+++ Eilmeldung +++

Retter eilen über Grenze zu Hilfe

Schweres Zugunglück in Tschechien: Rund 30 Verletzte, mehrere Tote - Zug startete in Deutschland

Schweres Zugunglück in Tschechien: Rund 30 Verletzte, mehrere Tote - Zug startete in Deutschland

Im Penaltyschießen

Fehlstart bei Eishockey-WM: DEB-Team verliert gegen Frankreich

Constantin Braun (r) im Clinch mit Frankreichs Valentin Claireaux.
+
Constantin Braun (r) im Clinch mit Frankreichs Valentin Claireaux.

St. Petersburg - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einer herben Pleite in die WM in Russland gestartet. Das Team um NHL-Jungstar Leon Draisaitl verlor nach Penaltyschießen gegen Frankreich.

Ernüchterung zum WM-Start: Mit einem 2:3 (0:1, 2:1, 0:0) nach Penaltyschießen gegen Frankreich ist dem deutschen Nationalteam der Auftakt gründlich misslungen. In St. Petersburg mussten die Auswahl am Samstag gleich einen Rückschlag im Kampf um den Viertelfinal-Einzug hinnehmen. Der mäßige Auftritt und die erste WM-Niederlage gegen die Franzosen seit 2009 verdarben Bundestrainer Marco Sturm auch seinen Pflichtspiel-Einstand als Coach.

Damien Fleury entschied im Shootout die Partie zugunsten des Mit-Ausrichters der WM 2017, alle drei deutschen Schützen scheiterten. Zuvor hatten NHL-Stürmer Tobias Rieder (21.) und Felix Schütz (57.) vor 3750 Zuschauern in St. Petersburg ein 0:1 gedreht. Damien Raux hatte die Franzosen in Führung gebracht (4.), Valentin Claireaux zum zwischenzeitlichen 2:2 ausgeglichen (40.).

Durch die Pleite steht Deutschland in der Partie gegen Finnland gleich unter Druck. Allerdings weckte die Truppe um Kapitän Marcel Goc und ihr NHL-Quartett kaum Hoffnung, dass sie am Sonntag (15.15 Uhr/Sport1) gegen den zweimaligen Weltmeister bestehen kann.

Trainer-Neuling Sturm steht erstmals bei einem großen Turnier im Mittelpunkt. Die Spieler-Ikone hat ein Team beisammen, das große Hoffnungen weckt.

„Wir wollen gut in die WM starten“, gab der 37-Jährige als Ziel aus und kündigte an: „Wir sind bereit. Ich bin guter Dinge.“ Seine Auswahl tat sich gegen den Rivalen, der in der Weltrangliste einen Platz vor Deutschland steht, schwer. Etliche Überzahlsituationen brachten nur ein Tor ein.

Nach vier Minuten der erste Schock. Berlins Constantin Braun patzte in der Verteidigung. Raux überwand Timo Pielmeier, den Sturm als Nummer eins gewählt hatte. Die Defensive zeigte auch danach mehrfach Unsicherheiten.

Angefeuert von Rufen einer kleine Fangemeinde in der bei weitem nicht gefüllten Arena legten die Deutschen zum Ende des ersten Drittels etwas zu. Sie hatten klar mehr Abschlüsse als die Franzosen, gingen aber mit einem 0:1 in die Kabine. Die größte Chance vergab Stürmer Felix Schütz, er scheiterte am französischen Torhüter Cristobal Huet.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

