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Sechziger wollen für sich und ihren Fußball werben

Sport-Highlight des Jahres: Rosenheim bereit für die Löwen!

Von freiwilligen Helfern aus dem Verein errichtet - die große Zusatztribüne für das sonntägliche Fußballspektakel TSV 1860 Rosenheim - TSV 1860 München.
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Von freiwilligen Helfern aus dem Verein errichtet - die große Zusatztribüne für das sonntägliche Fußballspektakel TSV 1860 Rosenheim - TSV 1860 München.

Rosenheim - Es ist soweit: Das Highlight der Fußballsaison für Rosenheim und die Rosenheimer Sechziger steht an. Nach wochen- oder sogar monatelanger Vorbereitung des Großereignisses geht am Sonntag die Partie gegen den TSV 1860 München über die bestens präparierte Bühne. Weihnachten findet – zumindest für die Fußballfreunde in Rosenheim - somit bereits vier Wochen früher statt als anderswo. Es wird mit Sicherheit ein Festtag für Jung und Alt, den der Verein und die ganze Stadt nicht so schnell vergessen werden - und der hoffentlich gerade aus Rosenheimer Sicht noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

Diese aus dem Fußballkalender der Rothemden herausstechende Begegnung wird nicht nur ein Festtag für die kickenden Akteure selbst, sondern selbstverständlich auch für die sportlich Verantwortlichen und den ganzen Staff des TSV 1860 Rosenheim. „Wir freuen uns mit jeder Faser unseres Körpers gegen den TSV 1860 München antreten zu können. Ein Heimspiel im normalen Ligabetrieb vor knapp 4.000 Zuschauern im Jahnstadion wird der Verein vermutlich nicht allzu oft erleben. Das Spiel zweier Gegner, die aktiv und mit offenem Visier Fußballspielen wird sicherlich ein Schmankerl für alle Fans des runden Leders. Wenn wir an unsere tolle Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen können, ist alles möglich!“, sagt Rosenheims Coach Tobias Strobl voller Vorfreude.

Würden auch vor den 4.000 gegen die Löwen gerne wieder so ekstatisch jubeln - Rosenheims Sportlicher Leiter Hansjörg Kroneck und Co-Trainer Robert Mayer.

Auch der restliche Verein scharrt mit den Hufen, was das Fußball-Highlight angeht. Klar – wenn man bedenkt in wievielen unzähligen Stunden dies von einem ehrenamtlich geführten Amateurverein vorbereitet wurde. Und was alles an Aufwand dahintersteckt. Die zahlreichen Frauen und Männer rund um das Spielfeld haben schon einiges geleistet, wenn das Match am Sonntag um 14:00 Uhr angepfiffen wird.

Arbeit eines Halbjahres steht vor dem "großen Finale"

„Den ersten Kontakt mit dem Thema haben wir schon im Sommer gehabt, als klar wurde, dass die Löwen in unserer Liga spielen – und es im Juni erstmals um die mögliche Terminierung des Spiels ging. Da waren eben Gespräche mit dem Verband, die Suche nach dem richtigen Termin. Der erste vom BFV anvisierte Termin wäre zufälligerweise zum Herbstfest gewesen – und das war natürlich sowohl organisatorisch als auch sicherheitstechnisch ein Schmarrn. So dass wir gesagt haben, das macht eher weniger Sinn.“, erläutert Nicolas Foltin aus dem Vorstand der Fußballabteilung der Rosenheimer, wie lange das Match schon die Verantwortlichen beschäftigt.

„Im August war dann die Begehung des Stadions mit dem Verband und der Stadt Rosenheim. Das war für uns eigentlich der Startschuss für die konkrete Planung der Veranstaltung. Die lief dann fast Vier Monate äußerst intensiv. Rechnet man bis Juni zurück, sogar ein halbes Jahr. Das ist schon ein Event, welches völlig aus dem gewohnten Rahmen fällt und für sich steht, für uns einzigartig ist.“, so Foltin. Er ist derzeit bis acht Uhr abends mit seinem regulären Job beschäftigt – und werkelt dann teilweise bis ein Uhr nachts für den Verein und das große Spiel. Und ist damit beileibe nicht der Einzige – ein Beispiel dafür, was auf einen Verein von der Größenordnung der Rosenheimer hinter den Kulissen alles an Arbeit wartet.

Fast 4.000 Zuschauer kommen in den Genuss des Highlights

Auch die Zuschauerkulisse wird selbstverständlich den bekannten Rahmen sprengen: „Wir wussten ja, wieviele Leute wir ins Stadion bekommen, mit dem bis dahin bestehenden und genehmigten Fluchtwegekonzept – das waren eben 2.900. Dann haben wir überlegt, wie wir die hohe Nachfrage vielleicht noch mehr bedienen können, um für eine noch tollere Kulisse für unsere Kicker in unserem Heimspiel zu sorgen. Da stand dann recht schnell das Thema einer mobilen Zusatztribüne im Raum.“, so der Vorstand.

