Nollenberger erzielt das Tor des Tages für Bayreuth

60er kassieren vierte Niederlage in Folge: „Sind zu ungeduldig geworden“

TSV 1860 Rosenheims Coach Thomas Kasparetti.
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1860-Coach Thomas Kasparetti freut sich auf den Re-Start, auch wenn es noch viele Fragezeichen gibt.

Rosenheim - Der TSV 1860 Rosenheim wartet auf den ersten Sieg im Jahr 2020 in der Regionalliga Bayern. Am Samstag gab es eine knappe Niederlage gegen die SpVgg Bayreuth. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Kasparetti nach dem Spiel.

Es war die vierte Niederlage in Folge. Am Samstag unterlag der TSV 1860 Rosenheim im Heimspiel der SpVgg Bayreuth mit 0:1 und bleibt damit weiter auf einem Abstiegs-Relegationsplatz stehen. In einem über weite Strecken schwachen Spiel erzielte Alexander Nollenberger das Tor des Tages.

„Wir standen hinten kompakt und waren nach vorne mutig“

„Wir haben es heute besser gemacht, als die letzten Wochen und guten Fußball gespielt“, sagt 1860-Coach Thomas Kasparetti nach dem Spiel. „Wir standen hinten kompakt und waren nach vorne mutig. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Erneut fehlten dem Coach einige Leistungsträger. Dominik Bacher, Tizian Zimmermann und Alexis Fambo sowie Adel Merdan (Muskelfaserriss), Sam Zander (Innenbandverletzung im Knie) und Yannick Albrich fielen aus. Christoph Fenninger war aufgrund seiner Rote Karte vom vergangenen Wochenende gegen Schalding-Heining gesperrt. 

Nach einer ereignislosen Anfangsphase erarbeiteten sich die 60er im ersten Durchgang gute Chancen. So probierte es Julian Höllen aus der Distanz (22.), aber wie auch Korbinian Linner (26.) und Achitpol Keereerom scheitertet die 60er an Bayreuths Keeper Sebastian Kolbe. Die größte Möglichkeit hatte Linner in der 34. Minute, als sein Schuss aus gut 18 Metern noch abgefälscht wird und knapp am Torpfosten vorbeiflog.

Auf der Gegenseite kam der Tabellenvierte, der seiner Favoritenrolle an diesem Tag nicht gerecht wurde, kaum zu gefährlichen Strafraumszenen. „Rosenheim hat uns das Leben schwer gemacht. In der erste Halbzeit hatten wir nicht so die Torchancen“, so SpVgg-Trainer Timo Rost.

Bayreuth fordert Elfmeter - Nollenberger erzielt das entscheidende Tor

Im zweiten Durchgang wurde der Favorit aus Bayreuth von Minute zu Minute besser. In der 70. Minute forderten die Gäste lautstark einen Elfmeter, als Marcel Schiller im Strafraum zu Fall kam. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. „Den Strafstoß kann man durchaus geben“, sagt Rost.

Die Kasparetti-Elf konnte im zweiten Durchgang kaum mehr für Torgefahr sorgen. „Wir haben kaum was zugelassen“, betont Rost. Und so deutet sich an, was in der 78. Minute passierte. Nollenbergers Schuss aus 16 Metern wurde noch von einem Rosenheimer entscheidend abgefälscht und rutschte Alin Goia unter dem Körper hindurch. Damit führte die SpVgg mit 1:0. „Wir hätten nach unserem Tor unsere Möglichkeiten besser ausspielen müssen. Dann hätten wir mehr Ruhe gehabt“, sagt Rost. In der Schlussphase kamen die 60er aber nicht mehr gefährlich vor das Tor und so blieb es beim knappen 1:0-Sieg für den Gast.

„Leider sind wir in der zweiten Halbzeit zu ungeduldig geworden“

„Wir standen lange hinten stabil“, sagt Kasparetti. „Leider sind wir in der zweiten Halbzeit zu ungeduldig geworden.“ Am Ende eine unglückliche Niederlage, denn ein Unentschieden wäre aus Sicht der Rosenheimer möglich gewesen. Die 60er bleiben weiter auf dem ersten Abstiegs-Relegationsplatz und haben zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Kommende Woche reist der TSV zum Sechs-Punkte-Spiel zum direkten Konkurrenten SV Heimstetten. Dann soll der erste Sieg in diesem Jahr eingefahren werden.

ma

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