

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

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