Löwen zu zahm 

Dezimierte Waldkraiburger verlieren in Landshut

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Michael Trox mit einer Chance

Landshut - Im ersten Aufeinandertreffen des Wochenendes zwischen dem EV Landshut und dem EHC Waldkraiburg behielten die Niederbayern die Nase vorn. Am Freitagabend gewann der zweimalige Deutsche Meister sein Heimspiel gegen die Löwen, die mit gerade einmal drei Reihen anreisen konnten, mit 5:2.

Mit gerade einmal 16 Feldspielern und 2 Torhütern machten sich die Löwen auf die Reise nach Landshut, nachdem Lukas Wagner nach einem Trainingsvorfall am Donnerstag ausfiel, Max Kaltenhauser ebenfalls verletzt und Michail Sokolov krank war. Die daraus resultierenden drei Reihen machten die Partie gegen den Traditionsverein noch schwerer, als sie ohnehin war, denn der EVL war nach dem "Ausrutscher“ am letzten Wochenende, als man mit 4:6 in Miesbach unterlag, vor eigenem Publikum auf Wiedergutmachung aus und wollte zudem Anschluss halten an das obere Tabellendrittel. 

Und die Partie begann für die Mannschaft von Trainer Axel Kammerer auch mustergültig: Denn es dauerte keine 80 Sekunden, da brachte Maximilian Forster die Landshuter nach einem verdeckten Schuss mit 1:0 in Führung (01:14) und ließ Korbinan Sertl im Tor des EHC keine Chance. Die Löwen aus der Industriestadt jedoch fanden die passende Antwort und Nico Vogl konnte per Abstauber gute sechs Minuten später ausgleichen (07:46). 

200 mitgereiste Waldkraiburg-Fans

Landshut aber mit seiner individuellen und spielerischen Klasse hatte den EHC im Griff und zeigte sich ziemlich unbeeindruckt von den aufmüpfigen Löwen und Max Forster schlug erneut zu und sorgte mit seinem vierten Saisontor für die erneute Führung der Hausherren und Jubel unter den 1656 Zuschauern- bis auf die knapp 200 davon aus Waldkraiburg (14:01). 

Den Atem mussten diese Löwen-Fans dann kurz vor Ende des ersten Drittels anhalten, als EHC- Keeper Sertl bei eigener Überzahl aus dem Tor stürmte um den Puck schnell wieder in Richtung Landshuter Drittel zu bringen. Leider hatte er nicht mit einem EVL-Crack gerechnet, der die Scheibe nach Sertls Schuss an der Bande abfing und auf das leere Tor schoss. Der Pfosten rettete Sertl nach dem glücklosen Ausflug. 

Löwen geben sich nciht auf und kommen nochmal ran

Wie im ersten Drittel schafften es die Landshuter dann auch im mittleren Abschnitt nach nicht einmal 80 gespielten Sekunden, die Scheibe im Löwen-Tor unterzubringen. Diesmal war es Stürmer Peter Abstreiter, der mit seinem sechsten Saisontor auf 3:1 für die Niederbayern stellen konnte (21:16) und für einen zunächst beruhigenden Vorsprung sorgen konnte. Top- Stürmer Stefan Reiter durfte sich schließlich auch noch in die Torschützenliste eintragen und sorgte noch vor der Hälfte der Spielzeit für das 4:1 (28:37), doch die Löwen hatten sich noch nicht aufgegeben, kämpften um den Anschlusstreffer und diese Mühen sollten sich auszahlen. Philipp Seifert nahm sich von der blauen Linie ein Herz und jagte die Scheibe an Maximilian Engelbrecht vorbei in die Maschen zum umjubelten 2:4 aus EHC-Sicht (35:21). 

Kurz darauf hatte Ludwig Synowiec bei einem Alleingang sogar die Gelegenheit, erneut zu verkürzen, doch diesmal war Engelbrecht auf dem Posten und so ging es mit dem 4:2 für Landshut zum zweiten Pausentee. Im Schlussdrittel entglitt so manchem Akteur auf dem Eis, der keiner Mannschaft angehörte, ein wenig die Partie und auch einige Waldkraiburger Spieler konnten ihren Unmut darüber nicht verbergen. Es gab zwei 10-minütige Disziplinarstrafen für Michael Trox und Christof Hradek und in der aktuellen personellen Situation war dies nicht gerade förderlich. 

Am Sonntag kommt es in Waldkraiburg zum Rückspiel

Den Schlusspunkt setzte somit nochmals der EV Landshut mit dem 5:2 durch den 43-jährigen Stürmer Billy Trew, dessen Rückkehr im Sommer aus Regensburg sich bisher auszahlt für die Niederbayern, denn im neunten Saisonspiel war es bereits der sechsten Treffer für den Deutsch-Kanadier. Am Sonntag kommt es bereits zum Rückspiel gegen Landshut, dann in der Waldkraiburger Raiffeisen Arena und die Löwen hoffen, bis dahin personell wieder etwas besser aufgestellt zu sein, um dem großen Favoriten länger und besonders stärker Paroli bieten zu können.

Pressemitteilung EHC Waldkraiburg

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