Ein historischer Rückblick

90 Jahre SV Wacker Burghausen: Die Höhen und Tiefen des Vereins

Der SV Wacker Burghausen feiert sein 90-jähriges Jubiläum.
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Der SV Wacker Burghausen feiert sein 90-jähriges Jubiläum.

Burghausen - Der SV Wacker Burghausen feiert sein 90-jähriges Jubiläum. Am 13. November 1930 wurde der heutige Regionalligist gegründet. Fans dürfen sich in den kommenden Wochen auf einige Specials freuen. Wir blicken auf 90 Jahre des SV Wacker zurück:

Pünktlich zum 90-jährigen Jubiläum des SV Wacker Burghausen wird im Online-Fanshop des Vereins ein streng limitiertes Jubiläums-Fan-Paket angeboten. Dieses Special besteht aus einem neuen Fanschal mit der Aufschrift „gegründet am 13. November 1930“ und einer Flag-Label-Bronxmütze. Das Paket wird ab Freitagvormittag für 19,30 Euro im Online-Fan-Shop des SV Wacker Burghausen erhältlich sein (zum Online-Fan-Shop).

Die Fans dürfen sich auch in den kommenden Wochen auf einige Specials freuen

Der neue Fanschal wird auch einzeln für 10,- Euro pro Stück verkauft, wobei die Mütze nur im streng limitierten Jubiläums-Paket erhältlich ist. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Tagen bereits einige interessante Jubiläums-Beiträge zu vergangenen Spielen oder Highlights auf den Social-Media-Kanälen des SV Wacker Burghausen gepostet. Auch in den kommenden Tagen und Wochen dürfen sich die Fans über einige Specials in den sozialen Netzwerken freuen (zum Facebook-Kanal / zum Instagram-Kanal).

Historischer Rückblick:

Der 13. November 1930 gilt als die Geburtsstunde des Burghauser Fußballs, da die damalige Mannschaft des FC Burghausen an diesem Tag zum SV Wacker Burghausen übertrat.

Die erste Mannschaft des SV Wacker Burghausen vom 13. November 1930.

Bereits zwei Jahre später feierte das Team die Meisterschaft in der Gruppe Burghausen, ehe man im Jahr 1934 in die Bezirksliga aufsteigen konnte. Nach drei Spielzeiten in der Bezirksliga musste die Mannschaft allerdings den Abstieg zurück in die A-Klasse hinnehmen, woraufhin der Zweite Weltkrieg mit seinen grausamen Folgen für und Auswirkungen auf die Gesellschaft, Wirtschaft sowie weitere Bereiche auch den Fußball ab 1943 zum Stillstand brachte. Mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab 1946 etablierte sich der SV Wacker Burghausen zunächst in der A-Klasse und spielte dabei zum Teil vor über 1.000 Zuschauern gegen regionale Vereine, wie zum Beispiel die SpVgg Mühldorf.

SV Wacker Burghausen scheiterte mehrmals in der Relegation am Aufstieg in die Bayernliga

Mit dem Aufstieg in die zweite Amateurliga im Jahr 1960 begann die bis dahin erfolgreichste Zeit, welche (nach Einführung der Bundesliga und damit der Neuordnung sämtlicher Ligen) 1965 mit dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt werden konnte. Das Aufstiegsspiel gegen den MTV Ingolstadt konnte die Mannschaft um Trainer Otto Einsiedl mit 3:1 auf neutralem Rasen in Trostberg für sich entscheiden.

Die Landesliga-Aufstiegsmannschaft von 1965.

In den darauffolgenden 28 Jahren (davon 23 Jahre in der Landes- und fünf Jahre in der Bezirksliga) scheiterte der SV Wacker Burghausen mehrmals in der Relegation (unter anderem 1984 gegen den TSV Ampfing) am Aufstieg in die Bayernliga und verpasste damit ein langersehntes Ziel. Weitere Highlights zu dieser Zeit waren ein Testspiel gegen den 1. FC Köln am 2. April 1967 und das Tribünen-Einweihungsspiel 1972 gegen den FC Bayern München um namhafte Spieler wie Franz Beckenbauer, Gerd Müller oder Sepp Maier.

Volle Tribüne beim Testspiel gegen den 1. FC Köln.

2:0-Sieg sicherte dem SV Wacker Burghausen den Aufstieg in die Bayernliga

Um die Vision des Bayernliga-Aufstiegs dennoch realisieren zu können, entschied sich Manager Kurt Gaugler anschließend für die Verpflichtung eines neuen Trainers mit viel Erfahrung als ehemaliger Fußballprofi: Kurt Niedermayer (über 200 Bundesligaspiele) sollte zukünftig die sportliche Leitung übernehmen und die Mannschaft bereits in seiner ersten Amtszeit in die Bayernliga führen. Das Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen den FC Gundelfingen konnte der SV Wacker Burghausen Ende Mai 1993 vor 6.000 Zuschauern mit 2:0 gewinnen.

