Vor dem letzten Spieltag ist noch (fast) alles möglich

1860 Rosenheim und Klassenerhalt: Welche Rolle der FC Bayern spielt...

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Rosenheims Markus Einsiedler im Duell mit Bayern-Kapitän Nicolas Feldhan (Bild links). Feldhahn und Trainer Holger Seitz (rechts) kämpfen mit Bayern II um den Aufstieg in die dritte Liga.
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Rosenheim - Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag in der Regionalliga Bayern bleibt für den TSV 1860 Rosenheim äußerst prekär. Von direktem Klassenerhalt über Relegation bis zum direkten Abstieg ist noch alles möglich. Die möglichen Konstellationen sind dabei zum Teil ziemlich kompliziert.

Aktuell liegen die Sechziger mit 34 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz, was die Teilnahme an der Relegation bedeuten würde. Fürth II hat auf Platz 15 35 Punkte, zu Platz 14 (aktuell der VfR Garching), der zum direkten Klassenerhalt berechtigen würde, sind es vier Zähler - ein Abstand, der an einem Spieltag logischerweise nicht aufzuholen wäre. Dennoch hat die Emilo-Elf noch die Chance zum direkten Klassenerhalt. Wie geht das?

Das würde dann funktionieren, wenn Rosenheim sein Heimspiel am Samstag (14 Uhr, Jahnstadion) gegen die SpVgg Bayreuth gewinnt und Fürth II zeitgleich nicht gegen Ingolstadt II gewinnt. Dann würden die Roten noch an den Kleeblättlern in der Tabelle vorbeiziehen. Die zweite Voraussetzung wäre, dass die Profis des FC Ingolstadt 04 II (aktuell 16.) aus der 2. Bundesliga absteigen. Dann müsste die U23 der Schanzer nämlich laut Richtlinien aus der Regionalliga absteigen und würde auf den letzten Tabellenplatz gesetzt. Alle hinter Ingolstadt II platzierten Klubs würden einen Rang aufrücken und die Sechziger hätten das rettende Ufer erreicht.

Vieles hängt an Noch-Zweitligist Ingolstadt

Aber von unten drängeln gleichzeitig Pipinsried (17./33 Punkte) und Schlusslicht Heimstetten (18./32 Punkte), die beide noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt bzw. die Relegation haben. Pipinsried gastiert in Schweinfurt, die Münchner Vorstädter empfangen Illertissen. Mit einem Sieg könnten beide die Rosenheimer noch überholen, falls diese ihr Spiel nicht gewinnen sollten. Das bedeutet, dass die Sechziger zumindest die Relegation in eigener Hand haben und nicht auf andere angewiesen sind.

Aber in Sachen Relegation ist bzw. wird es dann nicht minder kompliziert: Vieles hängt eben vom Faktor "Ingolstadt" ab. Hinzu kommt, dass es bislang unklar ist, ob die Releganten dann eine oder zwei Chancen zum Klassenerhalt bzw. Aufstieg haben.

Welche Rolle spielt der FC Bayern München?

Denn an dieser Stelle kommt die U23 des FC Bayern München ins Spiel. In der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga trifft der Regionalliga-Bayern-Meister auf die U23 des VfL Wolfsburg (Meister Regionalliga Nord). Spieltermine sind der 22. und 26. Mai. Steigen die "kleinen" Bayern auf, wird ein zusätzlicher Platz in der Regionalliga Bayern frei (da 1860 München und die SpVgg Unterhaching den Klassenerhalt in der 3. Liga geschafft haben). Das bedeutet, dass die Verlierer der ersten Relegationsrunde (2x Regionalliga, Vizemeister Bayernliga Süd und Nord) noch eine zweite Chance zum Aufstieg bzw. Klassenerhalt erhalten würden.

Laut den BFV-Statuten beginnt die Regionalliga-Relegation erst nach der Relegation zur 2. Liga, sofern ein bayerischer Verein daran beteiligt ist, dessen zweite Mannschaft Regionalligist ist (aktuell: FC Ingolstadt 04 II). Die genauen Spieltermine sind also noch unklar. In der ersten Relegationsrunde würde den beiden Regionalliga-Releganten dann jeweils ein Verein aus der Bayernliga zugelost, wobei der Bayernligist im Hinspiel jeweils Heimrecht hat. Gespielt wird nach dem bekannten "Europapokal-Modus". Die Sieger spielen in der Saison 2019/20 in der Regionalliga. Die Verlierer müssen auf den FC Bayern II und die zweite Chance hoffen. Es bleibt also ebenso spannend wie kompliziert...

mw

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