Bei WM-Sieg gegen Frankreich verletzt vom Eis

Deutschland auf Kurs, aber Sorgen um Rosenheimer Goalie Grubauer

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Kosice/Rosenheim - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft befindet sich bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei auf Viertelfinal-Kurs. Die Truppe von Toni Söderholm gewann auch ihr drittes Gruppenspiel, diesmal 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen Frankreich. Sorgen gibt es allerdings um den gebürtigen Rosenheimer Philipp Grubauer.

Der Torhüter von den Colorado Avalanche, der eine grandiose Saison in der National Hockey League (NHL) gespielt hatte, war erst am Montag zur Mannschaft gestoßen und stand gleich einen Tag später gegen die Franzosen zwischen den Holmen. Allerdings war für Grubauer bereits zur "Halbzeit" schon wieder Schluss. Wie bei der Live-Übertragung von Sport 1 zu sehen war, fuhr der gebürtige Rosenheimer in einer Unterbrechung zur Spielerbank, wechselte einige Worte mit einem Betreuer und ging dann vom Eis. 

Die Szene, als der Rosenheimer Philipp Grubauer vom Eis fuhr.

Kurz davor hatte Grubauer das 1:1 der Franzosen durch Damien Fleury (25.) hinnehmen müssen, nachdem Jungstar Moritz Seider die Deutschen in der 18. Minute in Führung geschossen hatte. Für Grubauer hütete ab der 31. Minute der Nürnberger Niklas Treutle das deutsche Tor. Als Deutschland durch Matthias Plachta (34.) und Leon Draisaitl (38.) auf 3:1 davon zog, war Grubauer bereits in der Kabine. Im letzten Abschnitt ließ Deutschland kaum noch etwas anbrennen und Korbinian Holzer erzielte 58 Sekunden vor dem Ende das 4:1 - zu diesem Zeitpunkt hatte der französische Keeper Florian Hardy das Eis zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers bereits verlassen.

Zu den Gründen für Grubauers Auswechslung gab es zunächst nicht viele Informationen. Co-Kommentator Rick Goldmann vermutete im Fernsehen eine mögliche Verletzung, die sich Grubauer bei der schnellen Bewegung in der Szene, die zum 1:1 geführt hatte, zugezogen haben könnte. Der Deutsche Eishockeybund (DEB) sprach in einer Pressemitteilung hinterher von "muskulären Problemen". Der Herausnahme von Grubauer sei lediglich "eine Vorsichtsmaßnahme" gewesen, hieß es.

Bundestrainer Toni Söderholm war insgesamt mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, konnte zur "Causa Grubauer" direkt nach dem Spiel aber nicht viel sagen: "In den ersten beiden Wechseln wurden wir wachgerüttelt. Insgesamt können wir mit der Leistung über 60 Minuten sehr zufrieden sein, denn wir haben uns im Spiel gesteigert und insbesondere im zweiten Drittel in der offensiven Zone sehr gut agiert. Der Torwartwechsel innerhalb des Spiels kam natürlich überraschend, aber Niklas hat das sehr gut gemacht. Jeder hat seinen Teil zum heutigen Erfolg beigetragen." 

Das nächste Spiel steigt bereits am Abend um 20.15 Uhr gegen Gastgeber Slowakei. Dann wird man sehen, wie schwerwiegend die Verletzung von Grubauer wirklich ist...

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