Aufstiegsspiel gegen den FC Gundelfingen vor 6.000 Zuschauern.

Nach nur zwei Saisons in der Bayernliga gelang dem SV Wacker Burghausen die Meisterschaft und damit ein weiterer Aufstieg in die Regionalliga. Angekommen in der damals dritthöchsten deutschen Spielklasse etablierte sich das Team um Niedermayer in der Regionalliga, konnte bereits in den ersten beiden Spielzeiten mit dem 1. FC Nürnberg (2:0) und der SpVgg Greuther Fürth (5:0) zwei deutschlandweit bekannte Vereine besiegen und beendete die Saisons 1996/1997 und 1997/1998 jeweils auf dem fünften Tabellenplatz.

2002 stieg der SV Wacker Burghausen in die 2. Bundesliga auf

Mit der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert endete gleichzeitig die sehr erfolgreiche Ära Niedermayers, woraufhin zunächst Rainer Hörgl den Trainerposten übernahm. Noch vor der Winterpause der Spielzeit 2000/2001 folgte Rudi Bommer auf Rainer Hörgl und konnte den Abstieg aus der Regionalliga gerade noch so abwenden. Nur ein Jahr später sollte wahr werden, was in Burghausen zuvor kaum eine Person für möglich gehalten hat: Der SV Wacker Burghausen bezwingt Borussia Fulda am 3. Mai 2002 mit 2:0, steigt unter frenetischem Jubel in die zweite Bundesliga auf und spielt zukünftig Profifußball.

Aufstiegs-Trainer Rudi Bommer wird von den Fans gefeiert.

Nach zwei Spielzeiten in der neuen Liga und dem jeweils zehnten Tabellenplatz verließ der Erfolgstrainer den SV Wacker Burghausen (wie bereits zuvor Kurt Niedermayer) in Richtung München und wurde durch Markus Schupp, welcher das Amt über die darauffolgenden zweieinhalb Saisons innehaben sollte und dabei sowohl den neunten als auch den achten Tabellenplatz erreichen sollte, ersetzt. Nach einer erfolglosen Hinrunde in der Saison 2006/2007 verpflichteten die Verantwortlichen Fred Arbinger als neuen Chef-Coach. Auch dieser konnte den Abstieg in der zweiten Saisonhälfte allerdings nicht mehr abwenden.

11.582 Zuschauer sahen das DFB-Pokal-Spiel zwischen dem SV Wacker und dem FC Bayern

Zurück in der Regionalliga stand unter dem erneut neuen Trainer Ingo Anderbrügge jedoch bereits das nächste Highlight vor der Tür: Der Gegner in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde heißt FC Bayern München. Am 6. August 2007 gastierte der deutsche Rekordmeister anschließend vor einer Rekordkulisse von 11.582 Zuschauern und konnte sich erst im Elfmeterschießen knapp mit 4:5 gegen eine wacker kämpfende Burghauser Mannschaft durchsetzen.

DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München (u. a. mit Bastian Schweinsteiger).

In der Regionalliga Süd-Saison 2007/2008 qualifizierte man sich schließlich für die neu-gegründete Dritte Liga und belegte bereits in der Premierenspielzeit 2008/2009 mit Rang 18 einen Abstiegsplatz. Da die Kickers Emden zum damaligen Zeitpunkt jedoch ihren Lizenzantrag zurückzogen, nahm der SV Wacker Burghausen auch in der kommenden Saison an der Dritten Liga teil und erzielte den 17. Tabellenplatz. Nach vier weiteren Jahren (18., 6., 8. und 19. Tabellenplatz) folgte in der Saison 2013/2014 schließlich der Abstieg in die Regionalliga Bayern.

Seither spielt der SV Wacker Burghausen in der höchsten Amateurklasse Bayerns, welche vom Bayerischen Fußball-Verband e. V. getragen wird. Ein besonderes Highlight in der vierthöchsten deutschen Liga war das Heimspiel gegen den ehemaligen Bundesligisten TSV 1860 München am 11. November 2017. Vor 8.500 Zuschauern in der Wacker-Arena konnte der SV Wacker Burghausen die favorisierten Münchener Löwen und damit den anschließenden Regionalliga-Meister mit 2:0 bezwingen.

Sascha Marinkovic im Regionalliga-Spiel gegen den TSV 1860 München.

In der aktuellen Spielzeit 2019/2021, welche aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen wurde, steht das Team um Chef-Trainer und ehemaligen Fußball-Profi Leonhard Haas zwar nur auf Rang zehn der Tabelle, allerdings möchte die Mannschaft den positiven Trend der letzten Spiele auch nach der Winterpause fortsetzen.

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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen

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