Freude beim TSV Buchbach über Re-Start ist groß

Umbruch bringt frischen Anstrich: „Sind schneller und dynamischer geworden“

Aleksandro Petrovic im Trikot des TSV Buchbach
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Aleksandro Petrovic freut sich darauf, bald wieder auf Tore- und Punktejagd gehen zu können.

Buchbach - Auch beim TSV Buchbach herrscht große Freude über den Re-Start am 19. September. Aufgrund des doch radikalen Umbruchs im Team verändert sich das Spielsystem des Regionalligisten. „Wir sind schneller und dynamischer geworden“, erklärt Coach Raupach.

Wie wohl bei allen bayerischen Vereinen ist die Freude, dass ab 19. September wieder Fußball unter Wettkampfbedingungen gespielt werden kann, natürlich auch beim TSV Buchbach groß: „Wir sind alle überglücklich, dass es wieder los geht. Da kehrt ein Stückchen Normalität ins Leben zurück. Bei aller Freude über die sportliche Komponente, ist vor allem auch der soziale Aspekt wichtig“, sagt Buchbachs Trainer-Legende Anton Bobenstetter.

Buchbachs Hanslmaier: „Der Umbruch ist schon extrem“

Das Gesicht der Mannschaft, die im Juli 2019 in die unterbrochene Regionalliga-Saison gestartet ist, hat sich bei den Rot-Weißen, wie bei den meisten höherklassigen Clubs, stark verändert: Altersumbruch und Regionalisierung sind hier die Parameter, denen die Vereine Rechnung tragen mussten, um das Schiff durch die sechsmonatige Zwangspause zu steuern: 20,4 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt der elf Spieler, die seit Juli 2019 nach Buchbach gekommen sind, inklusive Torjäger Kalle Lappe, der mit seinen 32 Jahren jetzt zur Achse der Routiniers zählt.

Im gleichen Zeitraum haben zehn Spieler den Kultverein verlassen, die es auf 25,9 Jahre bringen, wobei das Kern-Sextett mit Maxi Hain, Markus Grübl, Maxi Drum, Thommy Breu, Stefan Denk und Selcuk Cinar mit 29,3 Jahren extrem zu Buche schlägt. „Der Umbruch ist schon extrem, den müssen wir erst einmal bewältigen“, sagt deswegen auch Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier.

Hanslmaier: „Drinbleiben ist die Maxime“

Mit den drei Spielen, die im neu geschaffenen Liga-Pokal in Burghausen, gegen Schalding-Heining und gegen Rosenheim zunächst auf dem Programm stehen, ehe der reguläre Regionalliga-Betrieb am 10. Oktober in Burghausen starten soll, haben die Mannen um Kapitän Aleksandro Petrovic noch mal eine Testphase mit Wettkampf-Charakter. „Wir wollen im Ligapokal so weit wie möglich kommen“, setzt Hanslmaier ein erstes Zwischenziel, will da aber noch keinen großen Druck aufbauen: „Da können sich die jungen Spieler auf Regionalliga-Niveau beweisen.“

Klare Vorgabe bleibt für die Buchbacher der Klassenerhalt, der ja greifbar, aber noch nicht in trockenen Tüchern ist. Hanslmaier: „Drinbleiben ist die Maxime, das sollte machbar sein.“ Nach Abzug der drei Punkte aus dem gewonnen Türkgücü-Spiel – der Emporkömmling wurde ja am grünen Tisch in die 3. Liga versetzt - stehen für die Rot-Weißen 31 Zähler zu Buche, zehn Punkte aus elf Spielen müssten theoretisch reichen, um ein weiteres Jahr in der Belleetage des bayerischen Amateur-Fußballs zu sichern.

Wegen Umbruch: Spielsystem beim TSV Buchbach hat sich verändert

Mit dem radikal veränderten Kader wird sich auch das Spielsystem ändern, dass die Buchbacher Trainer Markus Raupach und Andi Bichlmaier nun an die Mannschaft anpassen wollen: Die Fünferkette wird wohl bleiben, aber offensiver interpretiert. „Das Ziel ist schon, dass wir mehr Ballbesitz haben und mehr spielerische Lösungen finden können. Beim Thema Sicherheit dürfen wir nicht überdrehen, aber wir sind schneller und dynamischer geworden, das eröffnet uns auch neue Möglichkeiten“, erklärt Tüftler Raupach.

Die zunächst 400 zugelassenen Zuschauer wird’s freuen, denn in den Testspielen haben es die Rot-Weißen schon einige Male anklingen lassen, dass der Zwangs-Umbruch auch für ein Plus an Spiel-Attraktivität sorgen sollte. Ein frischer Anstrich, der den hungrigen Fußball-Fans viel Freude bereiten könnte!

MB

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