Rosenheimer Eishockey-Hobbyliga

Reime "Hexer" sichert Schloßberg im Penaltyschießen den Halbfinaleinzug

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Reime "Hexer" posiert nach dem Sieg in der Kabine. 

Rosenheim - Am Mittwochabend stand das 2. Viertelfinale des Ligapokals der Rosenheimer Hobby-Eishockey Liga an. In einem echten Eishockey-Krimi konnte sich der SV Schloßberg gegen die Crazy Wolpertinger im Penalty-Schießen durchsetzen.

Von einem klassischen Abtasten, wie man es von einem Pokalspiel gewohnt ist, war wenig zu erkennen. Beide Mannschaften begannen mit offenem Visier. So konnten sich beide Torhüter mehrfach auszeichnen. Sowohl Maxi Sandbichler alias "Hexer", der endlich zu seiner Playoff-Form gefunden hat, als auch Hajka auf Seiten der Crazy Wolpertinger glänzten mit spektakulären Paraden. 

Dann in einer Phase als man das Gefühl hatte Schloßberg bekommt das Spiel etwas besser in den Griff, schlug Stieranka eiskalt zu und erzielte die 1:0-Führung für die Crazy Wolpertinger. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Drittelpause. 

Schurzmann bringt SVS zurück

Auch das zweite Drittel wurde von den beiden Torhütern geprägt. Bis SVS-Verteidiger Schurzmann sich durch das gesamte Feld tankte, Hajka keine Chance ließ und den vielumjubelten Ausgleich erzielen konnte. 

Wirklich turbulent wurde es allerdings erst im dritten Drittel. Kurz nach der Pause konnte der SVS in doppelter Überzahl zum ersten Mal in Führung gehen. Nachdem man sich den Gegner zurecht gespielt hatte, zog Schurzmann von der blauen Linie ab. Markus Zwigl vor dem Tor der Gäste war zu langsam und konnte dem Schuss nicht mehr ausweichen, so prallte der Schuss von seinem Schläger unhaltbar ins Tor der Wolpertinger - 2:1 Schloßberg. 

Doppelschlag der Gäste

Doch die Freude über den Führungstreffer hielt nicht lange. Nur drei Minuten später egalisierte Blazeniak den Führungstreffer. Und es kam noch schlimmer für den SVS. Direkt nach dem Bully im Mitteldrittel zappelte der Puck schon wieder im Netz der Gastgeber. Obwohl man das Bully gewinnen konnte, schoss wenige Sekunden später zum wiederholtem Male Blazeniak das Spielgerät ins Tor. Zuvor hatte SVS-Verteidiger Bernhard Lex das Gleichgewicht verloren und landete mit dem Gesicht auf dem Eis. So hatte Blazeniak leichtes Spiel. 

Nach dem Spiel, als Lex das Spiel analysierte, konnte er bei sich keinen Fehler ausmachen. Vielmehr sei das schwache Rückzugsverhalten der Stürmer bei eigenem Bully-Gewinn ausschlaggebend gewesen. 

Turbulente Schlussphase

Torhüter Reime war, obwohl man nun zurücklag, einfach nur froh, dass er keinen Fehler gemacht hatte, wie dieser nach dem Spiel sagte. Aber auch er sollte noch seine wilden Minuten haben. Etwa fünf Zeigerumdrehungen vor Schluss hob der Schiedsrichter aufgrund einer Abseitsposition der Schloßberger seinen Arm. Torhüter "Hexer" erkannte allerdings ein Foulspiel des Gegners und eilte zur Auswechselbank um einen weiteren Feldspieler auf die Eisfläche zu schicken. Michael Altmann klagte nach der Partie: "Auf einmal saß der Wiude neben mir." 

Die Crazy Wolpertinger konnten die Situation aber nicht zu ihren Gunsten nutzen. So blieb Schloßberg im Spiel. Als man aber zweimal ein Überzahlspiel nicht nutzen konnte, deute vieles auf ein Pokal-Aus hin.

Hoffmann erzielt Ausgleich 

Doch aus dem Nichts kam Michael Hoffmann. Mister "zwischen Genie und Wahnsinn" hielt von der halbrechten Position einfachmal drauf und schon durfte der SVS jubeln. Damit hieß es 3:3 wenige Minuten vor Schluss. So kam es, wie es kommen musste - das Penaltyschießen musste über Sieg und Niederlage entscheiden. 

Erster Schütze für den SVS war Michael Altmann. Man hatte den Eindruck er wisse nicht wirklich was er da tun solle und so prallte sein Schüsschen am Schoner des Torwarts ab. Erst später in der Kabine wurde ihm klar: "Ach des war Pokal. Es seids ja wahnsinnig, dass ihr mich dann schießen lassts." 

Im Gegenzug ließ Obermeier Maxi "Hexer" keine Chance. Aber auch Markus Zwigl blieb locker und lud Hajka auf ein Tänzchen ein, welches der Schloßberger Stürmer für sich entschied. 

Maxi "Hexer" Sandbichler rettet Sieg

Nun kam der große Auftritt von Torwart Maxi "Hexer" Sandbichler. Seine unwiderstehliche Art rückwärts zu laufen, irritierte den Schützen wohl so sehr, dass er neben das Tor zielte. 

Auf der anderen Seite erzielte "Man of the Match" Schurzmann das im Nachhinein goldene Tor. Denn wieder konnte Maxi "Hexer" Sandbichler seinen Kontrahenten im Stile von Hasek entscheidend beeinflussen und der Stürmer verlor auf dem Weg aufs Tor die Scheibe. 

Somit konnten der SV Schloßberg jubeln und den Einzug ins Halbfinale feiern. 

Pressemeldung SV Schloßberg Eishockey

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