Vorschau: SV Heimstetten - TSV 1860 Rosenheim

1860 Rosenheim muss in Heimstetten unbedingt punkten

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Heimstetten - Am siebten Spieltag der Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am Freitag, den 17. August um 19 Uhr beim SV Heimstetten antreten.

Nach bisher fünf absolvierten Spielen können die Gastgeber aus dem Münchener Vorort bereits neun Zähler auf der Habenseite verbuchen. Für einen Aufsteiger aus der Bayernliga ist dies eine durchaus bemerkenswerte Bilanz. Zuletzt konnten Kapitän Mathias Regal und Co. beim routinierten Regionalligisten TSV Buchbach einen 5:2 Auswärtssieg einfahren. Ja, genau in Buchbach, dort wo sich die Rosenheimer in diversen Derbys seit etlichen Jahren schon sehr schwer tun und keine Punkte holen konnten.

Allen Sechzgern ist somit klar, welch Mammut-Aufgabe sie dort in Heimstetten erwartet. Noch dazu stellt das Team von Trainer Christoph Schmitt mit Orhan Akkurt den derzeit besten Torschützen der Regionalliga. Sagenhafte sieben Treffer konnte der Bomber vom Dienst bisher in der neuen Liga erzielen. Es wartet also auf Kapitän Matze Heiß, dessen Co. Wiggerl Räuber und ihre Mannen mit dem Top-Torjäger eine äußerst anspruchsvolle und spannende Herausforderung. Noch dazu mussten die Gäste bis dato in jedem Saisonspiel mindestens ein Gegentor hinnehmen. Dies gilt es abzustellen.

Statistiken machen Rosenheim Mut

Die aktuell schier desaströse Auswärtsbilanz von null Zählern und 0:10 Toren in den drei gespielten Begegnungen lässt die Zaric-Elf sicherlich nicht unbedingt als großer Favorit in Heimstetten auflaufen. Jedoch wiederum vergeigte die Heimelf selbst auch die bisherigen beiden Auftritte vor eigenem Publikum und musste sich jeweils den Gegnern geschlagen geben. „Natürlich wird es eine sehr schwere Aufgabe für uns. Von den bisher gezeigten Leistungen des SV Heimstetten muss man großen Respekt haben. Wir wissen schon, was uns dort bevorsteht. Jedoch konnten wir schon oftmals in der Vergangenheit aus den Begnungen in Heimstetten schon gute Resultate mitnehmen, gewissermaßen liegen uns die Gastgeber“, so der durchaus positiv gestimmte Abteilungsleiter Franz Höhensteiger. Und genau diese Statistiken machen den Gästen Mut.

"Meine Jungs arbeiten nach wie vor hervorragend"

Sicherlich beendeten die Innstädter die letzten drei Liga-Begegnungen als klarer Verlierer – 0:3 in Buchbach, 0:4 in Nürnberg und zuletzt eine 1:4 Heimniederlage gegen starke Memminger – aber in jedem Spiel war man lange Zeit mindestens ebenbürtig. Es lag oftmals nur an der ein oder anderen missglückten Szene, mit der die Kontrahenten dann jeweils in Führung gehen konnten. Ein Gegentreffer, egal ob Eigentor oder Traumtor wie am letzten Spieltag, nagte bis dato oft zu sehr am Selbstvertrauen und nahm den Glauben an die eignen Stärken der Rothemden. Ein weiteres negatives Erlebnis im Spiel folgte dann bald dem nächsten und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Diesen psychologischen „Knacks“ im Spiel muss die Mannschaft von Trainer Ogi Zaric einfach nur mal ablegen und ihr Ding trotz möglicher zwischenzeitlicher Nackenschläge trotzdem durchziehen. „Meine Jungs arbeiten nach wie hervorragend und ziehen voll mit. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich positive Ergebnisse wieder einstellen. Wir fahren sehr optimistisch nach Heimstetten“ so der überzeugte Fußball-Lehrer Ogi Zaric. Die Saison ist noch sehr jung, 28 Punktspiele stehen dem TSV noch bevor. Und warum sollte nun bei der Partie beim Aufsteiger nicht auch der Knoten wieder platzen können?

Rosenheim will Punktekonto wieder aufstocken

Verletzungsprobleme liegen derzeit im 60er Kader, außer beim definitiv noch länger fehlenden Fatih Eminoglu, keine größeren vor. Bis auf den rotgesperrten Omar Jahic sowie Markus Einsiedler können die Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti aus dem Vollen schöpfen. Die Abwesenheit von Markus „Siedler“ Einsiedler neigt sich aber schön langsam dem Ende zu, nach Beendigung der Flitterwochen steigt der Ur-Sechzger demnächst wieder mit voller Kraft und Leidenschaft ins Training ein. Auch seine berufliche Situation ist endgültig geklärt, somit steht einem dauerhaften Engagement des Sturmtanks in Kürze nichts mehr im Wege.

Natürlich möchte der TSV 1860 Rosenheim auch aus dem Münchener Vorort möglichst was Zählbares mitnehmen und das Punktekonto von derzeit lediglich vier Punkten weiter aufstocken. Dieses Vorhaben ist sicherlich keine Utopie, aber die bisherigen Auftritte lassen hinsichtlich der erzielten Ergebnisse auf des Gegners Plätzen die Favoritenfrage vor Spielbeginn eindeutig beantworten. Wenn dieses Mal aber auch die Leistung in das Resultat eingebunden werden kann, stehen die Chancen für den TSV 1860 durchaus nicht schlecht. Die wahrlich vorhandenen „PS“ müssen Heiß, Räuber und Co. endlich wieder auf den Rasen bringen und ihr Ding durchziehen, dann klappt es auch wieder mit weiteren Punkten. Das Ganze ist also eher eine mentale und keine sportliche Frage, die möglichst bald schon wieder mit einem Ausrufezeichen beendet werden soll.

Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim

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