Der Regionalligist verrät seine Ziele für 2021

Jahresrückblick mit dem TSV 1860 Rosenheim: „Sind als Verein enger zusammengerückt”

Ist seit Oktober als Abteilungsleiter beim TSV 1860 Rosenheim im Amt: Alexander Neiser.
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Ist seit Oktober als Abteilungsleiter beim TSV 1860 Rosenheim im Amt: Alexander Neiser.

Rosenheim - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim nachgefragt, wie der Verein auf das bisherige Jahr zurückblickt, wie sich die Corona-Pandemie auswirkt und welche Wünsche der Klub für 2021 hat.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor große Herausforderungen. beinschuss.de blickt mit den Klubs aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sehr sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

TSV 1860 Rosenheim: “Die ganze Organisation war eine große Herausforderung”

Nun beantwortete Alexander Neiser, Abteilungsleiter des TSV 1860 Rosenheim, die Fragen von beinschuss.de:

Hallo Herr Neiser, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Alexander Neiser: Für uns als Abteilungsleitung schwer zu sagen, da wir die Aufgabe erst im Oktober angetreten haben. Aber unter dem Strich war es ein positives Jahr. Unsere U15 bis U19 spielen in der höchsten bayerische Liga und alle Teams stehen aktuell in den oberen Tabellenhälften. Die U13 wurde zudem Meister in der Bezirksoberliga. Bei der 1. Mannschaft stehen wir unten drin, es war aber durch den Lockdown und die vielen Wechseln im Sommer sehr schwierig. Wir sind aber für das Frühjahr gewappnet.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben, auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern, aus?
Neiser: Die Jugendteams sind gleich geblieben und wir hatten hier keine Abmeldungen oder Abgänge zu verzeichnen. Das war aber auch mit großen Aufwand verbunden, weil wir den Jungs Online-Training angeboten haben. Hier gilt noch einmal unser Dank an Corox, der uns das ermöglicht hat. Ein Vereinsleben fand natürlich kaum statt, vieles wurde online abgehalten.
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Neiser: Wir beim TSV 1860 Rosenheim kämpfen immer und uns fließt auch nicht das Geld aus den Taschen. Es war natürlich nicht einfach, da wir keine Einnahmen hatten. Aber dank unserer treuen Sponsoren konnten wir die Einbußen auffangen und sind auf einem guten Weg. Aber natürlich kommt es jetzt auch darauf an, wann es wieder weitergeht, jeder Monat ohne Spielbetrieb wird schwieriger. Wir wollen uns hier bei allen Sponsoren bedanken, dass sie uns weiter unterstützt haben und hinter dem Verein stehen. Wir sind als gesamter Verein enger zusammengerückt.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne Momente? Wenn ja welche?
Neiser: Dass wir endlich wieder Fußballspielen durften. Da hat jeder im Verein darauf hingefiebert. Leider haben wir dann im November aufgrund der steigenden Corona-Zahlen wieder einen Dämpfer bekommen und der Spielbetrieb musste eingestellt werden.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Neiser: Die ganze Organisation am Spieltag mit Ordnern, den Abständen und der gewissen Zahl an Zuschauern, war eine große Herausforderung. Dazu gehörte auch die Unsicherheit, wenn ein Spieler mal Grippe-Symptome hatte. Dennoch sind wir mit viel Euphorie gestartet. Vor allem in der Jugend hat sich die gute Vorbereitung mit dem Online-Training gelohnt, weil wir sehr positiv gestartet sind. Wir haben den Übergang in der Abteilungsleitung gemeistert und in dieser Zeit alle zusammengehalten.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Neiser: Da leider in diesem Jahr alle Weihnachtsfeiern ausgefallen sind und wir uns nicht sehen konnten, hoffen wir mit einem großen Fest im Sommer das nachholen zu können. Aber natürlich müssen wir erst einmal beobachten, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Neiser: In den Jugendmannschaften wollen wir die Ligen halten und unsere Jugendförderung weiter nach vorne bringen. Bei der 1. Mannschaft in der Regionalliga lautet das Ziel klar Nichtabstieg. Hier hoffen wir, den direkten Klassenerhalt zu schaffen, das wird eine große Herausforderung. Zudem geht es darum, uns auf die neue Saison vorzubereiten. Unser Ziel für die Zukunft ist es, dass wir mehr Spieler aus der eigenen Jugend in die 1. Mannschaft integrieren.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Neiser: Wir hoffen natürlich, dass bald wieder Normalität einkehrt und wir uns wieder ohne Angst begegnen können. Wir wünschen uns, dass der Zusammenhalt im Verein weiterhin so groß bleibt und wir die familiäre Strukturen im Verein weiter ausbauen können. Zudem wollen wir weiter sportlich erfolgreich bleiben und finanziell weiter auf gesunden Beinen stehen.
Herr Neiser, vielen Dank für das Interview.

ma

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