SV Wacker Burghausen - FC Augsburg II

Burghausen holt Dreier nach rasantem zweiten Durchgang gegen Augsburg

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Sammy Ammari, hier im Duell gegen Christopher Lannert, erzielte seinen ersten Doppelpack für Burghausen.
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Burghauen - Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die 715 Zuschauer beim 3:2-Erfolg des SV Wacker Burghausen am Samstag in der Wacker-Arena gegen den FC Augsburg II. War der erste Durchgang von Taktik geprägt und eher ein Gähner, so entwickelte sich nach der Pause eine rasante Partie mit zahlreichen Torchancen, in der Doppelpacker Sammy Ammari und Keeper Egon Weber den Erfolg der Gastgeber sicherten.

Burghausens Trainer Wolfgang Schellenberg war mit dem ersten Abschnitt durchaus zufrieden: "Wir sind da gut gestanden." Nach Chancen von Denis Ade, Andrija Bosnjak und Sammy Ammari gelang Bosnjak in der 37. Minute mit einem 18-Meter-Schuss ins linke Kreuzeck der Führungstreffer für die Hausherren, nachdem Stefano Russo zuvor fast den eigenen Keeper überwunden hätte. Ansonsten viel Ballgeschiebe und wenig berauschende Momente. "Die erste Halbzeit war schlecht, wir haben fast wie eine AH gespielt und waren überhaupt nicht präsent", ärgerte sich Augsburgs Trainer Josef Steinberger, dessen Team nach der Pause ein ganz anderes Gesicht zeigte und binnen einer Minute fast die Partie gedreht hätte. Kilian Jakob markierte in der 50. Minute nach Zuspiel von Hendrik Hofgärtner den Ausgleich, keine Zeigerumdrehung später tauchte Hofgärtner allein vor Weber auf, der mit einer Glanzparade den Rückstand verhinderte. "Wenn Egon da nicht hält, geht Augsburg wohl als Sieger vom Platz", war sich auch Schellenberg des entscheidenden Moments der Partie bewusst.

Ammari schnürt seinen Doppelpack

Es folgte ein offener Schlagabtausch, der für beste Unterhaltung bei den Fans sorgte, den Trainern aber weniger gefiel. Schellenberg: "Wir haben uns zwar viele Chancen erarbeitet, aber auch viel zu viele zugelassen." Hätte nicht Russo gegen Ammari auf der Linie gerettet, wäre bereits in der 55. Minute der erneute Führungstreffer für Wacker fällig gewesen. So mussten sich die Fans noch etwas gedulden, weil sich FCA-Keeper Daniel Witetschek in einen Kracher von Lukas Aigner aus drei Metern warf, ehe er einen Ball nach vorne abwehrte, Ammari seinen Gegner narrte und zum 2:1 vollendete (61.). Nur elf Minuten nach seinem ersten Heimtreffer legte Ammari nach und markierte nach Zuspiel von Felix Bachschmid aus kurzer Entfernung gleich noch das 3:1 (72.). Mit einem Fallrückzieher, der am Außennetz landete, hätte der Ex-Buchbacher wenig später fast noch seinen dritten Treffer erzielt, doch auch Augsburg gab sich noch nicht geschlagen: Der eingewechselte Lukas Petkov setzte sich in der 81. Minute an der Grundlinie durch und Joseph Ganda vollendete zum 3:2-Endstand – da sah wiederum die Wacker-Defensive nicht gut aus.

Wacker klettert auf Rang sieben

"Wenn wir das 2:1 machen, nimmt das Spiel mit Sicherheit einen anderen Verlauf", spekulierte Steinberger, der ob der erneut knappen Niederlage richtig angefressen war: "Irgendwann muss ich an der Qualität zweifeln. Das Lob für unser Spiel kann ich schon nicht mehr hören, da kriege ich Brechreiz. Wieder fahren wir mit einer selbst verschuldeten Niederlage nach Hause." Während Augsburg nun schon seit acht Spielen auf einen Sieg wartet, kletterte Wacker durch den zweiten Dreier in Folge auf Rang sieben. 16 Punkte aus zehn Spielen sind nach dem Stotterstart durchaus ordentlich, aber jetzt kommen nach dem Auswärtsspiel am Samstag in Illertissen mit Nürnberg II, Bayreuth und Türkgücü auch die richtig harten Brocken.

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dg/SV Wacker Burghausen (MB)

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