Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Polizeieinsatz mit Pfefferspray

Eskalation beim Spiel Türkgücü München gegen Reserve des FC Bayern - Partie abgebrochen

Türkgücü München
+
Eine Fahne mit kurdischem Symbol ließ die Stimmung beim Spiel zwischen Türkgücü München und Bayern II kippen.

Eklat in der Fußball-Regionalliga. Das Punktspiel zwischen Türkgücü München und den Bayern-Amateuren wurde nach einem Polizeieinsatz abgebrochen.

München - Ein Banner mit kurdischer Flagge führt beim Regionalligaspiel zwischen Türkgücü München und den Bayern-Amateuren zu einem Polizeieinsatz mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Nach dem Einsatz mit insgesamt 19 Verletzten wurde die Begegnung am Samstag abgebrochen. 

Kurz nach Anpfiff sei ein Banner mit der Aufschrift „FC Bayern Fanklub Kurdistan“ im Bereich der Bayernfans ausgerollt worden, bestätigte ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Stimmung unter den Fans sei daraufhin gekippt. Die Ordner versuchten noch die Situation aufzuklären, forderten dann aber Verstärkung durch die Polizei an.

Türkische Fans des Gastgebers sahen sich nach Polizeiangaben durch das Banner provoziert. Hintergrund könnte der Anschlag in der Millionen-Metropole Istanbul am vergangenen Sonntag sein, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen und 80 verletzt wurden. Die türkische Regierung gab der PKK, der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans, und der Kurdenmiliz YPG die Schuld. Diese weisen die Verantwortung zurück.

Nachdem Aufforderungen der Bayern-Verantwortlichen und des Stadionsprechers nicht halfen, versuchte die Polizei unter dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray das Banner einzukassieren. „Gewalt ist immer das letzte Mittel, das von polizeilicher Seite eingesetzt wird. Uns ist jede Durchsetzung einer Maßnahme ohne unmittelbaren Zwang das Liebste“, sagte ein Polizeisprecher. In den sozialen Netzwerken wurde die Polizei für die harten Maßnahmen kritisiert. 

Neun Fans und zehn Polizisten wurden nach Polizeiangaben verletzt. Die Schwere der Verletzungen war am Sonntag noch unklar. 

Bereits zwei Minuten nach Anpfiff war das Spiel vom Schiedsrichter wegen Auseinandersetzungen zwischen den Fans erstmals unterbrochen worden. Die Spieler wurden in die Kabinen geschickt, kamen aber wenig später zurück. Nach dem Polizeieinsatz brach der Unparteiische die Partie endgültig ab. Die Polizei führte die Fans getrennt voneinander aus dem Stadion. 

Wie die Partie nun gewertet wird oder ob es eine Wiederholung geben wird, entscheidet der Bayerische Fußball-Verband. „Dass es zum Spielabbruch gekommen ist, kann beileibe nicht im Sinne des Fußballs sein - jede Form von Gewalt hat auf unseren Plätzen nichts zu suchen“, erklärte der Verband.

dpa

Kommentare