1.4.2011: Beim Spiel St. Pauli gegen den FC Schalke 04 wurde Schiedsrichter-Assistent Thorsten Schiffner von einem Bierbecher getroffen. Das Spiel wurde abgebrochen. Hier sehen Sie weitere Geschosse, die auf Spielfelder jeglicher Sportarten geworfen wurden. Einige davon sind sehr skurril - aber gefährlich sind die meisten allemal. Also: Bitte nicht nachmachen! © Getty
Thorsten Schiffner war nicht der erste Schiedsrichter-Assistent, der von einem Becher getroffen wurde. 2006 streckte Kai Voss beim DFB-Pokal-Spiel zwischen Stuttgarter Kickers und Hertha BSC ein Bierbecher nieder. © getty
Deutschlands Torhüter bei der Weltmeisterschaft 1974 wurde von einem Gymnasiasten 1971 mit einem Messer beworfen. Er wurde aber - zum Glück - nicht getroffen. © dpa
Ein Motorroller im Stadion (hier mit Uli Hoeneß am Steuer) ist schon ungewöhnlich. Erst recht beim Mailänder Derby 2001: Dort versuchten Stadionbesucher einen Roller von der Tribüne zu werfen. © getty
Frank Baumann (M.) erwischte es während eines Bundesligaspiels. Er wurde im November 2008 von einem Handy-Akku getroffen. © getty
Im Carling-Cup-Finale 2007 zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal flog Sellerie von den Rängen. Arsenals Fabregas kann es nicht verstehen. Die Fans des FC Chelsea sangen bei fast jedem Spiel ein nicht jugendfreies Lied, in dem auch das Gemüse vorkommt. © getty
Beim UEFA-Cup-Spiel zwischen NEC Nijmegen und dem HSV traf Schiedsrichter Darko Ceferin ein undefiniertes Wurfgeschoss am Kopf. Das Spiel musste unterbrochen werden. © getty
Anders Frisk wurde beim Champions-League-Spiel zwischen AS Rom und Dynamo Kiew von einem Wurfgeschoss getroffen und musste mit einer Platzwunde vom Platz. © getty
Oliver Kahn traf am 12. April 2000 in Freiburg ein Golfball. Blutüberströmt musste er von Uli Hoeneß zurückgehalten werden, da er völlig außer sich war. © ap
FC Liverpool - AFC Sunderland im Oktober 2009: Ein großer roter Strandball wurde aufs Spielfeld geworfen. Dort landete er im Liverpooler Strafraum, wo der Ball einen Schuss unhaltbar für José Reina abfälschte. Das Spiel endete 0:1.  © getty
Halbfinale UEFA-Cup: Hamburger SV gegen Werder Bremen: Stand 1:2 für Bremen. Diese Papierkugel lenkte einen Ball entscheidend zur Ecke ab, die prompt das 1:3 für die Werderaner brachte. Trotz des Anschlusstreffers drei Minuten vor Schluss schied Hamburg aus. © dpa
Auch Toilettenpapier fliegt regelmäßig auf den Rasen. Hier beim Spiel FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer, Torhüter des "Clubs", zeigte sich aber unbeeindruckt. © getty
Im Carling-Cup-Halbfinale gegen den Ortsrivalen ManU wurde Craig Bellamy 2010 von einer Münze am Kopf getroffen. Eine heranfliegende Bierflasche flog knapp an ihm vorbei. © getty
Mailänder Derby 2005: Im Champions-League-Viertelfinale wurde AC Milans Torhüter Dida von Leuchtraketen getroffen und sank zu Boden. Das Spiel wurde abgebrochen. © dpa
Neben Leuchtraketen und einer Rumflasche warfen Zuschauer 2006 auch eine Katze auf das Spielfeld: Geschehen beim Derby zwischen Real Betis und FC Sevilla. © dpa
Viele Ratten wurden bei den Florida Panthers ab 1992 aufs Spielfeld geworfen. Grund: Scott Mellanby tötete eine Ratte in der Kabine mit dem Stock und traf danach zwei Mal. 1996 wurde diese Sitte verboten. © dpa
Super-League-Spiel zwischen Luzern und Basel am 7.November 2010: Fans des FC Basel warfen Tennisbälle auf das Spielfeld. Damit sollte gegen die frühe Anstoßzeit der Partie protestiert werden, welche auf Druck des Schweizer Fernsehens und wegen des Finals der Swiss Indoors in Basel vorverlegt wurde. © dpa
Ein Schweinekopf flog im Camp Nou beim "Clasico" zwischen Real Madrid und FC Barcelona aufs Spielfeld. Damit wollten die Fans von Barca ihre Meinung zum Wechsel von Luis Figo von Barcelona zu Real zeigen. © dpa
Stadionsitze sind, besonders in Südamerika, beliebte Wurfgeschosse. Allerdings auch in Europa kommt es vor, dass Sitze aufs Spielfeld fliegen, so auch 2000 beim Spiel Sevilla gegen Atletico Madrid. © dpa
Paul hatte Glück, in einem Aquarium zu leben. In der NHL wurden bei Siegen der Detroit Red Wings Tintenfische regelmäßig aufs Eis geworfen. Das hatte Tradition, da 1952 ein Besitzer eines Fischlokals immer ein Oktopus aufs Feld warf, der für die Play-offs einen Sieg bescheren sollte. Das schwerste Tier wog 25 Kilo. © dpa
Zahlreiche Dildos flogen im Oktober 2008 im Spiel zwischen AIK Stockholm gegen Leksand aufs Eis. Die Fans des Stockholmer Eishockey-Klubs zeigten damit ihren Unmut über Jan Huokko, der sich zum Jahresanfang einen Sexskandal leistete. © dpa

Besser wurde es im zweiten Abschnitt. Es saßen noch nicht alle Zuschauer wieder, als die vierte Überzahl-Situation zum Ausgleich führte. Nach Philip Gogullas Schuss von der blauen Linie staubte Arizona-Stürmer Rieder ab. Der Torschütze blieb ab Mitte des zweiten Drittels vorübergehend in der Kabine, kam aber später wieder aufs Eis zurück. Die DEB-Auswahl erspielte sich zunehmend Chancen. Doch Claireaux verhinderte die deutsche Pausen-Führung. Schon zuvor hatte Sturms Team Glück. Einen Schuss wehrte Pielmeier so ab, dass der Puck auf die Latte sprang.

Im Schlussabschnitt fehlten dem deutschen Team richtig gefährliche Möglichkeiten gegen die Franzosen, die als eingespieltes Ensemble gelten. Auch die Verlängerung blieb torlos. Und am Ende besiegelte das Shootout die erste deutsche Auftakt-Pleite seit 2013. 2015 in Prag hatten die deutschen Kufencracks Frankreich im ersten Spiel mit 2:1 niedergerungen.

Hier finden Sie alle Infos zur Eishockey-WM 2016 in Russland: Spielplan, Termine und Live-Übertragung

dpa

Kommentare