Fußballfest ohne Happyend: Löwen im Halbfinale

Ausgerechnet Lex verpasst Buchbach den K.o.-Schlag

+
Torschütze Stefan Lex im Duell mit Patrick Walleth.
  • schließen

Buchbach - Ausgerechnet der Ex-Buchbacher Stefan Lex hat den Rot-Weißen am Mittwochabend den K.o.-Schlag im Toto-Pokal verpasst. Nach dem frühen Führungstreffer von Simon Lorenz beraubte der 28-Jährige seinen Ex-Verein mit seinem schönen Treffer zum 2:0-Endstand (69.) aller Illusionen und schoss die Löwen ins Halbfinale.

„Der Treffer war wichtig für mich. Für einen Stürmer ist es immer gut, wenn man Tore macht, vor allem wenn man länger nicht gespielt hat“, freute sich der ehemalige Bundesliga-Profi des FC Ingolstadt 04 über seinen Treffer an alter Wirkungsstätte und scherzte: „Die Tore in Buchbach habe ich ja noch gekannt, da ist es leichter.“ 33 Treffer hat der Flügelpfeil in dreieinhalb Spielzeiten zwischen 2009 und 2012 für die Rot-Weißen erzielt, jetzt also das erste Tor gegen Buchbach mit einem Drehschuss neben den Pfosten.

TSV Buchbach - TSV 1860 München

"Einen Klassenunterschied habe ich nicht erkennen können"

Schon im ersten Durchgang hätte der Eittinger nach einer Flanke von Marius Willsch aus drei Metern treffen können, doch da konnte Buchbachs Keeper Egon Weber noch mit einer starken Parade klären – die erste nennenswerte Chance der Löwen nach dem Kopfball-Tor von Lorenz, der nach einem Freistoß von Daniel Wein zur Stelle war (8.). „Die frühe Führung hat uns gut getan, danach sind wir nicht mit Macht auf den zweiten Treffer gegangen, weil wir ja wussten, wie stark Buchbach kontern kann. Wir haben Buchbach auf gar keinen Fall unterschätzt. Schon gar nicht nach der Niederlage letztes Jahr hier. Da war ich ja Gott sei Dank noch nicht dabei “, so Lex. Dennoch hatten die Gastgeber ihre Möglichkeiten durch Maxi Drum (2.), Merphi Kwatu (30.), Aleks Petrovic (77.) und Thomas Breu (89.). „Wir hatten mehr Chancen als in den beiden Ligaspielen der letzten Saison zusammen“, erklärte Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter und Petrovic befand: „Einen Klassenunterschied habe ich nicht erkennen können. Bezeichnend, dass die Löwen ein Tor nach einem Standard gebraucht haben, um in Führung zu können. Ich denke, dass wir schon einiges an Selbstvertrauen aus diesem Spiel mitnehmen können.“

Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachlesen

Buchbach will in Passau wieder so stark spielen

Insgesamt haben es die Rot-Weißen den Blauen sehr schwer gemacht, die Löwen mussten sich quälen, weil die Buchbacher immer gefährlich waren, gute Zweikampfwerte verzeichneten und vor allem in der ersten Hälfte nicht allzu viel zugelassen haben. Erst als Buchbach stärker auf den Ausgleich drängte, kamen die Blauen vermehrt zu Chancen. „Wir haben fast zu gut gespielt“, fürchtet Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier, dass die Mannschaft am Samstag beim wichtigen Ligaspiel in Schalding nicht erneut so stark auftrumpfen kann. Wobei bis auf das Gastspiel bei Jahn Regensburg alle bisherigen Buchbacher Sonderzug-Fahrten nach Augsburg, Nürnberg und Ingolstadt mit einem Dreier belohnt wurden.

Lex holt sich Selbstvertrauen

Erleichterung über seinen Treffer zum 2:0: Stefan Lex.

„Es war ein schönes Fußball-Fest aber eben ohne Happyend für uns“, fasste Bobenstetter zusammen und erklärte: „Wir haben den Rasen auf jeden Fall erhobenen Hauptes verlassen können.“ Selbstvertrauen hat sich auch Lex geholt, für den es bislang ja noch nicht richtig rund bei den Löwen lief: „In der ersten Halbzeit war ich noch nicht so gut im Spiel wie nach der Pause. Der Treffer war ja nicht nur für mich wichtig, sondern auch für den Verein.“ Und auch Trainer Daniel Bierofka ist überzeugt, dass Lex den Löwen noch viel Freude bereiten wird: „Lexi wird kommen. Ganz sicher.“

MB

Zurück zur Übersicht: Toto-Pokal

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare