Fans müssen weiter auf erstes Spiel warten

Doch kein Oberliga-Start am 16. Oktober: DEB sagt Saisonbeginn ab

München/Rosenheim - Wie der Deutsche Eishockey Bund (DEB) am Donnerstagnachmittag begannt gab, wird der Saisonbeginn in den Eishockey Oberligen verschoben.

Lange wurde am Saisonstart im Oktober seitens des Deutschen Eishockey Bundes festgehalten, nun die Kehrtwende. In einer Videokonferenz mit den Oberligisten der Staffeln Nord und Süd beschloss der DEB eine Verlegung des Starttermins vom 16. Oktober auf den 6. November. Bei einer Abstimmung stimmten 75 Prozent der Vereine für einen späteren Ligastart.

Kurze Vorbereitungsphase

Ein großes Problem für die Vereine sei die kurze Vorbereitungsphase bis Mitte Oktober gewesen. Die meisten Oberligisten befänden sich derzeit aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation noch nicht im regulären Trainingsbetrieb. Dies bestätigte auch Starbulls-Vorstand Marcus Thaller am Dienstag im Rahmen der Pressekonferenz im Rosenheimer ROFA-Stadion. Die Spieler hätten bisher lediglich freiwillige Eiszeit gehabt, allerdings noch kein geschlossenes Mannschaftstraining.

„Darstellbare, prozentuale Zuschauermenge“

Der zweite Knackpunkt war die weiterhin ungewisse Prognose bezüglich möglicher Fans in den Stadien. Obwohl prinzipiell Spiele vor Zuschauern inzwischen wieder erlaubt sind, wurde heute bekannt, dass beispielsweise das Bundesliga-Eröffnungsspiel des FC Bayern gegen den FC Schalke 04 am Freitag in der Allianz-Arena als Geisterspiel ausgetragen wird. „Nach den jüngsten politischen Entscheidungen ist die Überzeugung bei uns und bei den Clubs gegeben, dass die Saison mit einer darstellbaren, prozentualen Zuschauermenge absolviert werden kann“, heißt es in einem offiziellen Statement des DEB.

Die erneute Verschiebung des Saisonstarts erfordere nun auch Anpassungen am ursprünglichen Rahmenterminkalender, teilte der DEB zudem mit. Dieser werde in den kommenden Tagen neu konzipiert und voraussichtlich in der ersten Oktober-Woche veröffentlicht. „Der Tenor der politischen Entscheidungen ist grundsätzlich positiv gewesen und das, was wir für die Öffnung der Oberligen gebraucht haben“, sagte DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel. „Jetzt gilt es, mit voller Kraft auf den Saisonauftakt hinzuarbeiten“, sagte Schaidnagel abschließend.

aic

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