SV Wacker Burghausen - 1. FC Schweinfurt 05

Schweinfurt eine ganze Nummer zu groß für Burghausen

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Wartet noch auf das erste Erfolgserlebnis unter seiner Regie: Ronald Schmidt.

Burghausen  Die Talfahrt des SV Wacker Burghausen in der Fußball-Regionalliga Bayern konnte auch am 20. Spieltag nicht gestoppt werden: Im Spiel zwei nach Schellenberg unterlag Wacker am Samstag dem Tabellenzweiten Schweinfurt 05 mit 0:3 – ein Resultat, das bereits zur Halbzeit feststand.

Nach acht Spielen ohne Dreier beträgt der Vorsprung auf die Relegationszone nur noch zwei Punkte, in den verbleibenden beiden Begegnungen in Heimstetten und gegen Schalding muss die Elf von Trainer Ronald Schmidt den Schalter unbedingt umlegen, ansonsten überwintert Burghausen in der Abstiegszone. Waren zuletzt meist die ersten 45 Minuten aus Wacker-Sicht die besseren, so war die Partie am Samstag bereits zur Pause gelaufen. „Leider konnten wir das, was wir uns vorgenommen hatten, nicht umsetzen. Vielleicht war es auch der falsche Gegner. Die Schweinfurter Offensive besitzt mit die höchste Qualität in dieser Klasse. Da ist es für uns schwierig zu bestehen“, analysierte Schmidt.

Drei Treffer vor der Halbzeit entscheiden das Spiel

Nach einem Warnschuss von Muhamed Subasic auf der einen Seite (3.), machte die Schnüdel drei Minuten später bereits ernst: Eine Flanke von Benedict Laverty legte Amer Suljic mustergültig auf Kevin Fery ab, der mit einem Flachschuss ins rechte Eck die Führung für die Gäste erzielte. Pech hatte dagegen Burghausens Kapitän Kevin Hingerl, der mit einem Kopfball nach Ecke von Denis Ade die Querlatte streifte (17.), nur wenig später jubelte aber erneut die Mannschaft des neuen Schnüdel-Trainers Tobias Strobl: Wacker-Keeper Egon Weber kann eine abgerutschte Flanke von Marco Fritscher nicht klären und boxt sich die Kugel in die eigenen Maschen (20.).

Bei dieser Hypothek nach nur 20 Minuten war die Niederlage fast schon besiegelt, fehlt den Gastgebern nach der langen Phase der Erfolglosigkeit das Selbstvertrauen, um so ein Spiel noch zu drehen. Beinahe hätte Tim Danhof in der 31. Minute den dritten Treffer nachgelegt, scheiterte jedoch aus acht Metern am Außenpfosten. Mehr Erfolg hatte dann der Ex-Burghauser Fritscher, der in der 43. Minute mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern das 3:0 besorgte.

"Das Ergebnis ist völlig verdient"

Nach dem Seitenwechsel verpassten die Gäste bei dicken Konterchancen durch Florian Pieper (55.) und Suljic (62.) den vierten Treffer und auch dem Ex-Rosenheimer Pius Krätschmer gelang Tor Nummer vier nicht, weil Weber seinen Freistoß noch zur Ecke lenkte (71.).

Unterm Strich eine relativ klare Angelegenheit: Wacker in der Offensive einfach zu zögerlich und in der Defensive mit einigen Fehlern, die vom Tabellenzweiten genutzt wurden. Schmidt: „In der zweiten Halbzeit waren wir besser im Spiel, haben uns gegen die Niederlage gewehrt. Dennoch ist das Ergebnis völlig verdient. Jetzt müssen wir die Jungs aufrichten und auf das nächste Spiel vorbereiten.“ Zufrieden war natürlich Strobl, der den zweiten Dreier im zweiten Spiel unter seiner Regie feiern konnte: „Es war speziell in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel von uns. Wir hatten vor allem in der Offensive viele gute Momente und sind verdient mit der Führung in die Pause gegangen. Wir hätten sogar noch höher führen müssen. In der zweiten Halbzeit war es ein unangenehmes Spiel für uns, weil der Gegner präsenter war. Insgesamt sind wir aber verdient als Sieger vom Platz gegangen.“

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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

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