Regionalliga-Spitzenreiter und Erfolgscoach gehen getrennte Wege

Ohne Erklärung: Reiner Maurer nicht mehr Türkgücü-Trainer!

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Reiner Maurer ist nicht mehr Trainer von Türkgücü München.

München - Wie Sport1 gestern Abend (15.5) vermeldete, haben sich Rainer Maurer und der ambitionierte Regionalligist Türkgücü München getrennt. Überraschend, wenn man bedenkt, dass Reiner Maurer erst vor der Saison die Kommandobrücke übernahm und die Münchner zur souveränen Tabellenführung der Liga führte. 

Reiner Maurer ist wahrlich kein Unbekannter und ein erfahrener Mann im Fußballgeschäft. Doch das wird wohl auch er noch nie erlebt haben. Ohne Erklärung trennte sich Türkgücü München von Maurer, der erst vor der Saison den Trainerposten des ambitionierten Regionalligisten übernahm und den Aufsteiger direkt an die Tabellenspitze führte. Vor der Corona-Krise lag Türkgücü ganze neun Punkte vor dem ersten Verfolger, dem 1. FC Schweinfurt, und der Aufstieg in die 3. Liga schien nur noch Formsache. Doch jetzt die plötzliche Trennung.


"Wir hatten bis heute kein Gespräch über eine Vertragsverlängerung"

Auf die Frage, ob Türkgücü Präsident und Geldgeber Hasan Kivran ihm die Trennung erklärte, gab Maurer gegenüber Sport1 preis: "Gar nicht. Wir hatten bis heute kein Gespräch über eine Vertragsverlängerung". Bereits Mitte März gab es Gerüchte darüber, dass die Zukunft des Ex-Löwen-Coaches unsicher sei. Nun folgte der endgültige Schlussstrich. 

Türkgücü zieht mit seinen Personalentscheidungen nicht zum ersten Mal die mediale Aufmerksamkeit auf sich. Bereits im Februar trennten sich die Münchner mit Kaderplaner und Geschäftsführer Robert Hettich, der zudem ein langer Weggefährte von Reiner Maurer ist. Im März folgte dann die fristlose Kündigung von Ex-Profi und Stamminnenverteidiger Mario Erb, der das Trainingslager ohne Absprache mit Kivran verlassen hatte, um die Geburt seines Kindes begleiten zu dürfen - die fristlose Kündigung wurde jedoch wieder aufgehoben.


3.Liga-Aufstieg fraglich - Präsident Kivran soll bereits mit Abbruch des Projekts gedroht haben

Dass bei Türkgücü die nächsten Tage und Wochen Ruhe einkehrt, darf nicht angenommen werden, denn neben überraschenden Personalentscheidungen, wird unter anderem der Aufstieg in die 3. Liga bezweifelt. So erklärte Neu-Geschäftsführer Max Kothny am 11.05 gegenüber der SZ, " da muss noch viel zusammenkommen, damit das mit dem Aufstieg passt.“ Des Weiteren soll Präsident Kivran bereits mit dem Abbruch des Projekts Türkgücü München gedroht haben.

Man darf gespannt sein, wie sich dieses wacklige Konstrukt weiterentwickelt. Kehrt Ruhe ein? Was wird aus einem möglichen 3. Liga-Aufstieg? Wo soll gespielt werden und viel wichtiger: Hat das ganze Projekt überhaupt eine Zukunft?



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