Schloßberg hofft auf Wasserburg

SV Tüßling steigt verdient in die Kreisliga auf!

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Obing - Der SV Tüßling steigt nach einer bärenstarken Saison und langem Warten mehr als verdient in die Kreisliga auf. Die Relegations-Spezialisten aus Schloßberg müssen, nach der 2:0 Niederlage gegen den SVT, auf einen Aufstieg des TSV Wasserburg in die Bezirksliga hoffen um nochmal eine Chance in einer dritten Relegationsrunde zu erhalten. 

Von Beginn an waren die in schwarz und weiß gekleideten Tüßlinger besser in der Partie und deutlich aggressiver im Zweikampf. Speziell mit den pfeilschnellen Außenspieler hatte die SVS-Defensive ein um das andere Mal größere Probleme. Bereits in der 6. Minute konnte der SVT die erste Torchance für sich verbuchen. Lucas Stamm wurde auf der rechten Seite allein gelassen und konnte sich ungestört den Ball am Sechzehnereck zurechtlegen und abschließen. Der Schuss ging allerdings drei Meter über das Tor. Kurze Zeit später meldete sich auch der SV Schloßberg im Spiel an. Michael Mauritz brachte eine Ecke direkt auf das Gehäuse des SVT. Jonas Reichl im Tor musste sich schon ordentlich strecken um den Ball abwehren zu können.(10.)

Nach einer Viertelstunde hätte Tüßling eigentlich in Führung gehen müssen. Nico Kastenhuber konnte sich an der Eckfahne des SVS den Ball erkämpfen und diesen scharf vor das Tor schlagen. Dort stand sechs Meter vor dem Tor Andreas Bernard, der das Leder per Direktabnahme drei Meter über das Tor jagte. Auch in Folge war der SVT die stärkere Mannschaft. In der 26. Minute zappelte der Ball im Netz des SVS, doch Schiedsrichter Tobias Spindler entschied nach einem Freistoß auf Stürmerfoul im Sechzehner. 

Fragwürdige Schiedsrichterentscheidung

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Große Aufregung gab es in der 34. Spielminute als Schiedsrichter Spindler, zur Überraschung aller, Tim Schreffl vom SVS die rote Karte zeigte. Nach einem "Foul" als letzter Mann - obwohl sich noch zwei weitere Mitspieler auf gleicher Höhe befanden - an Tüßlings frisch eingewechselten Dennis Geiko, musste Schreffl den Platz verlassen. Der Schiedsrichter wertete das Tackling von Schreffl als Notbremse. Die Entscheidung "Freistoß für Tüßling" kann man sicherlich vertreten, da Schreffl Geiko am Oberkörper robust wegschiebt. Jedoch war die rote Karte, da sich Geiko 30 Meter vor dem Tor den Ball in Richtung Seitenlinie vorlegte, definitiv die falsche Entscheidung. 

Nach diesem Schock, schien der SV Schloßberg konzentrierter zur Sachen zu gehen, auch weil Bernards Treffer für den SVT korrekterweise aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Kurz vor der Pause hätte Benedikt Pongratz das Spiel auf den Kopf stellen können. Er brachte bei seinen Kopfball vom Elfmeterpunkt  zu wenig Druck hinter den Ball und so konnte Jonas Reichel den Ball sicher parieren. 

Nico Kastenhuber lässt Tüßling jubeln

Auch die erste Chance zu Wiederbeginn verzeichnete der SV Schloßberg. Stürmer Simon Marold prüfte Reichel mit einem Dropkick-Schuss vom linken Sechzehnereck. Aber nur 2 Minuten später war es so weit und die zahlreich mitgereisten SVT-Fans konnten Jubeln. Nachdem Reichel einen Schloßberg-Freistoß aus der Luft pflückte, schlug er den Ball per Abschlag weit in die gegnerische Hälfte, in der Bernard lauerte. Die Abwehr des SVS wirkte unorganisiert und schlafmützig, sodass Bernard allein auf Torwart Cygan losstürmen konnte. Etwa fünf Meter vor dem Kasten legte der Stürmer mustergültig quer auf den mitgelaufenen Nico Kastenhuber, welcher vor Keeper Cygan cool blieb und eiskalt zur Führung einschob.(56.)

Zehn Minuten nach der Führung hätte Bernard mit seinem Treffer die Partie vorentscheiden können. Kastenhuber wollte sich revanchieren und legte im Sechzehner quer auf Bernard, der den Torhüter Cygan förmlich auf der Torlinie anschoss. In der 70. Minute klingelte es aber dann doch zum zweiten Mal im Tor des SV Schloßberg. Andreas Bernard krönte seine bärenstarke Leistung mit dem 2:0. Wieder war es ein langer Ball bei dem die SVS-Defensive nicht gut aussah und Bernard alleine auf Cygan stürmen konnte. Erst lupfte er den Ball über den herauslaufenden Cygan hinweg und veredelte den Konter per Kopf. Einziger Schönheitsfehler: Beim Abspiel stand Bernard wohl im Abseits. 

Schloßberg hofft auf Schützenhilfe aus Wasserburg

In Folge tat sich nicht mehr viel auf dem Sportplatz des TV Obing. Der SV Tüßling ließ die Kugel gut in ihren Reihen zirkulieren und blieben durch Konter zu jeder Zeit brandgefährlich. Nur in der 86. Minute hätte Josef Liedl nach einer Ecke noch für den Anschluss sorgen können, als ein Tüßlinger Verteidiger neben dem Pfosten Liedls Kopfball von der Linie kratze. 

Der Erfolg für den ehemaligen Kreisklassisten war alles in allem hochverdient. Auch bedingt durch den frühen Platzverweis war Tüßling die schnellere und bessere Mannschaft an diesen Abend. Der SV Schoßberg wiederum muss nun auf Schützenhilfe aus Wasserburg hoffen. Nur wenn der TSV in die Bezirksliga aufsteigt, bekäme der SVS nochmals eine Chance und könnte sich mit einem Sieg in der dritten Relegationsrunde am Sonntag gegen Riedering den Verbleib in der Kreisliga sichern. Ob das Spiel überhaupt stattfindet, klärt sich erst am Samstagabend, wenn der TSV Wasserburg in Taufkirchen sein Rückspiel bestreitet. 

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