Kein Torschuss und keine Trainingsspiele

„Ein echter Lichtblick“: Wacker-Coach Haas spricht über den Trainingsauftakt

Wacker-Coach Leo Haas.
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Durfte nach sechs Monaten Pause am Samstag wieder seine Mannschaft zum Training bitten: SV Wacker Burghausens Coach Leo Haas.

Der SV Wacker Burghausen startete am Samstag nach sechs Monaten Pause wieder mit dem Traininsgsbetrieb. Die Freude war nicht nur bei den Spielern groß, sondern auch beim Trainer Leo Haas. „Das Verhindern von Verletzungen ist jetzt besonders wichtig“, betont der Wacker-Coach.

Burghausen - „Es hat unheimlich Spaß gemacht, die Freude darüber, dass wir wieder auf den Platz durften, war das Wichtigste“, Burghausens Trainer Leo Haas war nach dem ersten Mannschaftstraining seit Ende Oktober einfach nur glücklich, die „Jungs wieder auf dem Platz zu haben.“ Der Coach des Fußball-Regionalligisten konnte am Samstag bis auf den leicht angeschlagenen Georgios Spanoudakis, der Anfang der Woche wieder einsteigt, den gesamten Kader begrüßen.

Wacker-Coach Haas: „Das Verhindern von Verletzungen ist jetzt besonders wichtig“

Vier Einheiten stehen diese Woche auf dem Programm, bei denen Haas die Spieler langsam wieder heranführen will: „So eine Situation gab es ja noch nie, dass die gesamte Mannschaft ein halbes Jahr nicht trainiert hat. Wenn ein oder zwei verletzte Spieler nach einem halben Jahr wieder dazukommen, ist das ganz anders.“

Haben wieder den Ball am Fuß: Burghausen Bachmann (Mitte) und Walter (r.).

Insofern will Haas die Jungs nicht überfordern: „Wir werden die nächsten Wochen alle Übungen mit dem Ball machen. In der ersten Woche werden wir uns auf die im Fußball spezifischen Abläufe ohne großen Körperkontakt konzentrieren und erst dann vermehrt ins Zweikampfverhalten einsteigen. Wir brauchen da einen logischen Aufbau mit Sinn und Verstand, ansonsten kann es gut sein, dass gleich wieder einige Spieler aussetzen müssen. Das Verhindern von Verletzungen ist jetzt besonders wichtig.“ Insofern wird es, auch wenn das die Spieler am liebsten machen würden, erst einmal keine Trainingsspiele und auch kein Torschusstraining geben.

„Das ist für uns alle nach Monaten ein echter Lichtblick

Entscheidend ist allerdings auch, dass die Hygienevorschriften penibel eingehalten werden. Um keine Kontakte in geschlossenen Räumen zu haben, hat Wacker die Kabinen gesperrt. Die Spieler kommen schon mit den Trainingsklamotten und ziehen sich nach dem Training auf dem Platz um.

Die Trainingskleidung müssen die Spieler dann selber waschen – in normalen Zeiten übernimmt das der Verein. Haas: „Die Jungs sind so froh, dass sie wieder ihrer Leidenschaft Fußball nachgehen können, dass sie das gerne auf sich nehmen. Wir sind einfach alle nur froh, dass es jetzt in die richtige Richtung zu gehen scheint. Das ist für uns alle nach Monaten, die nur schwer zu verkraften waren, ein echter Lichtblick.“

Ungerath war beim Training dabei - im Ligapokal darf er aber nicht spielen

Mit dabei bei der ersten Einheit nach sechs Monaten auf Platz eins war auch Sommer-Zugang Robin Ungerath, der vom Bayernligisten TSV Wasserburg die Zustimmung bekommen hat, mit dem Wacker-Team zu trainieren. „Bei den Spielen im Liga-Pokal darf er natürlich nicht mitmischen und wenn Wasserburg auch wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen sollte, dann wird er selbstverständlich mit Wasserburg trainieren“, so Haas, der auch die Winter-Neuzugänge Maxi Reiter, Markus Schöller und Johannes Kraus begrüßen konnte. Ebenfalls schon fest eingeplant sind die jüngst mit Verträgen ausgestatteten U19-Spieler Daniel Miladinovic und Levin Ramstetter.

Die Freude über die Rückkehr auf dem Platz war beim SV Wacker Burghausen groß!

„Trotz der zahlreichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, denen wir uns unterziehen müssen, überwiegt natürlich die Freude, dass der Ball rollt. Zudem haben wir jetzt ein Ziel vor Augen. Wir wollen eine gute Rolle im Liga-Pokal spielen und sind bereits gespannt, gegen wen wir dann antreten“, sagt Sportlicher Leiter Karl-Heinz Fenk.

Sieger des Ligapokals winkt ein DFB-Pokal-Startplatz

Der Sieger des Liga-Pokals in der Regionalliga erhält einen von zwei bayerischen Startplätzen für die DFB-Pokal-Hauptrunde der Saison 2021/22. Zudem rutschen vier Mannschaften vom Ligapokal in das Toto-Pokal-Viertelfinale und haben dort die Chance über den Pokalsieg den zweiten Startplatz zu erreichen. In diesem Viertelfinale steht bislang nur Türkgücü München, das sich in einem Blitzturnier gegen die anderen bayerischen Drittligisten TSV 1860 München, SpVgg Unterhaching und FC Ingolstadt durchgesetzt hat. Ob die 24 Amateurvereine der Kreissieger die weiteren drei Teilnehmer ausspielen können, ist derzeit noch nicht absehbar.

MB

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