Verteidiger verbringt spielfreie Zeit in der Heimat

Burghausens Mazagg über seine Odysee nach Südtriol: "War acht Stunden unterwegs"

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Lukas Mazagg (r.) verbringt die spielfreie Zeit bei seiner Familie in Südtirol.

Burghausen - Lukas Mazagg, Verteidiger beim SV Wacker Burghausen, ist von der Corona-Krise ganz besonders betroffen. Als gebürtiger Südtiroler, der die freie Zeit bei seiner Familie verbringen wollte, musste er eine wahre Odyssee auf sich nehmen, um in die Heimat zu kommen.

Seit Sommer 2019 spielt Lukas Mazagg für den SV Wacker Burghausen. Der 20-jährige Verteidiger lief in der U19 noch für den SB DJK Rosenheim auf, ehe der Weg zu den Würzburger Kickers führte. Dort wurde er in seinem ersten Jahr im Herrenbereich direkt zum Kapitän der Bayernligamannschaft ernannt. In der aktuellen Saison hat Mazagg zwölf Einsätze für den SV Wacker Burghausen zu verzeichnen. Auch er ist von der Corona-Krise betroffen, als gebürtiger Südtiroler befindet er sich dazu noch in einer besonderen Situation.

"Ich war acht Stunden unterwegs"

Mazagg wollte während der spielfreien Zeit nämlich auf keinen Fall alleine in seiner Burghauser Wohnung bleiben, weswegen er sich dazu entschied, zu seiner Familie in Norditalien zu reisen. Die Fahrt entwickelte sich dabei zu einer Odyssee, da die Grenze zwischen Österreich und Italien schon geschlossen war. Also musste er den Weg über die Schweiz wählen, wie er gegenüber fupa.net berichtete: "Ich musste also umdisponieren, musste den Bus nach Martina in die Schweiz nehmen. Anschließend ging es von dort wieder mit dem Bus in meinen Heimatort Glurns. Insgesamt war ich acht Stunden unterwegs."

In Italien gelten noch striktere Vorgaben als in Deutschland, dort dürfen sich die Einwohner nur im Umkreis von 200 Metern um das eigene Haus bewegen. Das zwingt Mazagg zu außergewöhnlichen Maßnahmen: "Wenn ich rausgehe, dann laufe ich immer um unser Haus herum. Da gibt's eine Strecke, da dreh ich dann etliche Runden. Es gibt Spannenderes", so der Verteidiger im Interview mit fupa.net.

Wacker Burghausen ruft Crowdfunding ins Leben

Der Spielbetrieb in Bayern ruht immer noch, die Saison soll aber auf jeden Fall beendet werden, das entschied der Bayerische Fußballverband. Um der Krise und den damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten entgegen zu wirken, rief der SV Wacker Burghausen eine Crowdfunding-Aktion ins Leben (wir berichteten), welche aktuell (Stand: 15. April, 14 Uhr) schon 17.951 Euro an Senden zusammen getragen hat.

Geschäftsführer Andreas Huber zeigte sich von der Welle der Solidarität beeindruckt: "Das ist einfach nur überwältigend und zeigt, welche Rolle der Fußball in der Region nach wie vor einnimmt."

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dg



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