Auch dies war keine so simple Angelegenheit, wie man sich das vielleicht vorstellt, führt er aus: „Wir haben erstmal begonnen zur recherchieren, was so eine Stahlrohrkonstruktion kostet. Beziehungsweise in Absprache mit einem Architekten berechnen lassen, wie groß die zusätzliche Kapazität überhaupt sein darf, damit das mit einem gesonderten Fluchtwegeplan in Einklang zu bringen ist. Letztendlich ist es uns dann gelungen das Ganze über eine Kooperation mit dem OVB auch finanziell darstellbar zu machen und uns in Zusammenarbeit mit dem Architekten und den zuständigen Behörden auf die jetzige Größenordnung von insgesamt knapp 4.000 Zuschauerplätzen zu einigen.“

Große Zusatztribüne von Vereinsmitgliedern aufgebaut

Natürlich stand die zusätzliche Tribünen dann auch nicht einfach da. Wie so oft wurde den Fußballern in Rosenheim nichts geschenkt: Aus Kostengründen war es nicht möglich, dass jemand externes das Gerüst einfach so hinstellt – das konnte und wollte der Verein sich nicht leisten. So wurde, wie an so vielen Stellen, fleißig selbst Hand angelegt. Wie auf dem Rasen, ist auch vieles andere rund um die Rothemden liebenswürdig 'selfmade' und authentisch:

„Wir haben das Ding tatsächlich selber aufgebaut. Wir hatten einen Gerüstbauer dabei, sprich denjenigen dem die Tribüne gehört, der den Aufbau geleitet hat – und ansonsten waren es rund zehn Freiwillige aus dem Verein, die tatkräftig mitgeholfen haben, die Konstruktion möglichst kostengünstig aufzubauen. Die waren einen ganzen Tag von morgens bis abends damit beschäftigt.“, berichtet Foltin.

Freiwillige ermöglichen zahlreiche zusätzliche Verpflegungsstände

Die weiteren Veränderungen im Vergleich zu einem normalen Heimspiel, betreffen natürlich ebenfalls den ungeheuren Besucherandrang: „Unser Gastronomieangebot wurde natürlich für die zahlreichen Zuschauer erheblich erweitert. Es wird zusätzlich zu unseren normalen Versorgungsständen neben dem Eingang, vor der Vereinsgaststätte und im eigentlichen Gästeblock, noch weitere Stände geben – auf der Haupttribüne, hinter der Zusatztribüne und am hinteren Ende der Gegengerade. Das gastronomische Angebot wurde also verdoppelt – sogar etwas mehr als das."

Auch dies erfolgte, wie er erzählt, in Eigenregie: "Und das alles aus dem Verein heraus. Das ist schon Wahnsinn, auf wieviel Hilfe wir diesbezüglich angewiesen sind – aber auf wieviel Hilfsbereitschaft wir auch gestoßen sind. Wenn man allein bedenkt, was da nur in der Gastro logistisch nötig ist, damit das alles - so gut es hoffentlich geht – reibungslos abläuft. Da kann man allen Beteiligten nur ein riesiges Dankeschön aussprechen!“

Ehrenamtliches Engagement versechsfacht - auch Starbulls helfen mit

Das Ganze setzt sich bei denen fort, die dabei mithelfen, den Andrang in geordnete Bahnen zu leiten: „Es sind natürlich auch grundsätzlich sehr viel mehr Ehrenamtliche im Einsatz als bei jedem anderen Spiel. Da ist die Frage, wen rechnet man alles dazu. Eigentlich muss man da alle einschließen: Wir haben zum Beispiel die U17 und die U19, unsere Jugendspieler also, die mithelfen – sei es im Parkhaus, an der Gepäckaufbewahrung und, und, und. Da gibt es so viele Baustellen. Da haben wir die Zahl unserer freiwilligen Helfer mit Sicherheit versechsfacht!“, so der ebenso dankbare wie begeisterte Funktionär.

„Genauso bei den Ordnern - auch da haben wir es letztlich versechsfacht. Da haben wir ja die Mischung aus gewerblichen Ordnern und freiwilligen Vereinsordnern. Jeweils 30 Personen. Insgesamt gesehen ist, über die Aufgabenbereiche verteilt, in der Tat fast der ganze verfügbare Verein eingespannt – und nicht nur der. Wir haben unsere guten sportlichen und nachbarschaftlichen Verhältnisse intensiviert – und werden von den Starbulls-Ordnern unterstützt. Auch das sind ja Ehrenamtliche. Diesmal ist es also 'Aus Rosenheim – für Rosenheim' im großen Rahmen – und genauso sollte sich Sport-Rosenheim auch darstellen. Da können wir uns nur recht herzlich bedanken! Wenn die Sportbegeisterten in Rosenheim zusammenhalten, dann ist eben einiges möglich. Ob im Eishockey oder im Fußball.“, lobt er das Engagement aus der Stadt.

