Der Neuzugang der 60er im Beinschuss-Interview

Fenninger über seinen Wechsel: „Ich will auf dem Platz vorangehen“

Christoph Fenninger im Trikot des TSV 1860 Rosenheim.
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Christoph Fenninger spielte zuletzt für SpVgg Bayreuth. Nun wechselt der Stürmer zu den 60er. Dort freut man sich auf den Vollblutstürmer.

Rosenheim - Der Kader der 60er ist mit der Verpflichtung von Christoph Fenninger nun komplett. Der gebürtige Traunsteiner geht bis zum 30. Juni 2022 für den TSV 1860 Rosenheim auf Torejagd. beinschuss.de hat mit Fenninger über den Wechsel und seine bisherigen Stationen gesprochen.

Der TSV 1860 Rosenheim wurde auf dem Transfermarkt noch einmal fündig und verpflichtete vergangene Woche Christoph Fenniger. Zuletzt stürmte der gebürtige Traunsteiner für die SpVgg Bayreuth. Nun unterschrieb er bei den 60er eine Vertrag über zwei Jahre bis zum 30. Juni 2022.

beinschuss.de hat mit dem Neuzugang über den Wechsel, seine Zeit in Bayreuth und das verlorene Relegationsspiel gegen den TSV 1860 München gesprochen.

Hallo Herr Fenninger, wie kam es zu Ihrem Wechsel nach Rosenheim?
Christoph Fenninger: Hans Kroneck (Sportlicher Leiter des TSV 1860 Rosenheim) hat mich kontaktiert. Die Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht und es waren offene und ehrliche Gespräche. Ich durfte bereits die vergangenen Wochen mittrainieren und konnte so das Team kennenlernen. Am Ende hat es einfach gepasst.
Welche Gründe sprachen für Sie für den Wechsel zu den 60er?
Fenninger: “Der TSV will ambitionierten Fußball spielen und will, genau wie ich, etwas erreichen. In diesem Jahr geht es erst einmal darum, die Klasse zu halten. Das Team ist super und es ist auch schön wieder in der Heimat zu sein.
Die vergangenen beiden Jahre spielten Sie in Bayreuth. Wie bewerten Sie die Zeit dort?
Fenninger: Die Zeit bei der SpVgg war absolut schön. Das Team war super, die Mentalität hat gepasst und wir haben guten und erfolgreichen Fußball gespielt. Ich habe einige Tore erzielt, sodass auch für mich persönlich die Zeit sehr erfolgreich war.
Mit 18 sind Sie in die Jugend des SV Wacker Burghausen gewechselt, danach zum FC Ingolstadt. Warum gelang beim FCI der Durchbruch nicht?
Fenninger: Um ehrlich zu sein, hat meine eigene Einstellung damals nicht gepasst. Da war ich vom Kopf her nicht soweit. So ehrlich muss man sein.
Sie sind mit dem 1. FC Saarbrücken in der Relegation gegen den TSV 1860 München knapp am Aufstieg in die 3. Liga gescheitert. Wie waren die beiden Spiele damals aus Ihrer Sicht?
Fenninger: Ich habe ja keine einzige Sekunde gespielt, dennoch war es aufregend dabei gewesen zu sein. Ich habe gehofft, dass ich noch zum Einsatz komme, vor allem im Rückspiel im ausverkauften Grünwalder Stadion. Leider war das Ende nicht wie erhofft, aber dennoch war es ein unvergessliches Erlebnis.
Ist Ihr Traum vom Profi-Fußball nun vorbei?
Fenninger: Die Hoffnung ist immer da, aber ich bin jetzt auch 25 Jahre alt, da wird das immer schwieriger. Aber ich bin jetzt in Rosenheim und habe dort für zwei Jahre unterschrieben. Ich denke nicht daran, den Verein so schnell wieder zu verlassen. Ich will jetzt auch den Einstieg in das Berufsleben schaffen.
Hans Kroneck sagte über Ihrer Verpflichtung, dass sie der “Wünschstürmer Nummer eins” gewesen seien. Verspüren Sie nun Druck Tore zu erzielen?
Fenninger: Zunächst einmal freue ich mich, so eine Aussage zu lesen (lacht). Aber ich mache mir deshalb keinen Druck. Ich bin kein klassischer Stürmer der vorne lauert, sondern gebe auch oft die Vorlage zu einem Treffer. Ich will auf dem Platz vorangehen und die jüngeren Spieler mitziehen. Das ist eine neue Rolle für mich.
Wie gehen Sie persönlich mit der Situation um, dass keiner weiß, wann genau der Re-Start erfolgt?
Fenninger: Es ist aktuell sehr schwierig. Als Spieler muss man immer fit sein, falls es jetzt dann doch von heute auf morgen los geht. Man hat aber aktuell immer nur Training und kaum Erfolgserlebnisse. Das wirkt sich schon etwas demotivierend aus.”

Danke für das Interview

ma

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