Burghausen nach Niederlage nur noch auf Rang sechs

Wacker scheitert gegen Garching an der Chancenverwertung

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Garchings Kapitän Dennis Niebauer stoppt Matthias Stingl mit einer Ringereinlage.
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Burghausen - Neues Jahr, altes Leid – der SV Wacker Burghausen ist auch im ersten Spiel nach der Winterpause an seiner Chancenverwertung gescheitert. Nach dem 0:2 am Samstag in der Wacker-Arena gegen Kellerkind VfR Garching rutschte das Team von Trainer Wolfgang Schellenberg von Rang vier auf Platz sechs ab.

„Wir haben fünf oder sechs todsichere Chancen. Wenn wir die machen, hat Garching hier keinen Auftrag. So einfach ist das“, zeigte sich Mittelantreiber Lukas Aigner enttäuscht und nahm sich dabei selber ins Gebet: „Ich hatte genug Möglichkeiten, um selbst die Tore zu machen.“ Seine beste Gelegenheit ergab sich in der 27. Minute, als er allein aufs Tor marschierte, Torwart Maximilian Engl aber nicht überwinden konnte und den Abpraller per Kopf aufs Tornetz setzte. Zuvor hatte Engl schon in der zwölften Minute gegen Neuzugang Andrija Bosnjak gehalten, der einen Zuckerpass von Muhamed Subasic aus sechs Metern nicht im Tor unterbrachte. Glück hatte der Garchinger Keeper indes in der 26. Minute nach einer missratenen Faustabwehr, denn Subasic traf die tückisch aufsetzende Kugel nicht richtig und verfehlte deswegen aus 14 Metern den Kasten.

SV Wacker Burghausen - VfR Garching

Wacker scheitert an Garchings Keeper Engl

„Wir haben überragend angefangen, hätten dann aber nach einer unerklärlichen Schwächephase in Rückstand geraten müssen. Solche Schwächephasen kann man sich nur leisten, wenn man einen überragenden Torhüter hat“, befand Garchings Trainer Daniel Weber. In der Tat war Engl in den entscheidenden Situationen der Rückhalt seines Teams, ansonsten offenbarte er aber auch Unsicherheiten, die Wacker nicht zu nutzen verstand. So patschte er in der 29. Minute den Ball Subasic vor die Füße, doch dessen Heber ging über die Latte und als er an einer Ecke vorbeisegelte rettete beim Schuss von Christoph Buchner der Außenpfosten (31.). „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben vier bis fünf gute Chancen, davon drei todsichere. Wenn wir die gemacht hätten, wären wir nach einer halben Stunde klar vorne gelegen. So aber ist Garching mit dem ersten Schuss aufs Tor in Führung gegangen“, ärgerte sich Schellenberg. Nach einer Ecke landete die Kopfballabwehr von Aigner bei Mark Zettl, der aus 20 Metern genau in den Winkel traf – ein echter Sonntagsschuss (40.)!

Garching trifft nach grobem Fehler zur Entscheidung

Fehlte nach dem Seitenwechsel bei Wacker die letzte Überzeugung oder hat es Garching einfach gut gemacht? Schwer zu sagen, Fakt ist aber, dass die Burghauser nur noch zu drei Halbchancen durch Thomas Winklbauer, Julien Richter und Neuzugang Andreas Scheidl gekommen sind. Garching stand gut gefächert und wartete geduldig auf die nächste Möglichkeit, die sich nach einem Fehler der Gastgeber im Aufbauspiel ergab: Ex-Löwe Simon Seferings steckte auf Joker Emre Tunc durch, der den Ball aus elf Metern an Franco Flückiger vorbeilegte. Schellenberg: „Wenn man solche Geschenke wie wir beim 2:0 machen, muss man nicht weiterreden.“

Für Weber die heiß ersehnte Entscheidung: „Solange man nur mit einem Tor vorne liegt, ist nichts entschieden. Gerade wenn in dieser Jahreszeit der Rasen mit zunehmender Spielzeit schlechter wird, weiß man nie was passiert.“ Passiert wäre beinahe noch der dritte Treffer der Garchinger, als Franco Flückiger einen frechen Freistoß von Orkun Tugbay reaktionsschnell aus dem bedrohten Winkel boxte (88.). Für die Garchinger, die schon das Hinspiel mit 3:1 gewonnen haben, wars nach dem Sieg im Nachholspiel gegen Fürth bereits der zweite Dreier des Jahres, der sogar Weber etwas überraschte: „Ich bin schon positiv gestimmt, wie wir aus dem Winter gekommen sind. Das ist normal nicht unsere Stärke.“

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