Rosenheimer wissen zu begeistern - und wollen das am Sonntag zeigen

Und alle bei den Rothemden sind heiß darauf, etwas davon zurückzugeben, 'ihr Rosenheim' auch zu begeistern: „Natürlich sind wir aufgeregt. Wir außen herum weniger wegen dem Spiel - da wissen wir ja, dass wir auf eine einzigartige Mannschaft vertrauen können – sondern beim Gedanken an den Ablauf des lange erwarteten Spieltags. Freudig aufgeregt – eben mit dem nötigen Respekt vor der Aufgabe der Organisation des Ganzen. Ansonsten freuen wir uns einfach total darauf – und hoffen, dass wir unserer Stadt Rosenheim und der Region ein tolles Fußballfest, einen tollen Fußballnachmittag bieten können!“, brennt auch Foltin auf den Sonntagnachmittag – an dem unzählige Rädchen ineinander greifen sollen.

Der regionale Fokus liegt im ganzen Jahr nicht so auf den Rosenheimer Sechzigern, wie er es an diesem Sonntag tun wird. Daran schließt sich einen weitere Hoffnung des Fußball-Vorstands an: „Hoffentlich werden wir auch ganz viele Zuschauer von dem überzeugen können, was Insider schon länger wissen: Dass es sich lohnt ins Jahnstadion zu kommen - und dass man dort ehrlichen und sehenswerten Viertliga-Fußball geboten bekommt. Ich denke, dass kann jeder bestätigen, der den Jungs öfter zuschaut: Das ist Fußball mit richtig viel Können, ganz viel Herz – und vor allem nie langweilig. Das können unsere Kicker, die fast alle hier in der Region beheimatet sind, glaube ich gar nicht. Aber Spaß beiseite: Wir wollen einfach die Chance nutzen, zu zeigen, wie gut der Fußball ist, der regelmäßig hier gespielt wird – und wie mitreißend er sein kann!“

Bereits im Hinspiel im Grünwalder Stadion begeisterten Taktgeber Ludwig "Wiggerl" Räuber und die Rosenheimer Sechziger vor zahlreichen Zuschauern.

Wie viele der regelmäßigen Beobachter der Roten aus Rosenheim gerät er ins Schwärmen: „Wer an dieser Mannschaft nahe dran ist – dem geht ganz einfach das Herz auf. Es ist wirklich so: Man muss nicht mehr unbedingt bis nach München oder Unterhaching fahren um Spitzenfußball zu sehen – oder dort dann vielleicht teilweise keine Karte mehr bekommen. Tollen und leidenschaftlichen Fußball aus der Region gibt es auch mehr als günstig vor der Haustür. Der Verein hat sicher aufgrund von Versäumnissen in der Vergangenheit einiges aufzuholen in der Publikumsgunst – aber was unsere Mannschaft angeht, muss man ganz einfach sagen: Mehr in Vorleistung gehen als unsere Jungs kann man nicht! Wir hoffen einfach, dass das langfristig auch anerkannt wird. Und so ein Spiel wie das am Sonntag ist natürlich für uns die allerbeste Gelegenheit genau dafür zu werben.“

Das müsst Ihr zum umgestalteten Jahnstadion wissen:

Eigens zum Top-Spiel gegen die Münchner Löwen gibt es auch ein seperates Eingangskonzept. Alles dazu – und alle weiteren letzten Infos zum Sonntag könnt ihr HIER nachlesen.

Die gesonderte Blockeinteilung des Jahnstadions in der Übersicht. Für den "Zusatzblock" D gibt es einen Extra-Eingang.

Für die Besucher ist ein buntes Rahmenprogramm geboten. Schon vor dem Anpfiff erwartet die Fans eine Stunde Warm-Up. Neben dem Auftritt der Trommlergruppe „Via Jante“ gibt es ein Gewinnspiel des Jugendfördervereins mit tollen Preisen zugunsten des Rosenheimer Nachwuchses und vieles mehr. Auch wird der neue Adventskalender des TSV 1860 Rosenheim zum Kauf angeboten. Für das leibliche Wohl ist – wie oben erwähnt – ebenso bestens gesorgt, die zahlreichen Verkaufsstände bieten ein großes Angebot an Getränken und Speisen zum Verzehr an.

Alles ist angerichtet - die Löwen können kommen

Alles ist also angerichtet, alles ist bereitet. Das größte Ereignis im Rosenheimer Sportjahr kann kommen. Wer noch einmal nachlesen möchte, wie großartig sich die Rothemden im Hinspiel vor 12.500 Zuschauern auf Giesings Höhen geschlagen haben, kann das HIER tun. Alle Bilder aus dem Grünwalder inklusive.

Die Heimelf möchte sich für ein äußerst erfolgreiches Jahr 2017 mit einer tollen Leistung bei den eigenen Fans bedanken, ein klasse Spiel zeigen, kräftig Zuschauerwerbung für regelmäßig sehenswerten Viertliga-Fußball machen - und sich zumindest mit einem Punktgewinn gegen den TSV 1860 München für dieses Jahr von den Heimzuschauern verabschieden.

Wir TICKERN alles Wichtige LIVE aus dem Jahnstadion!

Ihr habt keine Karte mehr bekommen? Dann könnnen wir Euch zumindest ein klein wenig weiterhelfen: Wir vom BEINSCHUSS werden über für Euch im LIVE-TICKER über das Mega-Ereignis berichten! Und Euch selbstverständlich über alles Wichtige auf dem Laufenden halten.

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